Wer wird neuer Trainer bei Bayern München? Wetten & Quoten

29. September 2017

Bayern München - © mr3002 / Shutterstock.com

Am Donnerstag, den 28. September 2017, endete nach gerade einmal etwas mehr als 13 Monaten Amtszeit die Karriere von Carlo Ancelotti als Chefcoach vom FC Bayern München. Nur einen Tag nach dem Debakel und der 0:3-Packung, die die Bayern bei Paris Saint-Germain am zweiten Spieltag der Champions League hinnehmen mussten, haben die Verantwortlichen beim deutschen Rekordmeister damit die Reißleine gezogen. Und das, obwohl unter dem italienischen Trainer, der als einziger Coach mit drei unterschiedlichen Vereinen die Champions League gewinnen konnte in seiner Karriere, die Bilanz gar nicht mal so übel war. Von zehn Pflichtspielen in der Saison 2016/17 gab es sieben Siege, ein Unentschieden und zwei Niederlagen, wobei man in Hoffenheim bereits letzte Saison verlor und auch die Niederlage bei einem derartig spielstarken Gegner wie Paris Saint-Germain durchaus in Ordnung geht, verlor hier doch gerade erst in der abgelaufenen Saison ein Verein wie der FC Barcelona gar mit 0:4.

Auf der Haben-Seite steht dafür ein Sieg gegen Borussia Dortmund, der zum Titel (Super Cup 2017/18) führte – und das wohlgemerkt gegen einen Gegner, der aktuell in der Bundesliga jeden Gegner nach Belieben dominiert. Umso mehr spricht also die Trennung von Carlo Ancelotti dafür, dass bei den Roten intern schon etwas länger etwas im Argen lag, was ja auch immer wieder dann durchgeblitzt war, wenn beispielsweise ein Thomas Müller früh in der Saison vor die Kameras trat und den Coach offen dafür kritisierte, ihm zu wenig Einsatzminuten zukommen zu lassen. Nun jedenfalls hat die noch junge Saison 2017/18 ihre zweite Trainerentlassung in der Beletage des deutschen Fußballs, die in dieser Form vor ein paar Wochen niemand ernsthaft auf dem Zettel gehabt hatte. Die Marschroute ist derweil klar: Am kommenden Wochenende gegen Hertha BSC Berlin übernimmt mit dem ehemaligen Co-Trainer Willy Sagnol ein ehemaliger Spieler der Bayern als Interimstrainer das Amt, ehe die anschließende Länderspielpause dafür genutzt werden wird, einen Nachfolger zu verpflichten, mit dem man mindestens die laufende Saison abschließt und vielleicht ja sogar darüber hinaus geht.

In diesem Beitrag befassen wir uns dabei mit den wilden Spekulationen, die neben Namen wie Louis van Gaal oder Jürgen Klinsmann sogar Ex-Spieler der Münchner wie Bastian Schweinsteiger und Philipp Lahm umfassen. Zumindest auf die fünf am wahrscheinlichsten geltenden Kandidaten haben wir hier nun jedenfalls einen kurzen Blick geworfen und besprechen deren Chance, neuer Trainer des deutschen Rekordmeisters zu werden, ehe wir Ihnen abschließend sämtliche Quoten der potenziellen Ancelotti-Nachfolger liefern.

Thomas Tuchel – Der rechte Mann zur rechten Zeit?

Der 44-jährige Thomas Tuchel gilt als ein durch und durch versierter Fachmann in der Fußballwelt. Dass er eine sehr gute Spielidee hat und diese mit seinem Personal auch umzusetzen weiß, hat er bei seinen beiden Stationen in Mainz und Dortmund in den vergangenen acht Jahren hervorragend unter Beweis zu stellen gewusst, obschon der amtierende Pokalsieger, der im Sommer ein Jahr vor Vertragsende seine Koffer beim BVB packen musste, sich bei beiden Stationen nicht gerade rühmlich verabschiedet hat. Unvergessen die Querelen bei Mainz, wo er in seinem letzten Jahr gemeinsam mit dem ehemaligen Sportdirektor und heutigen Schalker Christian Heidel eine regelrechte Schlammschlacht ausgetragen hatte, ehe er ein Jahr lang ohne Engagement war, nur um dann beim BVB zum zweiten Mal in seiner Karriere in die großen Fußstapfen von Jürgen Klopp zu treten. Und auch dieses Kunststück gelang dem oft sehr introvertierten und leicht verschrobenen Menschen, der wegen seiner Eigenarten von seinen Kritikern gerne als „Sheldon Cooper“ in Anlehnung an die Fernsehserie „The Big Bang Theory“ bezeichnet wird. So verkrachte er sich bei Dortmund erneut mit einem wichtigen Mann, nämlich mit Aki Watzke, und wurde nach dem gewonnenen DFB Pokal Finale offen von seinem Kapitän Marcel Schmelzer zum Abschuss freigegeben, weil er Fanliebling Nuri Sahin für das Endspiel auf die Tribüne verbannt hatte. Ob er also nachhaltig bei einem medial derartig präsenten Verein wie den Münchnern glücklich wird, ohne anzuecken, gilt als sehr fraglich. Dennoch ist er momentan vereinslos und könnte die Münchner mit seinem Sachverstand umgehend wieder zurück in die Erfolgsspur führen. Weil hier sehr vieles passt, ist Thomas Tuchel nicht nur mit einer Quote von 2,00 der ganz große Favorit bei den Buchmachern, sondern auch bei uns.

Julian Nagelsmann – Liebäugelte schon vor Wochen mit dem FCB

Er war einst der jüngste Chefcoach in der Bundesliga aller Zeiten und ist vor wenigen Monaten erst 30 Jahre alt geworden: Hoffenheim-Coach Julian Nagelsmann, der die TSG vom fast schon sicheren Abstieg aus in die Relegation rettete, anschließend die Klasse hielt und den Dorfverein nun zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte in den europäischen Wettbewerb führte. Brisant dabei: Julian Nagelsmann ist bekennender Bayern-Fan und baut derzeit mit seiner Familie im Münchner Umfeld ein Haus. Darauf vor einigen Wochen angesprochen, bekannte er sich offen dazu, in seiner Karriere sehr gerne einmal seinen Herzensverein trainieren zu wollen. Kein Wunder also, dass er auf der Liste derer, mit denen die Bayern-Verantwortlichen zumindest mal sprechen werden, ganz gewiss ganz weit oben stehen wird. Und umso mehr steigt die Chance, dass es möglicherweise schon jetzt klappt, den Shootingstar der Trainerszene aus seinem Vertrag herauszueisen, verweigerte Julian Nagelsmann doch im Anschluss an das Champions League Duell gegen Ludogorez Rasgrad (1:2-Auswärtsniederlage) ein klares Bekenntnis zu der TSG. Die Quote 2,00 zeigt dabei, wie hoch im Kurs der Wahl-Münchner steht. Der Wechsel des Coachs, der ganz gewiss erste Wahl der Bayern sein müsste, wird jedoch vorwiegend mit seinem jetzigen Arbeitgeber stehen und fallen. Denn schließlich hat er sich hier sehr viel aufgebaut und belegt mit den Sinsheimern auch aktuell wieder Platz zwei in der Tabelle, was er möglicherweise mit einem zu frühen Sprung ins ganz große Haifischbecken aufgeben müsste – insgesamt zu viele Überlegungen, die angesichts der etwas zu geringen Quote gegen diesen Tipp sprechen.

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Willy Sagnol – Nutznießer der Gesamtsituation?

Der 40-jährige Franzose Willy Sagnol kennt die Bayern natürlich aus dem Effeff, beendete der Vize-Weltmeister des Jahres 2006 doch im Jahr 2009 seine Karriere an der Säbener Straße, an die er nach ein paar Trainerstationen (Girondins Bordeaux, 2014 bis 2016) in diesem Sommer als Co-Trainer offiziell zurückgekehrt war. Nun könnte er zum Nutznießer der Gesamtsituation werden, denn gegen die Hertha wird der einstige Verteidiger erstmals in seiner Zeit als Interimstrainer auf der Bank sitzen. Dabei ist davon auszugehen, dass die Bayern die Gespräche mit Tuchel und Nagelsmann suchen werden, die beide als optimale Kandidaten gelten. Sollte es jedoch mit Tuchel keine Einigung geben und muss Nagelsmann in Hoffenheim bleiben, könnte es durchaus sein, dass auch nach der Länderspielpause noch kein passender Kandidat gefunden worden ist. Genau dann käme die große Chance des Franzosen, der mit einem guten Oktober, in dem es unter anderem auch das schwierige Pokalspiel gegen Vizemeister Leipzig geben wird sowie zum Monatswechsel auf November die Ligaspiele gegen Dortmund und Leipzig, möglicherweise von der Übergangslösung zur langfristigen Lösung werden könnte. So konnte gerade erst letzte Saison mit Alexander Nouri ein Interimstrainer bei Werder Bremen entgegen aller Erwartungen bis heute im Amt bleiben und kürzlich sein einjähriges Jubiläum feiern. Die Quote von 7,00 impliziert dabei, dass Willy Sagnol wohl dennoch erst dann ein Kandidat wäre, wenn die Gespräche mit allen Alternativen scheitern.

Jupp Heynckes – Der Favorit bei den Fans

Trainerlegende Jupp Heynckes beendete offiziell mit dem höchstmöglichen Gefühl im Jahr 2013 seine Karriere, als er mit dem FC Bayern München das Triple gewann. Seitdem ist der Weltmeister des Jahres 1974 (als Spieler), der inzwischen 72 Jahre alt ist, im wohlverdienten Fußballruhestand. Grundsätzlich besteht auch kaum ein Zweifel daran, dass es so bleibt. Fragt man jedoch bei den Bayern-Fans nach, wer denn der Lieblingskandidat für die Ancelotti-Nachfolge sei, so fällt als Antwort dennoch immer wieder sein Name. Bereits ähnlich alte Trainerlegenden wie Udo Lattek oder Otto Rehhagel haben sich dabei in der Vergangenheit ebenfalls immer mal wieder bequatschen lassen, noch mal für eine Saison in ihr altes Amt zurückzukehren. So dürften die Chancen dementsprechend definitiv gegeben sein, dass Karl-Heinz Rummenigge zumindest mal bei seinem alten Freund anrufen wird, um die grundsätzliche Bereitschaft zu erfragen. Der Triple-Sieger würde jedenfalls sofort frische Impulse in die Mannschaft bringen können, ehe im kommenden Sommer dann vielleicht ein Wechsel von Traumkandidat Julian Nagelsmann etwas wahrscheinlicher wäre als den Jungstar während der Saison aus dem laufenden Vertrag loszueisen. Daher halten wir es für durchaus vorstellbar, dass der 72-Jährige noch mal für ein gutes dreiviertel Jahr aus dem Ruhestand zurückkehren wird, was die Buchmacher bei der Quote von 7,00 recht ähnlich sehen. Insgesamt ist es zwar wahrscheinlicher, dass er am Ruhestand festhält, völlig ferner liefen ist es jedoch auch nicht, dass er offen für ein kleines Comeback ist.

Mehmet Scholl – Interessenskonflikte beseitigt

Der 46-jährige Mehmet Scholl ist ein echtes Münchner Urgestein. Geboren zwar in Karlsruhe spielte der Europameister des Jahres 1996 von 1992 bis 2007 im Dress der Roten und gilt bis heute als einer der beliebtesten Bayern-Spieler aller Zeiten, ehe er nach seiner aktiven Karriere sechs Jahre lang die Jugend- und Amateurmannschaften der Münchner trainierte. Erst als er bei der ARD zum Experten und Co-Kommentator wurde und damit den in Rente gegangenen Günter Netzer beerbte, begann der sogenannte „Interessenskonflikt“. Oft wurde Scholl für seine Aussagen im Fernsehen seitens der Bayern-Verantwortlichen offen kritisiert, weswegen er 2013 seinen Trainerposten niederlegte. Und nun hat er in diesem Sommer seinen Vertrag mit der ARD beendet, nachdem es wegen der oft polarisierenden Aussagen von ihm während der Live-Sendungen schon so manches Mal Schelte für den achtfachen deutschen Meister gab. Kurzum: Scholls „Interessenskonflikt“ ist längst beseitigt, steht er doch seit inzwischen zwei Monaten nicht mehr bei der ARD unter Vertrag. Der Weg zum Bayern-Chefcoach wäre also frei, obschon gegen ihn natürlich ganz klar die mangelnde Erfahrung spricht. Obschon er alle Spieler – vor allem die Jugendspieler – der Münchner bestens kennt, hat er noch nie eine Profimannschaft trainiert und wäre dementsprechend ein großes Risiko für den FCB. Die Quote von 15,00 gibt zwar Spielraum für einen Geheimtipp, in der Summe erscheint uns Scholl aber zum aktuellen Zeitpunkt keine vorstellbare Personalie für das vakante Traineramt an der Säbener Straße zu sein.

Wer wird neuer Trainer bei Bayern München – die Quoten

Trainer Quote
Thomas Tuchel 2,00
Julian Nagelsmann 2,00
Willy Sagnol 7,00
Jupp Heynckes 7,00
Mehmet Scholl 15,00
Jürgen Klopp 34,00
Xabi Alonso 34,00
Laurent Blanc 34,00
Joachim Löw 34,00
Jürgen Klinsmann 34,00
Frank de Boer 41,00
Lucien Favre 41,00
Markus Weinzierl 41,00
Mauricio Pochettino 41,00
Luiz Felipe Scolari 41,00
Claudio Ranieri 41,00
Andre Villas-Boas 41,00
Rafael Benitez 41,00
Maurizio Sarri 41,00
Luis Enrique 41,00
Louis van Gaal 41,00
Juan Carlos Unzue 41,00
Diego Simeone 41,00
Brendan Rodgers 41,00
Antonio Conte 41,00
David Wagner 51,00
Manuel Pellegrini 51,00
Parick Vieira 51,00
Bastian Schweinsteiger 51,00
Philipp Lahm 51,00

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