Wales vs. Belgien Prognose & Quoten EM 2016

29. Juni 2016

Wales vs. Belgien EM 2016

Am Freitag, den 1. Juli 2016, trifft EM Neuling Wales um 21:00 Uhr im Viertelfinale auf den Favoriten Belgien. Im Stade Pierre-Mauroy in Villeneuve-d’Ascq bei Lille begegnen sich dabei zwei Teams wieder, die bereits in der Qualifikationsrunde zur EURO 2016 das Vergnügen miteinander hatten, wobei Wales durch den 1:0-Sieg über Belgien im Rückspiel in Cardiff damals schon durch das goldene Tor von Gareth Bale (Real Madrid) die Weichen dafür stellen konnte, um heute überhaupt hier zu stehen. So ist die kleine Nation aus dem Vereinigten Königreich nämlich nach dem Sieg über Nordirland bei gleichzeitigem Ausscheiden von Irland und England ganz offiziell die letzte verbliebene britische Mannschaft unter den besten acht Nationen Europas. Bereits nach der Vorrunde war das Team von Coach Chris Coleman überraschend mit sechs Punkten sowie dem Gruppensieg vor England das beste britische Team gewesen.

Belgien hingegen konnte sich nach der bitteren Auftaktpleite (0:2 gegen Italien) nach und nach steigern und holte im Achtelfinale beim 4:0 über einen anderen Underdog, nämlich Ungarn, den höchsten aller Siege in der bisherigen K.-o.-Phase. Während also Italien als Sieger der Gruppe E gegen Spanien antreten musste und nun auf Deutschland treffen wird, profitiert Belgien letztendlich sogar noch von der Auftaktniederlage und darf nach Ungarn nun in Form von Wales gegen die nächste Nation antreten, der im Vorfeld des Turniers kaum jemand das Überstehen der Vorrunde zugetraut hatte. Dass die kampfbetonten Underdogs sich allerdings manchmal auch zu wehren wissen, hat unlängst Island bewiesen, das im Achtelfinale überraschend England aus dem Turnier befördern konnte. So verfügt Wales immerhin in Form von Superstar Gareth Bale über einen Spieler, der pro Woche so viel verdient, wie die besten Spieler der isländischen Fußballnationalmannschaft im Jahr. Bei Belgien hingegen stehen zahlreiche Spieler auf dem Platz, die mit dem Niveau des walisischen Superstars durchaus mithalten können.

Ob die Klasse des großen Favoriten aus Belgien sich hier also auch durchsetzen wird, oder ob Wales die nächste Überraschung schaffen kann, das haben wir in diesem Blogbeitrag genauer unter die Lupe genommen.

Wales – Nach Gruppensieg nun vorrangig eine Mentalitätsfrage

Mit Nordirland im Achtelfinale hat Wales zweifelsfrei das dankbarste Los gezogen, das unter den verbliebenen 16 Mannschaften zu finden war. So waren die Nordiren definitiv schwächer eingestuft als die drei walisischen Gegner der Vorrunde: Russland, England und die Slowakei. Konnte sich der überraschende Gruppensieger nach knappem Sieg über die Slowakei und ebenso knapper Niederlage gegen England noch durch ein Fußballfest gegen Russland den Gruppensieg und damit auch das Ticket für das Achtelfinale sichern (3:0), so wurde man nun gegen Nordirland allerdings vollkommen überrumpelt. Michael O’Neill schickte die Mannschaft, die hinten gegen offensivstarke Polen und Deutsche insgesamt nur zwei Gegentore hinnehmen musste, nämlich unerwartet offensiv in das Spiel gegen Nachbar Wales. Tatsächlich war Nordirland vor allem in der ersten Halbzeit dabei auch die klar bessere Mannschaft, letztendlich konnte sich Wales allerdings in erster Linie über einen mentalen Kraftakt doch noch durchsetzen. Zugegebenermaßen war das Tor zum 1:0, das nach Flanke von Gareth Bale (Real Madrid) durch ein Eigentor des 36-jährigen Gareth McAuley (West Bromwich Albion) gefallen ist, nicht komplett unverdient, dennoch konnte Wales nicht an die starken Leistungen gegen Russland anknüpfen, sondern hat hier durchaus auch das bekannte Quäntchen Glück für den Einzug ins Viertelfinale benötigt. Gegen Belgien hat man dabei nun rein gar nichts zu verlieren. Bereits in der Qualifikation hat man von der hochdekorierten Offensive des Gegners in zwei Spielen kein einziges Gegentor hinnehmen müssen, weswegen man wohl auch dieses Mal wieder von elf physisch und psychisch bestens eingestellten Walisern ausgehen darf, die alles in die Waagschale werfen werden, was sie haben.

Belgien – Probleme mit defensivstarken Gegnern

Als zwischenzeitliche Nummer 1 der FIFA Weltrangliste zum Jahresbeginn ist Belgien auch in die EURO 2016 nach Frankreich als bestes europäisches Team in dieser Wertung gegangen. Umso mehr hat man sich über die Niederlage zum Auftakt gegen Italien geärgert, als es dem von internationalen Superstars gespicktem Team von Trainer Marc Wilmots nicht gelungen ist, die Überlegenheit in etwas Zählbares umzumünzen. Stattdessen verlor man das Spiel vorrangig deshalb, weil man nicht clever genug war. Ein Kritikpunkt, der spätestens nach dem klaren 4:0-Sieg über bis dato ungeschlagene Ungarn definitiv nicht mehr zählen dürfte, setzte man sich gegen die offensiv eingestellte Truppe von Bernd Storck und Andreas Möller doch mit 4:0 in aller Deutlichkeit durch. Dennoch: das Spiel hätte auch auf den Kopf gestellt werden können, wenn Ungarn, die nach dem frühen Rückstand durch Toby Alderweireld (Tottenham Hotspur) in der 10. Spielminute weiter an der offensiven Marschroute festgehalten haben, eine seiner zahlreichen Chancen verwandelt hätte. So kam Belgien erst in der Schlussviertelstunde zunehmend zu Chancen, als Ungarn die Risikobereitschaft durch weitere offensive Wechsel deutlich erhöhte. Als konterstarkes Team konnten die roten Teufel dort ihre große Qualität ausspielen und Ungarn mit 4:0 möglicherweise etwas zu hoch aus dem Turnier befördern, wobei bemerkenswerterweise gleich zwei Jokertore erzielt werden konnten durch Michy Batshuayi (Olympique Marseille) und Yannick Carrasco (Alético Madrid). Wann immer Belgien allerdings von defensivstarken Gegnern bereits im Mittelfeld früh im Spielaufbau gestört worden ist, offenbarten sich die Schwächen der Mannschaft, die anders als beispielsweise Deutschland gegen Nordirland oder die Slowakei kaum spielerische Lösungen gegen kompakte Gegner findet. Genau hier muss sich der Favorit nun unbedingt steigern, wenn man gegen den Underdog den Einzug ins Halbfinale perfekt machen möchte.

Wales – Belgien Bilanz – Bisherige Aufeinandertreffen

Bisher hat es zwölf Spiele zwischen Wales und Belgien gegeben. Die Statistik sieht dabei wesentlich ausgeglichener aus, als man es vielleicht angesichts der eigentlich klaren Rollenverteilung der beiden Mannschaften vermuten würde. So kommt Wales nämlich immerhin schon auf vier Siege, während es bei bisher drei Unentschieden lediglich fünf Siege für Belgien sind. Gerade erst in der Qualifikation zur EM 2016 hatte man es dabei übrigens in der Gruppe B miteinander zu tun. Hier erkämpften sich die Waliser, die hinter dem Team von Marc Wilmots Gruppenzweiter wurden und sich damit direkt qualifizierten, zunächst ein 0:0 in Brüssel, ehe man beim 1:0-Sieg in Cardiff durch ein Tor von Superstar Gareth Bale den Belgiern die einzige Niederlage in der Quali zufügen konnte.

Wales – Belgien Prognose – EM 2016 Spiel am 01.07.2016

Obwohl wir bereits ausgeführt haben, dass Belgien mit kompakten Defensiven bisher viele Probleme hatte – so konnten sie gegen Irland erst zum Erfolg kommen, als der Gegner nach der Halbzeitpause (0:0) in die Offensive überging, und auch gegen Schweden musste für die Entscheidung ein Tor aus der Distanz her – gilt die Mannschaft mit den vielen internationalen Topstars doch als der große Favorit im Spiel gegen Wales. Eine Überraschung ist hier logischerweise nicht vollends ausgeschlossen, insgesamt spricht allerdings wenig dafür, dass die Waliser ihren Gegner erneut so gut werden in Schach halten können wie in der Qualifikation zur EURO 2016. Demnach tippen wir dieses Mal auf einen Sieg der Belgier in der regulären Spielzeit.

Wales – Belgien Quoten – EM 2016 Spiel am 01.07.2016

Tipp 1 (Wales): 6,00
Tipp X (Unentschieden): 3,60
Tipp 2 (Belgien): 1,72

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