Wetten am Saisonende – die letzten Runden einer Meisterschaft


Sportwetten Strategie - Ratgeber für erfolgreiches Wetten

Vielleicht kommt Ihnen ja folgende Situation bekannt vor: Sie haben am Saisonende eine Kombi-Wette am Laufen und haben unter anderem als sichere Bank den Tipp darauf mit aufgenommen, dass der schon seit geraumer Zeit feststehende Meister einer Liga (bspw. der FC Bayern München in Deutschland oder Juventus Turin in der Serie A oder der FC Basel in der schweizerischen Super League) sein Heimspiel gegen den Abstiegskandidaten gewinnt. Und ausgerechnet dieser Tipp, der ohnehin nur eine schwindend geringe Quote im Bereich 1,05 bis vielleicht maximal 1,20 aufgewiesen hat, ist es am Ende, der Ihnen den Tippschein ruiniert.

Jeder Sportwetter hat früher oder später mal diesen einen eigentlich als bombensicher bewerteten Tipp auf dem Schein, der am Ende alles zerstört. Aber lautet der damit verbundene Rückschluss, dass es gerade bei Wetten am Saisonende, wenn die letzten Runden einer Meisterschaft anstehen, zunehmend lukrativ wird, auf die Außenseiter zu setzen, was mit in der Regel astronomisch hohen Quoten einhergeht? Und ist es wirklich so, dass sich eine Mannschaft, die schon vorzeitig die Meisterschaft feiern konnte, an den finalen Spieltagen hängen lässt und mit der berühmt-berüchtigten Katerstimmung nach dem Meistertaumel besonders angreifbar ist?

Fragen wie diese wollen wir im heutigen Sportwetten Ratgeber eingehend durchleuchten, wenn wir uns mit dem Thema „Wetten am Saisonende“ in aller Ausführlichkeit auseinandersetzen möchten. Dabei wollen wir nicht nur darauf schauen, was es hierbei zu beachten gilt, sondern in vorliegende Statistiken darüber blicken, wie lukrativ es tatsächlich ist, einerseits gegen eine Mannschaft zu wetten, für die es um nichts mehr geht, oder andererseits auf ein Team zu setzen, das zwingend den Sieg benötigt. Im abschließenden Fazit unseres Sportwetten Ratgebers fassen wir Ihnen die hieraus resultierenden Erkenntnisse zusammen und erklären Ihnen, welches Tippverhalten in den letzten Runden einer Meisterschaft in einen positiven Erwartungswert führt.

Was es bei Wetten am Saisonende zu beachten gilt

Wenn die Saison startet, dann werden alle Zeiger aller Uhren buchstäblich wieder auf Null gesetzt. Alle Mannschaften einer Liga beginnen mit null Punkten und frühestens nach einem Drittel der Saison kristallisieren sich die ersten Tendenzen heraus, die allerdings bis zum Saisonende nicht immer bestätigt werden. Kurzum: gerade zu Saisonbeginn ist vieles noch völlig offen. Welche Mannschaft kommt wie gut aus den Startlöchern? Wer hat seine Abgänge am adäquatesten ersetzt? Wo gab es möglicherweise größere Umbrüche? Zusammen gefasst also: wie weit ist welches Team schon?

Weitere Faktoren kommen dann erst wieder in der Winterpause dazu, sofern die zu betrachtende Liga eine Winterpause hat (was beispielsweise in der englischen Premier League ja nicht der Fall ist), bzw. im Wintertransferfenster, wenn es in manchen Teams noch mal zu einschneidenden Abgängen oder möglichen Zugängen kommen kann, was das Mannschaftsgefüge positiv und negativ zu verändern im Stande ist. Spätestens aber nach den ersten paar Spielen der Rückrunde dürfte klar sein, in welche Richtung die Reise geht. Saisonziele müssen ggf. nachkorrigiert werden – sei dies nach oben, weil es überraschend gut lief, oder eben nach unten, weil in manchen Bereichen die Probleme zu groß waren (bspw. wegen vielen Verletzungen). Lange Rede, kurzer Sinn: wer nach ca. 25 von 34 Ligaspielen in Deutschland noch immer im Abstiegsschlamassel steckt, der wird wohl kaum noch den Sprung nach Europa schaffen, während die Frage für die Teams im oberen Tabellendrittel in der Regel lautet, ob die Reise in die Champions League, in die Europa League oder in keinen von beiden Wettbewerben gehen wird.

Bei den daraus resultierenden Wetten am Saisonende liegen also nicht nur unzählige Ergebnisse der aktuellen Mannschaft vor, die in eine Analyse münden können (bspw. wie stabil die Defensive von Mannschaft A ist oder wie viele Torchancen der Angriff von Team B pro Torerfolg benötigt), sondern es wird auch schnell deutlich, wie dringend die beiden sich gegenüberstehenden Teams den Sieg nun brauchen. Und klar ist dabei natürlich auch, dass ein Team, dem rechnerisch das Erreichen des Saisonziels nicht mehr zu nehmen ist, definitiv nicht um jeden Preis alles in die Waagschale werfen wird – erst recht, wenn man noch in anderen Wettbewerben (nationaler Pokal oder europäischer Wettbewerb) vertreten ist.

Zum Thema Doppelbelastung haben wir Ihnen dabei an dieser Stelle schon einen Beitrag erstellt. Und auch mit dem Thema, wie Mannschaften in ihre „Generalprobe“ in der nationalen Liga vor einem wichtigen EL oder CL Spiel gehen, haben wir uns hier schon intensiv auseinander gesetzt. Blicken wir nun also gemeinsam im heutigen Beitrag auf die Frage, ob es sich lohnt, bewusst gegen solche Mannschaften zu wetten, für die es vermeintlich um nichts mehr geht, ehe wir die umgekehrte Strategie aufgreifen und uns die Frage stellen, ob Mannschaften, die den Sieg unbedingt brauchen, nun größere Chancen haben, am Ende auch tatsächlich als Sieger den Platz zu verlassen.

Wetten gegen Mannschaften, für die es um nichts mehr geht

Wie intensiv ein Spiel am Ende noch werden kann, in dem es für eine Mannschaft eigentlich um gar nichts mehr geht, zeigt unter anderem ein Blick auf das Match zwischen RB Leipzig und dem FC Bayern München am 34. Spieltag der letzten Saison. Am Ende siegte der schon sicher feststehenden deutsche Meister auswärts beim ebenfalls schon sicheren Vizemeister mit 5:4 in einem hochkarätigen Fußball Leckerbissen. Und genau dieses Spiel zeigt es nun: selbst gegen ein bissiges RB Leipzig, das mit einem Heimsieg gegen den deutschen Rekordmeister rein gar nichts mehr an seiner Tabellensituation verändert hätte, konnte sich eine Topmannschaft wie der FC Bayern München noch mal vollständig motivieren und sich am Ende den Sieg sichern.

Tatsächlich ist es nämlich ein Irrglaube, dass Mannschaften, für die es um nichts mehr geht, nun übermäßig oft verlieren. Zwar kann es mal vorkommen, dass ein Team sich temporär hängen lässt, wenn der Druck abfällt (bspw. nach erreichtem Klassenerhalt oder weil die Europa League Plätze rechnerisch nicht mehr möglich sind), sollte ein Tipp gegen dieses Team dann nun aber lukrativ sein, so wäre er es gewiss auch schon vorher gewesen, weil eine solche Mannschaft sich erfahrungsgemäß auch während der Saison schon hier und da mal hat hängen lassen.

Kurzum: es wird von der Statistik nicht getragen, dass Mannschaften, für die es um nichts mehr geht, nun auffällig oft verlieren, weswegen Wetten gegen solche Teams grundsätzlich zwar lukrativ sein können, dann allerdings, weil andere Faktoren zusammenkommen, während der Aspekt, dass es um nichts mehr geht, in der Regel keine Wette begünstigt, die nicht ohnehin schon im positiven Erwartungswert gelegen hätte.

Wirklich lukrativ könnte es also ohnehin nur bei den vermeintlichen Meistern werden, die noch ein paar Spieltage zu bestreiten haben, aber rechnerisch nicht mehr von Platz eins verdrängt werden können. Hierzu noch ein wichtiger Aspekt vorab: selbst die erfolgreichsten Landesmeister der europäischen Topligen gewannen am Ende der Saison maximal 70-80% ihrer Spiele, blieben also in der Vergangenheit in zwei bis drei von zehn Spielen ohne Sieg. Und trennt man hier in der Bewertung die Saison in zwei Teile, nämlich den Weg bis zur Meisterschaft und die Spiele, bei denen die Mannschaft von als sicherer Meister festgestanden ist, so fällt auf, dass dieser Wert oft über 80% liegt. Der Rückschluss lautet also: sobald es für den sicheren Meister um nichts mehr geht, gewinnt er statistisch betrachtet noch häufiger seine Spiele als zuvor. Das schließt zwar ein, dass es auch hier mal ein Remis oder eine Niederlage geben kann, mit positivem Erwartungswert kann darauf allerdings nur in seltenen Fällen spekuliert werden.

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Wetten auf Mannschaften, die „gewinnen müssen“

Sicherlich lassen sich umgekehrt auch zahlreiche Belege finden, bei denen der 17. der Tabelle gegen den Tabellenführer mal einen Sieg geholt hat, mit dem er am letzten Spieltag dann doch noch auf den Relegationsplatz gesprungen ist, bzw. den Klassenerhalt geschafft hat. Tatsächlich ist aber auch diese Wettart nicht von der Statistik gedeckelt. So gibt es im Gegenteil nämlich eine hochinteressante Beobachtung, die Erfolgsautor Kevin Pullein in seinem Buch „The Definitive Guide to Betting on Sports“ aus dem Jahr 2004 trifft.

Pullein hat hier zehn Saisons am Stück die Mannschaften aus der zweithöchsten englischen Spielklasse analysiert, die bei den Spielen in den letzten Runden einer Meisterschaft noch Chancen hatten, in die Premier League aufzusteigen, bzw. in die Playoffs zu den Aufstiegsspielen zu kommen. Rein von der Annahme her, dass diese Teams, die nun „gewinnen müssen“, um es eine Liga höher zu schaffen, nun besonders motiviert sein müssten und sich besonders stark reinhängen würden, wäre eigentlich davon auszugehen gewesen, dass diese Aufstiegsaspiranten prozentual gesehen mehr Spiele gewinnen als in der vorherigen Saison. Tatsächlich ergibt die Analyse von Pulleit aber, dass Mannschaften mit Aufstiegschancen in den letzten Runden einer Meisterschaft proportional gesehen so schlecht abschneiden wie in dem gesamten Verlauf der Saison nicht. Und der Rückschluss ist folgenschwer, denn er gesagt: Nicht nur, sind Wetten auf Mannschaften, die unbedingt gewinnen müssen, nicht sonderlich lukrativ, sondern noch viel schlimmer: sie sind mit einem besonders negativen Erwartungswert versehen.

Wetten am Saisonende – Das Fazit

Die beiden Beobachtungen aus den letzten beiden Punkten miteinander vereint, ergibt sich eine andere, hochinteressante Wettmöglichkeit. Nämlich Situationen zu suchen, in denen es für den vermeintlichen Meister gegen ein Team geht, das nun zwingend gewinnen muss. Verbindet man nämlich die Beobachtung, dass der Meister, der schon durch ist, nun eine höhere Siegquote in der Restsaison hat als zuvor, mit der Beobachtung, dass die Mannschaft, die dringend gewinnen muss, in den letzten Runden so schlecht abschneidet wie in der gesamten Saison nicht, so ergibt das hier eine klare Verschiebung in Richtung des eigentlichen Favoriten. Und hier können Sie einerseits von oftmals wegen des Tippverhaltens der Massen (die nun aus den falschen Überlegungen heraus auf den Außenseiter tippen) von hohen Quoten profitieren (lesen Sie hier, wie genau Quoten sich entwickeln und verändern). Und andererseits bekommen Sie genau die Prozentpunkte für Favoritenwetten (erst recht bei Kombi-Wetten), die normalerweise zum positiven Erwartungswert fehlen.

Wir hoffen, Ihnen und Ihrem Wettverhalten mit unserem heutigen Sportwetten Ratgeber zum Thema „Wetten am Saisonende – die letzten Runden einer Meisterschaft“ den entscheidenden Boost gegeben haben zu können, den Sie auf dem Weg zum nachhaltigen und langfristig erfolgreichen Wetten brauchen. Wir freuen uns, wenn wir Sie auch nächste Woche wieder als Leser/in von unserem wöchentlichen Sportwetten Ratgeber begrüßen dürfen!




Die genannten Angebote sind möglicherweise auf Neukunden beschränkt oder nicht mehr gültig. Es gelten die AGB des Wettanbieters. Genaue Details ersehen Sie bitte direkt aus der Webseite des Wettanbieters. Alle Tipps basieren auf der persönlichen Meinung des Autors. Es gibt keine Erfolgsgarantie. Bitte wetten Sie mit Verantwortung. 18+

* Alle angegebenen Wettquoten waren zum Zeitpunkt der Erstellung des Artikels gültig. Jede Wettquote unterliegt Schwankungen. Bitte überprüfen Sie die aktuellen Quoten beim jeweiligen Wettanbieter!

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