Ukraine vs. Nordirland Prognose & Quoten EM 2016

13. Juni 2016

Ukraine vs. Nordirland EM 2016

Am Donnerstag, den 16. Juni 2016, spielt die Ukraine um 18:00 Uhr in der Gruppe C gegen den Debütanten Nordirland. Konnten beide Mannschaften dabei am ersten Spieltag ihre Außenseiterrolle nicht zu ihrem Vorteil nutzen und haben erwartungsgemäß eine Niederlage gegen die jeweiligen Favoriten aus Deutschland und Polen hinnehmen müssen, so geht es in dieser Partie nun vor allem darum, sich die Restchance auf das Achtelfinale zu wahren.

Der Verlierer stünde zumindest mit null Punkten aus zwei Partien so gut wie vor dem vorzeitigen Aus, während der Gewinner womöglich noch den Verlierer der Partie zwischen Deutschland und Polen angreifen könnte. Überdies ist ohnehin Kämpfen bis zum bitteren Ende angesagt, denn vier der sechs Mannschaften, die am Ende auf Rang 3 ihre Vorrunde beenden werden, dürfen schließlich ebenfalls im Achtelfinale weitermachen. Dazu braucht man allerdings dringend Punkte. Sollte diese Begegnung also nach der regulären Spielzeit mit einem Unentschieden enden, so würde es doch schon sehr schwer für eines der beiden Teams werden, am Ende zu einem der vier besten Gruppendritten zu gehören. Weder die Ukraine, die aktuell ihre erst zweite Europameisterschaft bestreitet, noch Nordirland, die logischerweise als Neuling erstmals mit von der Partie sind, standen jemals in einer K.-o.-Phase.

Wer von beiden nach dem verlorenen Auftaktspiel nun also noch weiter davon wird träumen dürfen, Geschichte für sein Land zu schreiben, und wer bei der etwaigen zweiten Niederlage vermutlich den Flug für die vorzeitige Heimreise wird buchen müssen, das haben wir in diesem Artikel etwas genauer analysiert.

Ukraine – Gerade bei Standards gefährlich

Im Vorfeld wurde die ukrainische Nationalmannschaft oft gerügt. Streitigkeiten zwischen den beiden großen Fraktionen der so stark miteinander verfeindeten Teams von Dynamo Kiew und Schachtjor Donezk haben bekanntermaßen auch vor der Nationalelf nicht Halt gemacht und ohnehin ist das seit geraumer Zeit in einer tiefen politischen Krise steckende Nachbarland von Russland stark gespalten. Umso verblüffender war es sicherlich, dass die Mannschaft von Trainer Mychailo Fomenko bemerkenswert gut mit dem amtierenden Weltmeister aus Deutschland mithalten konnte. Hätte der Gegner nämlich nicht einen hervorragend aufgelegten und hellwachen Manuel Neuer (FC Bayern München) im Tor stehen gehabt, so hätte der Ausgleich gleich bei mehreren Gelegenheiten fallen können. Besonders auffällig war dabei, dass die Ukraine gerade bei Standardsituationen stets brandgefährlich war. Gleich mehrere gute Kopfbälle und Schüssen wären dabei definitiv zu sehenswerten Toren geworden, hätte der Welttorhüter der Jahre 2013, 2014 und 2015 im Tor der Deutschen nicht alles gehalten, was auf seinen Kasten gekommen ist. So musste sich die Ukraine nach Abpfiff nur wenig vorwerfen. Lediglich die Zuordnung beim Gegentor durch Verteidiger Shkodran Mustafi (FC Valencia) stimmte in der 19. Minute nicht, fühlte sich für den überraschend in die Innenverteidigung gerückten erstmaligen Torschützen doch niemand so richtig verantwortlich. Trainer Mychailo Fomenko bewies zusätzlichen Mut, indem seine drei Wechsel schließlich allesamt offensiver Natur waren. Das Ziel lautete klar und deutlich: Auf den Ausgleich drängen. Dass man sich bei einer solchen Marschroute in der Nachspielzeit noch einen bilderbuchmäßig vorgetragenen Konter eingefangen hat, sollte die Stärke der Ukraine dabei keineswegs überspielen. Kann man die Leistung, die man gegen den amtierenden Weltmeister gezeigt hat, gegen Nordirland erneut abrufen, muss sich der EM Debütant stark ins Zeug legen, um die zweite Niederlage hintereinander zu verhindern.

Nordirland – Versuchen sie es abermals mit Beton?

Gerade im Auftaktspiel gegen Polen, die in der Qualifikation zur EURO 2016 die meisten Tore von allen Nationen erzielt hatten (33 Stück) hatte Coach Michael O’Neill anscheinend keinerlei andere Möglichkeiten gesehen, als mit einer extrem defensiven Aufstellung irgendwie zu versuchen, hinten die Null zu halten und gegebenenfalls durch ein glückliches Kontertor der einzigen Offensivkraft Kyle Lafferty (Norwich City) zu einem Lucky Punch zu kommen. Wirklich aufgegangen ist die Taktik bei der 0:1-Niederlage bekanntermaßen nicht, allerdings fehlten den Nordiren, die sich überraschend als Gruppenerster in der Qualifikationsgruppe F vor Rumänien und Ungarn zu behaupten wussten, gänzlich die spielerischen Mittel, um gegen starke Polen Akzente zu setzen. Die logische Konsequenz war, dass man unter der lautstarken Unterstützung der zahlreichen mitgereisten Fans so viel Beton anrührte, wie nur irgendwie möglich. Am Ende war allerdings gegen die Polen, deren Ballbesitz drei Mal so hoch war wie der von Nordirland, nicht mehr zu holen. Spannend wird nun die Frage sein, wie man der Ukraine begegnet. Denn eigentlich kann die Taktik für Coach Michael O’Neill nur lauten, hier einen Sieg einzufahren und anschließend zu versuchen, sich ein Unentschieden gegen den amtierenden Weltmeister im letzten Gruppenspiel zu ermauern, um womöglich mit vier Punkten als einer der vier besten Gruppendritten ins Achtelfinale kommen zu können. Gegen die ukrainische Nationalelf, die gegen Deutschland schon durch eine große Gefahr bei Standardsituationen überzeugte und auch spielerisch durchaus in der Lage war, Lösungen zu finden, wird man mit einer defensiven Taktik nun allerdings kaum ans Ziel kommen…

Ukraine – Nordirland Bilanz – Bisherige Aufeinandertreffen

Mit der Ukraine hatte es Nordirland bisher vier Mal zu tun – jeweils in Pflichtspielen im Rahmen der Qualifikation zur WM 1998 sowie zur EM 2004. Verloren die Nordiren dabei im Vorfeld der WM 1998, die ebenfalls in Frankreich stattgefunden hat, beide Partien, so hab es sechs Jahre später sowohl in Belfast als auch in Donezk jeweils ein torloses Unentschieden (0:0). Bei erst vier Toren in den vier Begegnungen zwischen den beiden Teams ist jedenfalls noch Luft nach oben.

Ukraine – Nordirland Prognose – EM 2016 Spiel am 16.06.2016

Aus den Analysen der Auftaktspiele der beiden heutigen Kontrahenten geht bereits hervor, dass es hier eigentlich nur einen Favoriten geben kann, nämlich die Ukraine. So hat der Co-Gastgeber der EM 2012 (gemeinsam mit Polen, auf die man im dritten Spiel treffen wird) durchaus das spielerische Potenzial, Nordirland genau wie Polen auf dem Platz zu dominieren. Die Stärke bei Standards macht es den Nordiren zusätzlich schwer, die Null hinten über 90 Minuten zu verteidigen. Viel wird also durchaus von der taktischen Einstellung der „Green & White Army“ abhängen. Sollten diese sich abermals dazu entscheiden, es mit dem angesprochenen Beton zu versuchen, so ist das Potenzial durchaus vorhanden, die Serie aus der Bilanz fortzusetzen und das dritte 0:0 in Folge gegen die Ukraine zu erreichen. Dieses würde den Nordiren allerdings ebenso wenig bringen wie ihren Gegnern. Bleibt also die Frage, ob es für den spielschwachen Underdog nicht doch eine offensivere Alternative gibt. Zumindest eine weitere Niederlage der Ukraine ist hier allerdings recht unwahrscheinlich. Mit der doppelten Chance sollten Sie auf der sicheren Seite sein.

Ukraine – Nordirland Quoten – EM 2016 Spiel am 16.06.2016

Tipp 1 (Ukraine): 1,57
Tipp X (Unentschieden): 4,00
Tipp 2 (Nordirland): 7,00

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