Wimbledon 2017 Männer – Wetten, Favoriten & Quoten

30. Juni 2017

Roger Federer - © lev radin / Shutterstock.com

Von Montag, den 3. Juli 2017, bis einschließlich Sonntag, den 16. Juli 2017, findet The Championships, Wimbledon, statt. Es ist das dritte von vier Grand Slam Turnieren im Kalenderjahr und somit startet die zweite Jahreshälfte der laufenden Saison mit einem regelrechten Kracher, wenn das prestigeträchtigste Tennis Turnier der Welt in seine schon sage und schreibe 131. Auflage geht. Es ist außerdem nur drei Wochen nach dem Ende der French Open 2017 die letzte Station in der ungleich kurzen Etappe der ATP World Tour, die auf Rasen absolviert wird, wodurch manche Spieler, die auf beispielsweise Sand als besonders versiert gelten, nun etwas in den Hintergrund treten werden, während Profis, denen Rasen eben gut liegt, jetzt die Chance haben, auf dem Radar aufzutauchen. So bevorteilt der grüne Belag nämlich vor allem die sogenannten Aufschlagriesen, sprich Spieler mit einer überdurchschnittlich großen Körpergröße sowie starken Aufschlägen. Auf keinem anderen Belag werden nämlich sonst so viele Asse geschlagen und so wenige Breaks erzielt, was es diesen Profis besonders leicht macht, das eigene Aufschlagspiel konsequent durchzuziehen.

Damit geht allerdings auch einher, dass es in Wimbledon, wo die Zuschauer auf den Rängen passend zum sommerlichen Wetter traditionell mit Erdbeeren mit Sahne versorgt werden, so viele Tiebreaks gibt, wie nirgendwo sonst. Weil zudem typisch für ein Grand Slam Turnier der Entscheidungssatz, der bei den Männern beim Stand von 2:2 erforderlich werden würde, nicht per Tiebreak entschieden werden darf, sondern mit zwei Spielen Vorsprung gewonnen werden muss, gab es auch so manches Mal schon echte Marathonspiele. Unvergessen dabei die Erstrundenbegegnung des Jahres 2010 zwischen John Isner und Nicolas Mahut, in welcher es im Entscheidungssatz in einem Spiel, das sich mit einer Gesamtlänge von mehr als elf Stunden über drei Tage hinweg erstreckte, am Ende 70:68 stand.

Gemeldet haben sich für das mit Spannung erwartete Traditionsturnier, das im Vereinigten Königreich im All England Lawn Tennis and Croquet Club in London ausgetragen wird, alle Spieler, die Rang und Namen haben. So ist alleine die gesamte Top 20 aus der ATP Weltrangliste geschlossen und ohne eine einzige Absage vertreten. Brisant ist dabei, dass gleich drei Spieler punktetechnisch den Lokalmatador und Titelverteidiger Andy Murray vom Thron stürzen und auf Platz eins in ATP Weltrangliste springen könnten. Dies sind die beiden French Open Finalisten Rafael Nadal und Stan Wawrinka sowie der dreifache Wimbledon-Sieger Novak Djokovic. Als Topfavorit gilt bei diesem Turnier jedoch gewiss ein anderer, nämlich der Schweizer Roger Federer, der bereits sieben Mal den Siegerpokal von Wimbledon in Empfang nehmen durfte und mit seinem möglicherweise achten Triumph hier theoretisch zum alleinigen Rekordsieger avancieren könnte. Aktuell teilt er sich den ersten Platz in der ewigen Bestenliste noch mit Pete Sampras sowie William Renshaw, der seine sieben Siege jedoch noch in der „Amateur Era” holen konnte und dementsprechend nur der Vollständigkeit halber noch in den Geschichtsbüchern Erwähnung findet.

In diesem Beitrag haben wir für Ihre Tennis Wetten nun die Topfavoriten auf den diesjährigen Turniersieg bei The Championships, Wimbledon, genauer unter die Lupe genommen.

Alle Wettquoten von Bet365

Roger Federer – Aller guten Dinge sind drei?

Der 35-jährige Schweizer Roger Federer stand schon in den Jahren 2014 und 2015 kurz davor, zum alleinigen Rekordsieger von Wimbledon zu avancieren, als er sich hier in seine Endspiele Nummer acht und neun spielen konnte, am Ende aber dem serbischen Superstar Novak Djokovic jeweils knapp unterlag. Nachdem er dann im letzten Sommer schließlich im Halbfinale nach 2:1-Führung doch noch mit 2:3 an Milos Raonic gescheitert war und anschließend fast das gesamte restliche Jahr verletzungsbedingt ausfiel, rechneten nicht wenige Experten damit, dass es bei diesen neun Endspielen und sieben Titeln bleiben würde, lag das Karriereende von „King Roger“ doch nahe. Doch der Schweizer strafte alle vermeintlichen Fachleute Lügen und meldete sich in 2017 mit Pauken und Trompeten wieder in der ATP World Tour zurück. Nicht nur gewann er dabei kurzerhand die Australian Open 2017 zum Jahresbeginn und sicherte sich seinen sage und schreibe 18. Grand Slam Titel, er fuhr auch in der Folgezeit souverän Titel um Titel ein, wie beispielsweise das gesamte Sunshine Double, bestehend aus den beiden Masters-Turnieren in Indian Wells und Miami. Für die Sandsaison, in der er sich schon immer schwer tat, hat er sich kurzerhand zwei Monate zur Regeneration genommen, nur um sich am vergangenen Wochenende in Halle im sechsten Turnier, in dem er in 2017 erst teilgenommen hat, bereits den vierten Einzeltitel zu sichern. Als einer der begnadetsten Rasenspieler überhaupt gilt er nun logischerweise bei einer Jahresbilanz von 24 Siegen bei erst zwei Niederlagen als der haushohe Favorit auf den Turniersieg in Wimbledon, wofür auch die Quote von 3,25 seitens der Buchmacher spricht. Unsere Empfehlung geht dementsprechend ebenfalls dazu, auf den achten Wimbledon-Sieg des Schweizers zu setzen, der in der laufenden Saison ein fast schon unverschämtes Comeback der Superlative hinlegt.

Andy Murray – Rückschlag um Rückschlag

Für den 30-jährigen Briten Andy Murray setzt sich das Seuchenjahr nahtlos fort. Von einem überraschenden Aus im Achtelfinale der Australian Open 2017 gegen Underdog Mischa Zverev über eine längere Verletzungspause wegen Erkrankung an der Gürtelrose bis hin zu bemerkenswert vielen Turnieren, in denen er nicht über die erste Runde hinausgekommen war, lief für den Schotten noch nicht allzu viel zusammen. Lediglich bei dem vergleichsweise kleinen ATP World Tour 250er Turnier in Dubai klappte alles und er holte sich gegen Underdog Fernando Verdasco zumindest einen Titel im laufenden Jahr. Und nun könnte der Brite, der als Titelverteidiger in das in London stattfindende Heimturnier geht, erneut einen heftigen Rückschlag erleiden, steht doch aktuell seine Teilnahme an dem Turnier in der Schwebe. Nachdem er sein einziges Pflichtspiel auf Rasen im Anschluss an die French Open bei den Aegon Championships in London vorletzte Woche kurzerhand mit 0:2 gegen den australischen Underdog Jordan Thompson (ATP 90) verloren hatte, klagt der Weltranglistenerste, dessen Topranking wie eingangs erwähnt hier in Wimbledon vakant ist, aktuell über Hüftschmerzen, wegen derer er gestern schon sein zweites Testspiel für das Grand Slam Turnier absagen musste. Selbst wenn er also am kommenden Montag fit genug sein sollte, um an den Start zu gehen, bleibt es doch ebenso fraglich, ob er so gut in Form ist, nun erneut ein langes und kräftezehrendes Grand Slam Turnier bis zum bitteren Ende durchhalten zu können, nachdem sich sein Spielrhythmus bei den vielen Rückschlägen einfach nicht einstellen will. Ein Turniersieg ist zwar keineswegs kategorisch ausgeschlossen, für die nicht ganz so attraktive Quote von 5,00 auf seine Titelverteidigung sind uns das jedoch ein paar Fragezeichen zu viel, weswegen wir Ihnen vom Tipp auf den Briten abraten würden – zumindest im Vorfeld des Turniers.

Überdurchschnittliche Wettquoten
Bestes Live Wetten Angebot
Toller Kundensupport

Rafael Nadal – Der nächste Showdown mit seinem Langzeitrivalen?

Traditionell ist der 31-jährige Sandplatzkönig Rafael Nadal alles andere als ein Topkandidat für das Rasenturnier in Wimbledon. Zwar konnte der Spanier die Wimbledon Championships in den Jahren 2008 und 2010 auf dem Höhepunkt seiner Karriere ebenfalls schon zwei Mal gewinnen, in den letzten fünf Jahren war er jedoch nicht ein einziges Mal mehr unter den letzten acht Spielern gestanden, die das Viertelfinale erreicht haben. Obschon man deshalb eigentlich klar dazu tendieren sollte, den auf Rasen von seiner Veranlagung her nicht optimal zur Geltung kommenden Mallorquiner nicht für den Turniersieg in Erwägung zu ziehen, kommt ihm dennoch eine Sache hier entscheidend zu Gute: Er spielt genau wie Roger Federer ein verblüffend starkes Jahr, in dem er nicht nur schon vier Turniere gewinnen konnte – darunter unter anderem zum zehnten Mal in seiner Karriere sein Lieblingsturnier, die French Open –, sondern in dem er auch bei den Australian Open 2017 bereits überraschend das Finale bei einem Turnier erreicht hatte, das ihm mit Blick auf die Vergangenheit nicht immer allzu sehr gelegen hat. Überdies ist es nach der Auslosung sogar möglich, dass es erneut auf einen Showdown im Finale mit Langzeitrivale Roger Federer hinauslaufen könnte, wo letztlich – wie so oft auf diesem Niveau – Nuancen entscheiden werden. Der Turniersieg von Rafa wäre zweifelsfrei eine Überraschung, bei seiner Jahresbilanz von 43 Siegen und erst sechs Niederlagen (davon übrigens gleich drei Stück gegen Roger Federer) ist er aber mindestens ein Geheimfavorit in Wimbledon. Für die Quote von 5,50 kann man eine kleine Wette durchaus in Erwägung ziehen, obschon Roger Federer im direkten Vergleich sicherlich als Favorit markiert werden sollte, sofern es zu diesem Traumfinale kommen würde.

Novak Djokovic – Ein Comeback mit Pauken und Trompeten wäre möglich

Auf einen Schlag könnte sich der 30-jährige Serbe Novak Djokovic, der zuletzt auf Platz vier in der ATP Weltrangliste abgerutscht ist, in Wimbledon nun wieder zurückmelden, wenn er sich nicht nur seinen 13. Grand Slam Titel sichern könnte, sondern theoretisch sogar Platz eins in der ATP Weltrangliste zurückerobern würde, sofern seine Konkurrenten Andy Murray, Rafael Nadal und Stan Wawrinka nicht ebenfalls bis in die letzten Runden vordringen werden. Dabei muss der Djoker auch ins dritte Grand Slam Turnier in diesem Jahr von ungewohnter Position aus starten, ist der topgesetzte Spieler doch erneut Andy Murray. Problematisch wird das für den Djoker vor allem deshalb, weil ihm bereits in Runde drei Juan Martin del Potro drohen könnte, der ihn bereits letztes Jahr bei Olympia bezwingen konnte, während es spätestens im Halbfinale mit Topfavorit Roger Federer ein vorgezogenes Finale aus Sicht vom serbischen Superstar geben würde, in dem er definitiv all seine Kraft brauchen wird. Und selbst, wenn es gegen den Federer-Express dann klappen sollte, wäre im Endspiel von Andy Murray über Rafael Nadal bis hin zu einem anderen Rasenexperten, der aus diesem Baum letztlich überraschend hervorgehen würde, noch ein weiteres Hammerlos möglich. Kurzum: der Turniersieg von Nole mag bei einer Quote von 7,00 zwar verlockend sein – erst recht, weil der Schützling von Andre Agassi schon drei Mal hier in London den Titel einfahren konnte –, wir halten ihn insgesamt aber dennoch für recht unwahrscheinlich.

Alexander Zverev – Maximal Geheimfavorit

In dem bisher bärenstarken Jahr sollte man den neuen deutschen Superstar, den 20 Jahre jungen Alexander „Sascha“ Zverev, ebenfalls immer auf dem Zettel haben, obschon er hier in Wimbledon maximal ein Geheimfavorit sein kann. Schließlich konnte der ATP Next Generation Überflieger des Jahres nicht nur erstmals in die Top 10 der ATP Weltrangliste einziehen und sich im Rahmen der drei Turniersiege in 2017, die er schon auf dem Konto hat, unter anderem das erste ATP World Tour Masters 1000er Turnier überhaupt sichern, sondern er hat auch schon nahezu alle Spieler, die Rang und Namen haben, schon mal geschlagen. Unter anderem gewann er im Januar auch gegen Roger Federer, wobei das beim Hopman Cup ausgetragene Match nicht in ihre jeweiligen ATP Jahresbilanzen eingeflossen ist, wo Sascha mit 33 Siegen und erst zwölf Niederlagen wirklich hervorragend da steht. Um ein Haar hätte er sich nun sogar auf Rasen seinen ersten Turniersieg in Halle geholt, als er wie schon im Vorjahr ins Endspiel vordringen konnte, dort dann jedoch vom Rasenexperten Roger Federer eine Lehrstunde erteilt bekam. Geheimfavorit ist er nun allemal, jedoch droht in Runde zwei mit Robin Haase gleich der erste unangenehme Gegner, ehe sein Weg anschließend über Namen wie Jack Sock, Milos Raonic, Roger Federer, Novak Djokovic und Andy Murray, bzw Rafael Nadal, (in dieser Reihenfolge) zum Titel führen müsste. Kurzum: die Quote von 21,00 ist zwar attraktiv, zum möglicherweise ersten Grand Slam Sieg des Youngsters wäre es dennoch ein extrem weiter Weg

Die Quoten für Gesamtsieger der Männer bei Wimbledon 2017

Spieler Gesamtsieger Quoten
Roger Federer 3,25
Andy Murray 5,50
Rafael Nadal 5,50
Novak Djokovic 7,00
Milos Raonic 17,00
Marin Cilic 17,00
Alexander Zverev 21,00
Nick Kyrgios 23,00
Grigor Dimitrov 26,00
Stan Wawrinka 29,00
Dominic Thiem 34,00
Juan Martin del Potro 41,00
Kei Nishikori 67,00
Jo-Wilfried Tsonga 67,00
Feliciano Lopez 67,00
Tomas Berdych 81,00
Gilles Müller 101,00
Richard Gasquet 101,00
Lucas Pouille 126,00
Jack Sock 126,00

Alle Wettquoten von Bet365

Zur Webseite von Bet365

Aktuelle Gratis Wetten & Bonus-Aktionen:

Aktuelle News, Prognosen & Wettquoten:

Die Top 3 Wettanbieter: