Sportwetten Quoten berechnen & Erklärung von Wettquoten beim Fussball

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Wenn es um Sportwetten oder Fussball Wetten geht, gibt es eine zentrale Sache, ohne die es gar nicht geht. Die Rede ist hierbei von den Sportwetten Quoten, die natürlich bei allen Sportwetten zu finden sind. In jeder einzelnen Quote stecken sehr viele Informationen, was durchaus auch schon sehr faszinierend ist. Für Kunden sollte es dabei durchaus interessieren, wie sich solche Quoten eigentlich berechnen, was die genaue Aufgabe davon ist und welche Schlüsse man daraus ziehen kann. Ein ganz wichtiges Stichwort dabei ist auch der Quotenschlüssel, mit dem sich die Quoten berechnen lassen.

Was sind Sportwetten Quoten?

  • Indikatoren für die Wahrscheinlichkeiten der Ereignisse
  • Gewinnmultiplikatoren für die Gewinne
  • Werte für die Gewinnmarge des Buchmachers

Jede Sportwette ist mit Quoten verbunden. Bei einer 3-Weg Wette im Fussball sind das beispielsweise drei Quoten, die mit einer Frage verbunden sind. In diesem Fall: Wie wird das Spiel ausgehen. Es gibt die Quote für den Heimsieg, für ein Unentschieden und für den Auswärtssieg. Die Quoten unterscheiden sich in der Regel und geben in erster Linie unterschiedliche Wahrscheinlichkeiten an, mit denen das entsprechende Ereignis eintreten wird. Je niedriger eine Quote ist, desto höher die Wahrscheinlichkeit des Eintretens. Steigt eine Quote aber an, sinkt auch die Wahrscheinlichkeit. Oder zumindest die Wahrscheinlichkeit, die der Wettanbieter den jeweiligen Mannschaften bzw. Ausgängen zuschreibt. Ein einfaches Beispiel wäre, wenn der FC Bayern München gegen ein Dorfverein spielt. In einem solchen Fall würde Bayern eine sehr niedrige Quote bekommen, die andere Mannschaft aber eine sehr hohe Quote.

In den Quoten stecken also errechnete Wahrscheinlichkeiten, gleichzeitig dienen sie aber auch als Gewinnmultiplikatoren. Wer sein Geld auf die ganz niedrige Quote setzt, hat sehr gute Chancen darauf, damit zu gewinnen. Da letzteres aber der Fall ist, wird der Gewinn eben entsprechend niedrig ausfallen. Wer hingegen ein hohes Risiko eingeht, also auf eine hohe Quote setzt, der kann bei einem Gewinn viel mehr rausholen. Wesentlich wird bei einem Erfolg einfach die entsprechende Quote mit dem Einsatz multipliziert.

Der mögliche Gewinn in den Quoten für den Kunden hat auch noch eine andere Seite der Medaille. Denn in den Quoten stecken auch ebenso die mögliche Gewinne für den Wettanbieter, der sicherlich auch nicht alleine nur von Luft und Liebe leben kann. Der Quotenschlüssel gibt dabei ungefähr an, was eigentlich am Ende für den Wettanbieter herauskommt, der natürlich auch ein Interesse an Einnahmen hat. In den realen Quoten stecken also nicht alleine nur die Wahrscheinlichkeiten, sondern auch Möglichkeiten für Gewinnmargen mit drin.

Wie werden Sportwetten Quoten berechnet?

Sicherlich kann man den Blick für die Wettquoten schärfen, wenn man deren Berechnung versteht. Dazu ein Beispiel mit einer 3-Weg Wette und zwei Vereinen.

Heimsieg Bayern München – 1.95
Unentschieden – 3.10
Auswärtssieg Borussia Dortmund – 2.55

Hinter diesen Quoten stecken nun Eintrittswahrscheinlichkeiten, mit denen die drei unterschiedlichen Ereignisse eintreten können. Bzw. sind das natürlich die Wahrscheinlichkeiten, die ein Wettanbieter aufgrund seiner Informationen aufstellt. Die Formel für Wettquoten ist grundsätzlich ganz einfach:

Wettquote = 1 / Eintrittswahrscheinlichkeit * 100

Mit dieser Formel lässt sich also eine Quote errechnen. Aber natürlich ist dann die Frage, was die Eintrittswahrscheinlichkeit eigentlich für ein Wert ist. Gemessen wird dieser in Prozent. Nun gibt es in diesem Fall drei Prozentzahlen für die drei Ereignisse. Die Formel für die Wahrscheinlichkeiten:

Wahrscheinlichkeit = 1 / Quote

Wenn man jetzt also die drei Quoten für das angesetzte Spiel oben in die Formel einträgt, erhält man rückwirkend die Wahrscheinlichkeiten, die grundsätzlich dabei helfen können, ein Spiel noch klarer vor Augen zu haben oder sogar eigene Quoten zu berechnen.

Heimsieg Bayern München – 1.95 – 51,28%
Unentschieden – 3.10 – 32,26%
Auswärtssieg Borussia Dortmund – 2.55 – 39,22%

Bei diesen Quoten kann man relativ einfach sehen, wie die berechneten Chancen stehen, das in diesem Fall die Chancen für den Heimsieg wesentlich höher als für ein Unentschieden sind. Allerdings fällt auch auf, dass diese Wahrscheinlichkeiten nicht auf fairen, sondern auf realen Quoten beruhen. Gemeint ist damit, dass die Prozentzahlen zusammen nicht 100% ergeben, obwohl ja eigentlich ein Spiel nicht mehr als 100% Ausgänge haben kann. Es gilt, dass es schlechter für den Kunden ist, je höher die gesamte Prozentzahl der Wahrscheinlichkeiten ausfällt. In diesem Fall also 122,76%. Wenn man jetzt von 100% die überschüssigen Prozente abzieht, erhält man den sogenannten Quotenschlüssel.

Quotenschlüssel = 100% – 22,76% = 77,24%

Ein Quotenschlüssel von 77,24% kommt im Grunde nicht vor und stellt für den Kunden einen sehr schlechten Deal da. Die Differenz zu 100% ist dabei im Grunde das, was sich der Wettanbieter als Gewinnmarge einplant. In der Realität fällt die aber wesentlich niedriger aus. Hier liegen die Quotenschlüssel meist bei seriösen Anbietern bei über 90%. Mit einer weiteren Formel kann man auch direkt zu dieser Buchmachermarge gelangen:

Marge = (1/Quote (Bayern München) + 1/Quote (Unentschieden) + 1/Quote (Borussia Dortmund) -1