Wann machen Wetten auf „Beide Teams treffen“ Sinn?

23. Oktober 2017

Sportwetten Ratgeber

Sportwetten im Allgemeinen und Fußballwetten im Besonderen sind mehr als bloß Sieg-Wetten, Ergebnis-Wetten oder das klassische 3-Weg-System. In unseren Ratgebern haben wir Ihnen dabei bereits erklärt, wieso beispielsweise Kombiwetten auf Favoriten alles andere als empfehlenswert sind (hier klicken für den Artikel dazu). Nichtsdestotrotz lassen sich sehr gewinnbringende Kombiwetten basteln, wenn zusätzlich zu Tipps mit hohen Eintrittswahrscheinlichkeiten mit ganz gängigen, aber oft vernachlässigten Wettarten kombiniert wird. Beispielsweise mit dem Markt „Beide Teams treffen“.

Und genau mit dieser oft stiefmütterlich verwendeten Wettart möchten wir uns in diesem Beitrag etwas genauer befassen. Wir schauen dabei nicht nur darauf, wie Wetten aus der Rubrik „Beide Teams treffen“ (im Englischen auch kurz als BTTS bezeichnet, was für „both teams to score“ steht) grundsätzlich funktionieren, sondern gehen auch auf konkrete Situationen ein, in denen diese Option sehr viel Sinn macht. Abschließend ziehen wir aus den Erkenntnissen für Sie die richtigen Rückschlüsse, sodass auch Sie zukünftig bei Ihrem Wettverhalten weniger mit dem Bauch und viel häufiger mit dem Köpfchen Ihre Scheine zusammenstellen. Denn unbestritten ist, dass langfristige Gewinne bei Sportwetten mit System möglich sind.

Wetten auf „Beide Teams treffen“ – so funktioniert es

Wirklich erklärungsbedürftig ist die Wettart „Beide Teams treffen“ sicherlich nicht, da der Titel bereits aussagt, worum es geht. Wichtig ist somit nur, dass es hier entweder ein klares „Ja“ oder ein klares „Nein“ als Option gibt und dass dieser Markt mit allen üblichen Wettmöglichkeiten im Rahmen einer Kombiwette beliebig kombiniert werden kann.

Die Wette auf „Beide Teams treffen“ gilt dabei als gewonnen, sofern beide Mannschaften in der regulären Spielzeit von 90 Minuten zum Torerfolg gekommen sind, sprich einen Treffer erzielt haben, der letztlich auch in die offizielle Wertung einfließt. Abseitstore zählen hier logischerweise ebenso wenig wie Entscheidungen, die beispielsweise durch den neu eingeführten Videobeweis zurückgezogen worden sind.

Auch sollten Sie bei allen Spielen aufpassen, die in die Verlängerung und/oder ins Elfmeterschießen gehen könnten, sprich die DFB Pokal Runden im deutschen Fußball oder auch Champions League und Europa League in den Rückspielen ab der K.-o.-Phase, wo das Hinspielergebnis gespiegelt ebenfalls in die Verlängerung führen würde. In der angehängten Zeit oder im Elfmeterschießen erzielte Tore zählen in Hinblick auf diesen Markt üblicherweise nicht als gewonnen. So dürften erfahrene Tipper diese Beschränkung auf 90 Minuten bereits aus den deutschen Pokalrunden sehr gut kennen, wo Tipp X auf das Unentschieden möglich ist, obwohl am Ende in jeder Partie und in jeder Runde am Ende immer ein Sieger gefunden werden muss – spätestens per Elfmeterschießen.

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Wetten auf „Beide Teams treffen“ – warum sie oftmals Sinn machen

In unserer Reihe an Ratgeber Artikel haben wir Ihnen vor ein paar Wochen schon einmal einen Beitrag mit umfassenden Statistiken zur Bundesliga zusammengestellt. Dort ging es darum, wann die meisten Tore fallen, wie viele Tore im Durchschnitt fallen, aber auch darum, welches Ergebnis das häufigste in der Liga ist. Diesen Beitrag können Sie hier übrigens nachlesen.

Interessant dabei: das 1:1-Unentschieden ist das häufigste Ergebnis in der Fußball Bundesliga (und übrigens auch im gesamten Fußball weltweit überhaupt), während dicht gefolgt auf Platz zwei der häufigsten Ergebnisse im Fußball der 2:1-Sieg der Heimmannschaft steht. Erst danach kommt ein 1:0-Heimsieg und andere Ergebnisse. Dementsprechend lässt sich hieraus resultierend bereits festhalten, dass bei den beiden wahrscheinlichsten Ergebnissen im Fußball jeweils die Wette „Beide Teams treffen“ erfüllt wäre. Hieraus wiederum erklärt sich auch, warum seitens der Buchmacher für die Option „Ja“ (also, dass beide Teams ein Tor erzielen) in der Regel Quoten im Bereich zwischen 1,50 und 1,70 ausgeschrieben werden, während es bei der Auswahlmöglichkeit „Nein“ üblicherweise eine Quote zwischen 2,30 und 2,50 ist.

Es ist also – was in den Quoten der Buchmacher bereits Berücksichtigung findet – wahrscheinlicher, dass beide Mannschaften treffen, als dass eine oder gar beide Teams ohne Torerfolg bleiben. Natürlich sollte auch hier immer individuell geschaut werden und weitere Rückschlüsse beachtet werden. Hat beispielsweise ein Team nur eine einzige nennenswerte Offensivwaffe, wie beispielsweise der 1. FC Köln in der Saison 2016/17 mit Anthony Modeste, so kann eine Gelbsperre oder Verletzung dieses Spielers hier durchaus den Ausschlag dafür geben, dass hier ein „Nein“ auf das „Beide Teams treffen?“ möglicherweise sinnvoller sein dürfte als das „Ja“.

Auch sind Serien im Fußball immer ein gewisses Indiz, das man in seinem Wettverhalten berücksichtigen sollte. Einer Mannschaft wie Eintracht Frankfurt gelangen in der gesamten Bundesliga Rückrunde 2016/17 gerade einmal 14 Tore (Negativwert der Liga), wobei in mehreren Matches in Serie keine Torerfolge geglückt waren. Defensivstärken der Gegnermannschaft können bei glücklosen Offensiven noch erschwerend hinzukommen. Wie immer gilt also, dass das blinde Tippen auf diesen Markt letztlich so von den Buchmachern geplant ist, dass die Bank am Ende den langfristigen Gewinn einbehält. Wählen Sie die Spiele deshalb möglichst weise aus, in denen Sie auf oder gegen „Beide Teams treffen“ setzen.

Eine tolle Möglichkeit sind hier übrigens auch immer solche Partien, in denen Hin- und Rückspiel miteinander verrechnet werden müssen, beispielsweise in der K.-o.-Phase der Champions League und Europa League oder im spanischen oder italienischen Vereinspokal. Gewinnt beispielsweise Mannschaft A das Hinspiel mit 2:0, so ist die Ausgangslage für Mannschaft B klar: Vor heimischer Kulisse braucht man ebenfalls mindestens zwei Tore für die Verlängerung, während das 3:1 aber wegen der Auswärtstoreregelung nicht für das Überstehen der Runde reichen würde. Mannschaft A lauert nun also erwartungsgemäß auf einen alles entscheidenden Konter, bei dem der „lucky punch“ gesetzt werden kann. Oft enden besonders solche Spiele, in denen die eine Mannschaft einen Rückstand aufholen muss und die anderen mit nur einem erzielten Tor zur Ergebnisverwaltung übergehen kann, damit, dass am Ende beide Teams ein Tor erzielen.

„Beide Teams treffen“ in der Bundesliga – diese Mannschaften sollten Sie im Auge behalten

Damit letztendlich wirklich beide Mannschaften treffen und zum Torerfolg gelangen, muss einerseits die Torgefährlichkeit der beiden Offensiven groß genug sein und andererseits die jeweilige Abwehrkette nicht gerade aus Zement bestehen. Eine Mannschaft aus der Fußball Bundesliga, auf welche diese Einschränkungen in der Saison 2016/17 sehr gut zugetroffen hat, ist beispielsweise der SV Werder Bremen. In 26 von 34 Ligaspielen erzielten sowohl die Bremer selbst als auch ihr jeweiliger Kontrahent ein Tor, sodass die Wette erfüllt war.

In der folgenden Tabelle haben wir dabei für Sie die 18 Bundesligisten der Saison 2016/17 aufgelistet. In der Spalte BTt (für: Beide Teams treffen) finden Sie dabei die Angabe, in wie vielen der 34 Matches diese Statistik aufgegangen ist, und in der Prozent-Spalte die Zahl, wie viel Prozent aller Matches dies waren.

Mannschaft BTt %
Werder Bremen 26/34 76%
Bayer Leverkusen 23/34 68%
Borussia Dortmund 23/34 68%
SC Freiburg 22/34 65%
TSG Hoffenheim 22/34 65%
1. FC Köln 21/34 62%
FC Augsburg 19/34 56%
FC Schalke 04 19/34 56%
Borussia Mönchengladbach 19/34 56%
FSV Mainz 05 19/34 56%
FC Ingolstadt 19/34 56%
RB leipzig 18/34 53%
Hamburger SV 16/34 47%
FC Bayern München 15/34 44%
VfL Wolfsburg 15/34 44%
Darmstadt 98 14/34 41%
Hertha BSC Berlin 14/34 41%
Eintracht Frankfurt 12/34 35%

Auffällig ist bei diesen Daten der Saison 2016/17, dass jene Teams wie Bremen, die einerseits extrem viele Gegentore hinnehmen mussten, andererseits aber auch die fünftbeste Offensive gestellt haben, überdurchschnittlich weit oben gelandet sind, während Mannschaften wie Darmstadt oder Frankfurt wegen der längeren Serien ohne eigenen Torerfolg sehr am Ende rangieren. Auch Topteams wie Leipzig oder München, die überdurchschnittlich oft zu Null gewonnen haben, lagen letztendlich in Hinblick auf die Wette „Beide Teams treffen“ knapp unter den 50%.

Interessant ist es auch noch, sich die jeweiligen Topteams in den Heim- und Auswärtstabellen anzuschauen. Zunächst die Heimmannschaften, bei denen die Wette besonders oft aufgegangen ist:

Heimmannschaft BTt %
Werder Bremen 12/17 71%
FC Ingolstadt 11/17 65%
FC Augsburg 11/17 65%
Bayer Leverkusen 11/17 65%
FSV Mainz 05 11/17 65%

Und hier die Auswärtstabelle der Saison 2016/17:

Auswärtsmannschaft BTt %
Werder Bremen 14/17 82%
TSG Hoffenheim 14/17 82%
Borussia Dortmund 14/17 82%
SC Freiburg 12/17 71%
1. FC Köln 12/17 71%
Bayer Leverkusen 12/17 71%

Auffällig dabei: in beiden Tabellen liegt der SV Werder Bremen ganz weit vorne, obschon die Auswärtstabelle die eigentlich etwas interessantere ist. So ging hier bei gleich drei Mannschaften die Wetten „Beide Teams treffen“ in sage und schreibe 82% aller Fälle auf, was Ihnen für Ihre Sportwetten einen gehörigen Wissensvorsprung verpassen dürfte, während mit Freiburg, Köln und Leverkusen noch drei weitere Teams auswärts gleichermaßen torgefährlich wie anfällig für Gegentore waren, deren 71% ebenfalls wichtige Werte für die Planung von dieser interessanten Wettmöglichkeit sind.

Wetten auf „Beide Teams treffen“ – gute Ergänzungen für Kombiwetten

Wie vorhin erwähnt, liegt die Quote für „Ja“ meistens zwischen 1,50 und 1,70 (Ausnahmen bestätigen natürlich immer die Regel), während es für das „Nein“ ca. 2,30 bis 2,50 gibt. Nun haben wir Ihnen in einem anderen Ratgeber Artikel gezeigt, dass Favoritentipps bei Kombiwetten zwar sehr verlockend sind und auch gerne gespielt werden, hier aber bereits ab dem vierten Favoritentipp auf dem Schein in der Regel die Eintrittswahrscheinlichkeit schon im negativen Erwartungsbereich angelangt ist. Einfach aufgrund der Tatsache, dass selbst die absoluten Topmannschaften wie Real Madrid, Juventus Turin oder FC Bayern München auf die Saison verteilt maximal 70 bis 75% ihrer Spiele gewinnen – und das, obwohl sie am Ende deutlich Meister in ihren nationalen Ligen geworden sind. Mehr dazu können Sie auch im dazugehörigen Ratgeber Artikel nachlesen (hier klicken).

Nun ist es leider so, dass für die Siege von solchen Topfavoriten wie den eben genannten Teams in der Regel eher Quoten im Bereich 1,05 bis höchstens vielleicht 1,50 in schwierigen Auswärtsspielen ausgeschrieben werden, während Heimspiele von Real, Barca, Juventus, Bayern, Dortmund oder auch Paris Saint-Germain selten bessere Quoten als 1,20 / 1,30 hergeben – und das stets vor dem Hintergrund, dass hier statistisch mindestens eine von vier dieser Wetten nicht aufgeht. Und genau hier kommt der Markt „Beide Teams treffen“ ins Spiel, der wesentlich interessantere Quoten bei ähnlich hoher Eintrittswahrscheinlichkeit bietet, was wir mit den oben gezeigten Daten aus der Saison 2016/17 belegt haben.

Selbstverständlich kommt es natürlich immer darauf an, bei den Werten auf dem aktuellen Stand zu sein. Und natürlich ist diese Wettart nicht allzu interessant, wenn der aktuelle Tabellenführer auf das Schlusslicht seiner Liga trifft, das sich mit dem Tore schießen ohnehin reichlich schwer getan hat. Prallen aber zwei Mannschaften mit gesunden Offensiven aufeinander und sind Negativserien nicht zu erkennen, so gilt diese Wettart doch als recht lukrativ und kann ihren Tippschein mit den Kombiwetten weitaus besser boosten als es vermeintlich sichere Tipps im klassischen 3-Weg-System auf die Favoriten machen könnten.

Fazit

In diesem Beitrag haben wir uns für Sie mit der Option „Beide Teams treffen“ näher befasst. Wir sind dabei zu dem Ergebnis gekommen, dass sich dieser Wettmarkt zu konstant attraktiven Quoten vor allem im Bereich der Kombiwetten sehr gut lohnen kann, obschon es jedes Spiel, bei dem Sie sich hier für das „Ja“ entscheiden, clever auszuwählen gilt. Schließlich ist und bleibt Fußball ein sehr medienwirksames Spiel, in dem es für alles eine breite Masse an Statistiken, Bilanzen und Daten gibt. Diese zu überprüfen, sie richtig lesen und auszuwerten zu lernen, ist dabei der Schlüssel zum Erfolg, wenn es darum geht, nachhaltigen Gewinn mit Sportwetten zu erwirtschaften.




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