Portugal vs. Frankreich Prognose & Quoten EM 2016

8. Juli 2016

Portugal vs. Frankreich EM 2016

Am Sonntag, den 10. Juli 2016, trifft Portugal im Finale der Fußball EM 2016 um 21:00 Uhr auf Gastgeber Frankreich. Ort des Spektakels wird das legendäre Stade de France im Herzen von Paris, wo die Franzosen sich schon 1998 bei der Fußball WM die Krone aufsetzen konnte. Stand Didier Deschamps damals noch als Kapitän auf dem Platz und führte seine Mannschaft zum 3:0-Sieg gegen Brasilien, so könnte er heute als Trainer dafür Sorge tragen, dass seine Nation nun an der gleichen Stelle zum dritten Mal in der Geschichte Europameister wird und damit zu den bisherigen Rekordsiegern Deutschland und Spanien (je drei Titel) aufschließt.

Zuvor muss Frankreich allerdings noch die letzte Hürde in Form von Portugal nehmen. Zwar sprach man bei dem Halbfinale gegen Deutschland im Vorfeld von einem vorgezogenen Endspiel, war doch klar, dass der jeweilige Sieger als der große Favorit ins Endspiel einziehen würde, allerdings haben die Portugiesen sich ebenso wie die Franzosen von Spiel zu Spiel gesteigert und werden ihre große Chance auf den ersten EM Titel in der Geschichte definitiv nicht herschenken. Bereits zum Auftakt der K.-o.-Phase zeigte das Team von Fernando Santos gegen Kroatien überdies, dass es gewaltig dazugelernt hat. Stand Portugal sonst immer für Spielfreude und kreativen Fußball, so ging eine absolut destruktive Taktik, bei der man sich fast ausschließlich auf die Defensive konzentrierte, gegen die offensiv so gut eingestellten Kroaten voll auf. Von vielen neutralen Zuschauern seitdem als Anti-Fußballer verschrien, hat sich Portugal damit alleine schon aufgrund der Wandelbarkeit und der cleveren Spielweise sein zweites Finale nach 2004 redlich verdient.

In diesem Beitrag gehen wir nun ein letztes Mal im Rahmen der EURO 2016 der Frage nach, wer der Favorit in dem inzwischen schon 51. Spiel dieses Turniers ist. Ob die Portugiesen noch ein Ass im Ärmel haben und den Franzosen in letzter Sekunde die Partie verderben werden können, oder ob Frankreich auch im vierten großen Fußball Turnier im eigenen Land am Ende den Siegerpokal kurzerhand behalten wird, sollen die folgenden Analysen ergeben.

Portugal – Die letzte Chance einer gereiften Mannschaft

Im Vorfeld des Turniers galt Portugal höchstens aufgrund der Tatsache zu den Geheimfavoriten, dass sie die leichteste aller sechs Gruppen in der Vorrunde erwischt hatten. Lediglich Trainer Fernando Santos persönlich erklärte seine Truppe zum Favoriten. Der selbsternannte Aspirant auf den ersten EM Titel in der Geschichte des Verbandes zog allerdings bereits gegen die Underdogs aus Island, Österreich und Ungarn eine ordentliche Portion Häme auf sich, kam man doch trotz teilweise drückender Feldüberlegenheit und insgesamt 69 Torversuchen in allen drei Spielen gegen die Fußballzwerge zu keinem einzigen Sieg. Stattdessen stand am Ende bei drei Unentschieden und 4:4 Toren lediglich Platz 3 in der als so leicht geltenden Gruppe F zu Buche. Dass Portugal dennoch auch bei seiner siebten EM Teilnahme die Vorrunde überstanden hat, ist dabei ausschließlich auf den neuen Modus zurückzuführen, bei dem auch die vier besten Gruppendritten für die K.-o.-Runde berücksichtigt werden. Hier rutschte man nun also gerade noch so ins Achtelfinale und traf dort umgehend auf Kroatien – Sieger der Todesgruppe D und erstmaliger Bezwinger des amtierenden Europameisters aus Spanien seit dies vor zwölf Jahren den Portugiesen das letzte Mal bei einer EM Endrunde geglückt war. Rechnete den Portugiesen hier so gut wie niemand eine ernsthafte Chance aus, so überraschte Fernando Santos mit der schon angesprochenen Defensivtaktik, die man etwas wertender ausgedrückt durchaus als Anti-Fußball bezeichnen darf. Dennoch scheint das portugiesische Personal rund um Abwehrchef Pepe (Real Madrid) perfekt darauf ausgelegt zu sein, den Gegner – komme was wolle – im Spielaufbau entscheidend zu stören und etwaige Torchancen damit bereits im Keim zu ersticken. Auch offensiv ist Portugal aber nicht gerade ungefährlich. Die Stürmer Cristiano Ronaldo (Real Madrid) und Nani (seit 1. Juli 2016 bei FC Valencia) haben beide schon drei Treffer auf dem Konto und auch der 18-jährige Renato Santos (seit 1. Juli beim FC Bayern München) avancierte sowohl im Achtelfinale gegen Kroatien als auch im Viertelfinale gegen Polen, als ihm das erste Turniertor glückte, am Ende zum von der UEFA gekürten Man of the Match. Auch weil Portugal in den drei K.-o.-Spielen nun lediglich ein Gegentor hinnehmen musste, wobei Kroatien, Polen und auch Wales entgegen ihrer verhältnismäßig kleinen Namen tatsächlich zu den offensivstärksten Teams hinter Frankreich zu zählen waren, darf man sich hier ernsthafte Chancen auf den Gesamtsieg ausrechnen. Weil die Mannschaft größtenteils in die Jahre gekommen ist und bereits bei der EM 2020 wieder mehrere zentrale Spieler in der fußballerischen Rente sein werden, ist es zudem die wohl letzte Gelegenheit für die einst so goldene portugiesische Generation, sich den eigenen Status auch mit einem großen Titel zu festigen.

Frankreich – Der gewohnt schlechte Gastgeber

Hieß das Motto der WM 2006 in Deutschland noch „Zu Gast bei Freunden“, so muss sich Frankreich nach erneut fragwürdiger Gastfreundlichkeit den Vorwurf gefallen lassen, ein schlechter Gastgeber zu sein. Drei große Turniere – die EM 1984, die WM 1998 und der FIFA Konföderationen Pokal 2003 – fanden bisher im Herzen Europas in Frankreich statt und alle drei Turniere hat die Èquipe Tricolore kurzerhand selbst gewonnen. Bereits jetzt darf man also unabhängig vom Ausgang des Endspiels gegen Portugal festhalten, dass „Les Bleus“  auch beim vierten Event im eigenen Land mal wieder ins Endspiel eingezogen sind. Nach 1998 und 2003 könnte man dabei schon zum dritten Mal den Siegerpokal in den Nachthimmel des eigens für die WM 1998 erbauten Stade de France in der französischen Hauptstadt Paris stemmen – eine Ehre, die zuerst Kapitän Hugo Lloris (Tottenham Hotspur) zuteil werden würde. Der Torhüter, der bereits in der abgelaufenen englischen Premier League Saison die wenigsten Gegentore der Spielzeit kassierte, überzeugte derweil im Halbfinale gegen Deutschland einmal mehr durch zahlreiche Glanzparaden. Als wäre es zudem nicht genug, dass man über einen starken Rückhalt verfügt, so kann Welt- und Europameister Didier Deschamps außerdem auf den effizientesten Angreifer der EURO 2016 zählen. Die Rede ist natürlich von Antoine Griezmann (Atlético Madrid), der gegen Deutschland genau wie gegen Irland beide spielentscheidenden Tore höchstpersönlich erzielte und sein Konto damit schon auf sechs Treffer sowie zwei weitere Vorlagen erhöhte, womit er auf den Spuren des legendären Michel Platini wandelt, der 1984 beim ersten EM Sieg der Franzosen die ganze Welt zu begeistern wusste. Als Rekordtorschütze wurde er in diesem Wettbewerb nun allerdings ausgerechnet im Halbfinale der EURO 2016 von Cristiano Ronaldo abgelöst. Dennoch: mit dem eiskalten Antoine Griezmann ist Frankreich bei jeder einzelnen Torchance, die sich ergibt, brandgefährlich. Als wäre das nicht genug, stehen mit Paul Pogba (Juventus Turin) und dem überraschenden Helden der Vorrunde, Dimitri Payet (West Ham United), noch zwei weitere Mittelfeldspieler Spalier, die ein Match im Alleingang entscheiden können. In der Sturmspitze hat man mit Olivier Giroud (Arsenal London) zudem einen echten Knipser, der es ebenfalls schon auf drei Tore im laufenden Wettbewerb bringt. Hat man nun noch eine Euphorie im Land losgetreten und die Fans hinter sich, so haben die Franzosen einmal mehr alles, was man für einen großen Titelgewinn braucht.

Portugal – Frankreich Bilanz – Bisherige Aufeinandertreffen

Insgesamt 24 Mal sind sich Portugal und Frankreich bisher gegenübergestanden und aus Sicht der Portugiesen kann man durchaus von einem Angstgegner sprechen. Bisher haben die Franzosen nämlich mit 18 der 24 Spiele stolze drei Viertel aller Begegnungen für sich entscheiden können. Die Portugiesen selbst kommen bei gerade einmal einem einzigen Unentschieden nur auf fünf Siege. Bereits beim ersten EM Sieg der Franzosen, 1984 in Frankreich, besiegte Frankreich Portugal im Halbfinale mit 3:2 nach Verlängerung. Beim zweiten EM Sieg Frankreichs im Jahr 2000 war es dann ein 2:1 nach Verlängerung, mit dem Frankreich gegen die Portugiesen ins Endspiel eingezogen ist und bei der WM 2006 im Halbfinale setzte man sich bereits nach regulärer Spielzeit mit 1:0 durch. Gerade bei Europameisterschaften gewann Frankreich bisher also immer dann den Titel, wenn man auf Portugal traf. Sicherlich alles andere als ein gutes Omen für die Mannschaft von Fernando Santos…

Portugal – Frankreich Prognose – EM 2016 Spiel am 10.07.2016

Insgesamt spricht fast alles für Gastgeber Frankreich, die nicht nur in der Vergangenheit schon so manches Mal zum Nemesis der Portugiesen bei großen Turnieren wurden, sondern die vor allem mit 13 erzielten Toren auch die beste Offensive des laufenden Turniers stellen. Portugal hingegen hat aber zumindest in der Hauptrunde nun defensiv extrem überzeugt, hat aber zeitgleich mit seinen renommierten Offensivkünstlern jederzeit das Potenzial, aus einem Konter oder einer Standardsituation heraus ein Tor zu erzielen, das den Spielverlauf auf den Kopf stellt. Weil die spielerischen Mittel ebenfalls für Frankreich sprechen, wird Trainer Fernando Santos einmal mehr eine defensive und destruktive Marschroute ausgeben müssen, um hier zum Erfolg kommen zu können. Nachdem Portugal bereits 2004 als die klar bessere Mannschaft gegen eine solche Taktik von Griechenland in letzter Sekunde am erstmaligen Gewinn der Fußball EM gescheitert ist, kann man dies den Portugiesen aber irgendwo auch nicht verdenken. Weil schon die letzten Duelle zwischen den beiden Nationen bei Europameisterschaften, die später jeweils zum Gesamtsieg Frankreichs geführt haben, in die Verlängerung gegangen sind, tippen wir auf einen 2:1-Sieg des Gastgebers nach 120 Minuten, die aller Voraussicht nach in erster Linie durch taktisches Geplänkel im Mittelfeld geprägt sein werden und dadurch mitunter anstrengend mitanzusehen sein könnten.

Portugal – Frankreich Quoten – EM 2016 Spiel am 10.07.2016

Tipp 1 (Portugal): 4,75
Tipp X (Unentschieden): 3,20
Tipp 2 (Frankreich): 2,00

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