Australian Open 2019 Männer – Wetten, Favoriten & Quoten

11. Januar 2019

Novak Djokovic - © mooinblack / Shutterstock

Am Montag, den 14. Januar 2018, startet mit den Australian Open 2019 das erste Grand Slam Turnier im Tennis der frisch eröffneten Saison. Zum 107. Mal in der Geschichte wird dabei in dem prestigeträchtigen Tennis Turnier in Melbourne auf den Hartplätzen vom Melbourne Park ein Gesamtsieger der Herren gesucht – zum 51. Mal darunter im Rahmen der „Open Era“. Vor einem Jahr siegte dabei zum sechsten Mal in der Geschichte der schweizerische Dauerbrenner Roger Federer, der damit in puncto Australian Open Turniersiegen mit den bisherigen Rekordsiegern Roy Emerson und Novak Djokovic gleichziehen konnte. Alle drei Athleten stehen nun bei sechs Titeln – der Serbe und der Schweizer, die dieses Jahr beide als Topfavoriten nach Down Under reisen, könnten diesen Rekord dabei sogar noch weiter ausbauen.

Ein langer und beschwerlicher Weg liegt dafür aber zweifelsfrei vor ihnen, denn abermals ist alles bei dem ersten von vier Grand Slam Turnieren im Kalenderjahr vertreten, was in der ATP Weltrangliste Rang und Namen hat. Vom amtierenden Weltmeister Alexander Zverev über das Sandplatzgenie Rafael Nadal bis hin zu Vorjahresfinalist Marin Cilic. Selbst der fünffache Finalist Andy Murray, dem in diesen Endspielen der Australian Open Siegerpokal stets verwehrt geblieben war, ist noch ein letztes Mal mit von der Partie, nachdem der Schotte in dieser Woche erst erklärt hatte, dass Wimbledon sein definitiv letztes Tennis Turnier seiner Karriere werden würde. Je nach dem Grat seiner Belastbarkeit könnten sogar die Australian Open sein letztes großes Event werden. Kein Wunder, dass er es hier noch einmal wissen möchte, obschon er wegen der großen Probleme seit seinem Comeback natürlich nicht in den Kreis der Favoriten gehört.

Apropos Favoriten: Mit denen werden wir uns in diesem Beitrag ausführlich befassen. Dabei gehen wir auf vier Topfavoriten Novak Djokovic, Roger Federer, Rafael Nadal und Alexander Zverev eingehend ein und besprechen deren Chancen, das Turnier zu gewinnen, bei dem es auch eine große Regeländerung gibt. Erstmals seit 1976 gibt es bei diesem Grand Slam Turnier in Down Under nämlich kein „open end“ mehr im Entscheidungssatz. Stattdessen wird zu diesem Jahr ein Tiebreak eingeführt, in dem der Gewinner beim Stand von 6:6 im Entscheidungssatz ermittelt wird. Dieser Tiebreak wird allerdings nicht wie gewohnt bis zum siebten Punkt gespielt, sondern bis zum zehnten. Eine weitere Änderung, durch die alle vier Grand Slam Turniere nun bizarrerweise ein anderes Reglement zur Ermittlung des Siegers bei Gleichständen in Sätzen (2:2) und Spielen (6:6 im fünften Satz) vorzuweisen haben. Ob sich das Australian Open System bewähren wird, muss dieses Turnier zu Tage fördern. In jedem Fall ist es positiv, dass auf diese Weise Marathon-Matches, die sich mitunter über mehrere Tage erstrecken können, im Zuge eines runderen Turnierablaufs verhindert werden.

Nun aber wollen wir uns mit den vier Topfavoriten auf den diesjährigen Gesamtsieg in aller Ausführlichkeit auseinandersetzen.

Novak Djokovic – Ist er bereit für Grand Slam Pokal Nummer 15?

Der 31-jährige Serbe Novak Djokovic hat schon sechs Mal in seiner Karriere die Australian Open gewinnen können. Unter seinen insgesamt 14 Grand Slam Trophäen, die er vorzuweisen hat, nimmt das Tennis Turnier in Melbourne somit eine ganz besondere Stellung ein – auch, weil dies das einzige Grand Slam Turnier ist, bei der der Djoker alle sechs Finalspiele, die er erreicht hat, gewinnen konnte. Zum Vergleich: Bei den US Open erreichte er acht Endspiele, konnte jedoch nur drei Mal den Siegerpokal mit nach Hause nehmen. Nole gilt aber nicht nur als der absolute Topfavorit auf den diesjährigen Gesamtsieg, weil ihm das Turnier nachweislich sehr gut liegt, sondern auch, weil er als amtierender Weltranglistenerster in das Turnier startet. Das Jahr 2019 startete zwar nicht, wie erhofft, mit dem ersten Titel bei den Qatar ExxonMobil Open, wo Novak Djokovic im Semifinale eine 1:2-Niederlage gegen Roberto Bautista-Agut hinnehmen musste. Dennoch macht vor allem der gute Turnierbaum durchaus Hoffnung darauf, dass Nole seiner Favoritenrolle bei dem ersten Grand Slam Turnier des Jahres gerecht werden wird. Qualifikant Mitchell Krueger in Runde eins ist der haushohe Außenseiter gegen den Djoker und die potenziell größten Stolpersteine in seiner Sektion des Turnierbaums sind David Goffin, Daniil Medvedev und Denis Shapovalov. Allesamt vielversprechende und aufstrebende Spieler, aber eben für ein Kaliber wie Novak Djokovic eine Nummer zu klein – erst recht auf einer derartig großen Bühne. Aber: Man darf bei der Überlegung, auf den Gesamtsieg vom Djoker zu wetten, nicht außer Acht lassen, dass er vor einem Jahr – obschon er da noch nicht wieder ganz der Alte nach langer Verletzung war – überraschend deutlich schon im Achtelfinale an Hyeon Chung gescheitert war. Ein Selbstläufer wird das Turnier für Nole also gewiss nicht, obschon die Quote von 2,20* für seinen Gesamtsieg durchaus eine Wette rechtfertigen würde. Hinzu kommt das Momentum: Bei den letzten beiden Grand Slam Turnieren gewann Djokovic am Ende seine Major-Titel Nummer 13 und 14. Folgt nun die Nummer 15?

Roger Federer – Erreicht er ausgerechnet auf dieser Bühne die 100er-Marke?

Der 37-jährige Schweizer Roger Federer ist mit einem Titelgewinn ins Jahr 2019 gestartet – auch, wenn dieser ihm nicht über die magische 100er-Marke hinweg geholfen hat. Beim Hopman Cup, bei dem Tennis-Nationalmannschaften in jeweils zwei Einzeln und einem gemischten Doppel gegeneinander antreten und der nicht zur ATP gezählt wird, verteidigte er erfolgreich mit Landsfrau Belinda Bencic den Titel aus dem Vorjahr. Erneut gegen Deutschland und mit bärenstarkem 2:0-Sieg über den amtierenden Weltmeister Alexander Zverev, dem King Roger noch im Semifinale der ATP Finals 2018 im letzten Spiel der Vorsaison unterlegen war. Nun reist er von Perth weiter nach Melbourne, wo ihm ebenfalls eine Titelverteidigung gelingen könnte, wenn der sympathische Schweizer zum siebten Mal insgesamt und zum dritten Mal in Serie nach zuletzt 2017 und 2018 die Australian Open gewinnen könnte. Es wäre nicht nur Grand Slam Siegerpokal Nummer 21 für den vermutlich besten Tennis Spieler aller Zeiten, sondern ein absoluter Meilenstein, denn sein nächster Turniersieg wird sein Titelkonto im Einzel auf 100 Gesamtsiege hochschrauben, wo er seit dem Triumph bei der ATP Basel 2018 bei 99 Turniersiegen steht. Dafür spräche zumindest die weitestgehend dankbare Auslosung, in deren Rahmen es ihm erspart geblieben ist, in einer Turnierhälfte mit Novak Djokovic zu landen. Aber: Von Vorjahresfinalist Marin Cilic über den scheidenden Andy Murray bis hin zum 2009er Sieger Rafael Nadal hat es dennoch eine Reihe von Schwergewichten in seine Hälfte verschlagen, über die der Federer-Express bei einem möglichen Einzug ins Finale hinwegrollen müsste. Genau das wird allerdings in der Siegquote von 5,50* auch abgedeckt. Grundsätzlich eine Wette, die Sie nach der tollen Performance des Schweizers beim hervorragenden Saisonstart in Perth eingehen können.

Unsere Erfahrungen mit Bet365:
Überdurchschnittliche Wettquoten
Sehr gutes Live Wetten Angebot
Toller Kundensupport

Rafael Nadal – Neben ihm steht noch ein Fragezeichen

Der 32-jährige Spanier Rafael Nadal musste nach toller Saison 2017 und weitestgehend starker Performance auch noch in 2018 – in beiden Fällen auch außerhalb von seiner gewohnt starken Sandplatz-Saison auch auf dem Hartplatz – seine Führungsposition in der ATP Weltrangliste in den Endzügen des letzten Jahres wieder an Novak Djokovic abtreten. Auch, weil der Stier von Manacor zuletzt mit einigen Verletzungen zu kämpfen hatte, wegen derer auch jetzt bei den Australian Open 2019 ein Fragezeichen neben seiner Person steht. Wird Rafa überhaupt antreten können? Im Turnierbaum taucht sein Name jedenfalls auf, wo der Mallorquiner zum Auftakt ein etwas unangenehmes Los erhalten hat. James Duckworth spielt zwar fernab der Top 100 der ATP Weltrangliste, ist allerdings einer der Lokalmatadoren beim Grand Slam Turnier in seinem Heimatland. Besonders unglücklich: Sollte sich Rafa hier durchsetzen, könnte es sein, dass er sowohl in Runde zwei in Form von Michael Ebden als auch in der dritten Runde mit eventuell Alex De Minaur zwei weitere „local heroes“ aus Down Under aus dem Turnier kegeln müsste, ehe auch in der vierten Runde – wenn auch nur in der Theorie – mit Marc David Polmans ein weiterer Australier zum potenziellen Gegner von Rafael Nadal werden könnte. Der Spanier, der insgesamt betrachtet aber durchaus zu den Publikumslieblingen zu zählen ist, könnte also durchaus in Ungnade fallen bei den Zuschauern im Melbourne Park, wenn er der Reihe nach die australischen Spieler eliminieren sollte. Gleichzeitig ist aber noch nicht klar, ob seine Form dafür überhaupt ausreicht. Seine letzten offiziellen Einzel hat er bei den US Open 2018 bestritten, wo er wegen einer Verletzung im Semifinale gegen Juan Martin del Potro zur Aufgabe gezwungen wurde. Seitdem war er immer mal wieder für ein Turnier gemeldet, musste dieses aber ausnahmslos absagen – zuletzt Anfang des Jahres bei der ATP Brisbane 2019, wo er eigentlich in die Saison starten wollte. Nicht auszuschließen ist also die Gefahr, dass er im ersten Match bei den Australian Open 2019 merken wird, dass es nicht geht. Ist er hingegen fit genug, ist der Stier von Manacor ein ganz natürlicher Topfavorit, den man immer auf dem Zettel haben sollte. Zur Quote von 9,00* wird es uns aber nicht leicht gemacht. Auf der einen Seite bekommen wir eine hoch attraktive Quote geboten, auf der anderen Seite könnte die Wette gleich im ersten Spiel oder sogar vor Turnierstart noch platzen, falls Rafa merkt, dass es noch nicht wieder geht. Tendenziell würden wir daher eher andere Wetten empfehlen und für einen möglichen Tipp auf den Mallorquiner noch abwarten, wie sein Turnierstart verläuft. Auch auf die Gefahr hin, dass seine Siegquote bei erfolgreichem Start rapide fällt.

Alexander Zverev – Das erste große Turnier als amtierender Weltmeister

Der 21-jährige Deutsche Alexander Zverev ist spätestens bei den ATP Finals 2018 endgültig im Tennis-Olymp angelangt. Zwar gewann „Sascha“ schon vor seinem Gesamtsieg bei dem Jahresabschlussturnier in London insgesamt drei Major-Titel bei ATP Turnieren aus der Rubrik „ATP World Tour Masters 1000“, allerdings blieb er auf den ganz großen Bühnen – insbesondere bei den Grand Slam Turnieren – stets hinter den Erwartungen zurück. Kaum aber wird sein Trainerteam, in dem sein Vater vorwiegend das Sagen hat, in Form von Ivan Lendl durch eine echte Tennis-Koryphäe ergänzt, da klappt es auf einmal auch mit dem ganz großen Wurf für den jungen Deutschen, der für den Gewinn der Weltmeisterschaft im Halbfinale Roger Federer und im Endspiel Novak Djokovic aus dem Weg räumen musste. Damit hat er einmal mehr unter Beweis gestellt, dass er an guten Tagen mit jedem Spieler konkurrieren kann und spätestens nach Karriereende der Altstars freie Bahn in der ATP World Tour haben dürfte. Besonders positiv noch dazu: Der groß gewachsene Hamburger hat keine unbedingte Präferenz und gilt als Allrounder, der auf allen Belägen sehr gut zurechtkommt. Und dennoch stehen die Australian Open 2019 nicht unter dem allerbesten Vorzeichen für ihn. Einerseits kam er hier noch nie über die dritte Runde hinaus und andererseits war sein Saisonstart innerhalb der ersten zwei Wochen von gleich zwei Verletzungen zurückgeworfen worden. Im Rahmen des Hopman Cups konnte er zwar die ersten drei Einzel allesamt gewinnen, ehe erst Roger Federer im Endspiel ihn stoppen konnte, dann allerdings musste er seine Teilnahme an dem Einladungsturnier in Adelaide wegen einer Zerrung zurückziehen. Zuletzt knickte er auf dem Trainingscourt in Melbourne unglücklich um und musste anschließend humpelnd das Trainingsspiel mit Lokalmatador Marc Polmans absagen. Ob er am Montag spielbereit ist, wird sich erst noch zeigen müssen. Und wenn ja, so lautet die Preisfrage natürlich, wie belastbar er ist, um hier notfalls sieben Matches zu durchstehen, wobei ihm schon in der dritten Runde mit Jack Sock oder Gilles Simon ein dicker Brocken droht. Sollte er anschließend tatsächlich erstmals das Achtelfinale bei den Australian Open erreichen, würde das Niveau noch mehr anziehen. Zur Debatte stünden in der dritten Sektion des Turnierbaums Namen wie Hyeon Chung, Nick Kyrgios, Milos Raonic oder auch 2014 Champion Stan Wawrinka. Dennoch: Für Zverevs möglichen Gesamtsieg bekommen wir gemessen an seiner hohen Position in der Setzliste, seines erfahrenen, neuen Ratgebers Ivan Lendl und seines großen Coups bei den ATP Finals 2018 eine hoch attraktive Quote von 13,00* angeboten. Eine Wette, die trotz dem Risiko, dass es ihn ernsthafter verletzt haben könnte, viel Value verspricht…

Die Quoten für Gesamtsieger der Männer bei den Australian Open 2019

Spieler Gesamtsieger Quoten
Novak Djokovic 2,20
Roger Federer 5,50
Rafael Nadal 9,00
Alexander Zverev 13,00
Marin Cilic 26,00
Kei Nishikori 26,00
Karen Khachanov 26,00
Kevin Anderson 29,00
Nick Kyrgios 34,00
Borna Coric 41,00
Grigor Dimitrov 41,00
Milos Raonic 41,00
Dominic Thiem 41,00
Stefanos Tsitsipas 41,00
Stan Wawrinka 41,00
Andy Murray 51,00
Daniil Medvedev 67,00
Denis Shapovalov 67,00
David Goffin 67,00
Roberto Bautista-Agut 67,00
Alex De Minaur 101,00
Tomas Berdych 101,00
John Isner 101,00
Hyeon Chung 101,00
Kyle Edmund 101,00

Hinweis: Sämtliche in diesem Beitrag genannten Quoten* sind auf der Webseite von Bet365 am Freitag, den 11. Januar 2019, um 13:37 Uhr (MEZ) abgerufen worden.

Zur Webseite von Bet365


Die genannten Angebote sind möglicherweise auf Neukunden beschränkt oder nicht mehr gültig. Es gelten die AGB des Wettanbieters. Genaue Details ersehen Sie bitte direkt aus der Webseite des Wettanbieters. Alle Tipps basieren auf der persönlichen Meinung des Autors. Es gibt keine Erfolgsgarantie. Bitte wetten Sie mit Verantwortung. 18+

* Alle angegebenen Wettquoten waren zum Zeitpunkt der Erstellung des Artikels gültig. Jede Wettquote unterliegt Schwankungen. Bitte überprüfen Sie die aktuellen Quoten beim jeweiligen Wettanbieter!

Aktuelle News, Prognosen & Wettquoten:

Die Top 3 Wettanbieter: