Österreich vs. Ungarn Prognose & Quoten EM 2016

10. Juni 2016

Österreich vs. Ungarn EM 2016

Am Dienstag, den 14. Juni 2016, spielt Österreich im ersten Spiel der Gruppe F um 18:00 Uhr in Bordeaux gegen Ungarn. Dass es sich dabei um eines der geschichtsträchtigsten Spiele in der Geschichte des europäischen Fußballs handelt, wissen für gewöhnlich nur die Experten, während man ohne dieses Hintergrundwissen vermutlich nicht einmal erahnen könnte, dass dies einst das erste offizielle Länderspiel zwischen zwei nicht-britischen Ländern überhaupt war. Mehr dazu aber später, wenn wir auf die bisherigen Aufeinandertreffen zwischen Österreich und Ungarn genauer eingehen werden.

An dieser Stelle sei allerdings bereits erwähnt, dass den beiden Mannschaften sehr gut in die Karten spielt, dass in dieser Gruppe F womöglich die leichteste Gruppe zusammengelost worden ist. Mit Portugal hat man den vermutlich schwächsten Gruppenkopf von den Mannschaften aus Topf 1 erhalten und gerade auch Debütant Island ist alles andere als eine Macht im europäischen Fußball. Nichtsdestotrotz haben auch Österreich und Ungarn schon lange nichts mehr vorweisen können. Gerade die Österreicher schafften hier nun die erste sportliche Qualifikation für eine Endrunde seit 1964. So war man 2008 zwar als Gastgeber dabei, ist ohne Sieg allerdings nach der Vorrunde wieder ausgeschieden. Den Ungarn erging es nicht besser. Zwischen 1950 und 1954 einst vier Jahre in Folge ungeschlagen ist man nun erst zum dritten Mal bei einer Endrunde dabei – das erste Mal seit 1972, also ebenso nach 44 Jahren, die auch Österreich zwischen 1964 und 2008 zuschauen musste.

Dass sich nun beide Mannschaften natürlich erhoffen, nach der Vorrunde nicht zu den acht Teams gehören zu müssen, für die das Turnier beendet sein wird, ehe die verbliebenen 16 Nationen ins Achtelfinale einziehen, sollte klar sein. Man wird also erwarten dürfen, dass in dieser historischen Begegnung einiges geboten wird. Im Vorfeld haben wir deswegen die Kontrahenten noch einmal genauer unter die Lupe genommen.

Österreich – Starker Kader mit 15 Spielern aus Deutschland

Die Österreicher waren sicherlich eine der großen Überraschungen aus der Qualifikation. So setzte man sich nämlich in der Gruppe G noch vor Russland und Schweden mit neun Siegen und nur einem Unentschieden ungeschlagen bravourös durch und löste damit endlich mal wieder das Ticket für die Endrunde eines großen Turniers. Neben Goalgetter Marc Janko (FC Basel), der zu dieser Teamleistung sieben Treffer beisteuerte, baut der schweizerische Trainer Marcel Koller vor allem auf Fachkräfte aus den deutschen Ligen. Gleich 15 Akteure verdienen nämlich ihr Geld in den obersten beiden Spielklassen Deutschlands und allen voran ist hier natürlich David Alaba (FC Bayern München) hervorzuheben, der stellvertretend wie kein anderer Spieler für die neue österreichische Fußballgeneration steht, die sich vor den etablierten Großmächten nicht zu verstecken braucht. Selbst unter den anderen Spielern findet man außerdem mit Kapitän Christian Fuchs (Leicester City) und Marko Arnautovic (Stoke City) zwei bestens aus der Bundesliga bekannte Spieler. Gerade dem ehemaligen Schalker gelang dabei mit Leicester City einer der größten Streiche im modernen Fußball, nämlich der Gewinn der englischen Meisterschaft. Nur allzu gerne würde er nun natürlich als Kapitän auch stellvertretend für seine Nationalmannschaft am 10. Juli 2016 die EM Trophäe entgegennehmen. Bis dahin ist es allerdings ein langer und beschwerlicher Weg. Durch die starke Qualifikation, den durch und durch soliden Kader sowie die verhältnismäßig einfache Gruppe trauen aber nicht wenige Experten den Österreichern nun eine sehr erfolgreiche Europameisterschaft zu. In den Testspielen bekleckerte man sich zuletzt allerdings nicht mit Ruhm. Die Außenseiter Albanien und Malta wurden jeweils nur knapp mit 2:1 bezwungen, während es gegen die Schweiz (1:2), die Türkei (1:2) und die Niederlande (0:2) ansonsten nur Niederlagen gab. Vieles wird also davon abhängen, wie man in dieses Turnier starten wird.

Ungarn – Der Underdog in der Gruppe der Underdogs

Womöglich könnte man die Ungarn mit der Mannschaft von Irland vergleichen. Der Großteil der Spieler ist dem gewöhnlichen Fußballfan gänzlich unbekannt und nahezu kein Spieler verdient sein Geld bei einem wirklich bekannten Team. Aus deutscher Sicht mag man zwar Namen wie Adam Szalai (Hannover 96) oder Zoltan Stieber (1. FC Nürnberg) kennen, wirklich nennenswert sind ihre Klubs im Ausland allerdings ebenfalls nicht. Hoffnung macht da höchstens der 22-jährige László Kleinheisler (SV Werder Bremen), der im Januar erst nach Deutschland wechselte. Auf sieben Einsätze für die Werderaner brachte er es in der schwierigen Rückrunde immerhin, ob er den Durchbruch allerdings langfristig gesehen wird schaffen können, müssen die kommenden Spielzeiten entscheiden. Einen alten Bekannten findet man derweil übrigens auch im Tor in Form vom mittlerweile 40-jährigen Gábor Király, der als ungarischer Rekordnationalspieler mit seinem Markenzeichen, die graue Jogginghose, noch einmal auf einer großen Bühne zum Einsatz kommen wird. Im Gegensatz zu Irland hat die Mannschaft vom deutschen Trainer Bernd Storck allerdings eine lösbare Aufgabe vor sich. So könnte es mit Österreich, Island und Portugal als Gegner durchaus klappen, als Gruppenzweiter oder Gruppendritter in das Achtelfinale einzuziehen. Immerhin hatte man sich nach durchwachsener Qualifikation (Dritter der Gruppe F hinter Nordirland und Rumänien) in den Play-offs recht klar gegen Norwegen behaupten können. Lediglich drei Testspiele haben die Ungarn seitdem allerdings absolviert, wovon kein einziges gewonnen werden konnte. Unterm Strich bleibt das Team damit selbst in der Gruppe der Underdogs der große Underdog.

Österreich – Ungarn Bilanz – Bisherige Aufeinandertreffen

Die Begegnung zwischen Österreich und Ungarn ist geschichtsträchtiger, als viele Fans es vielleicht vermuten würden. So war die erste Partie der beiden Teams am 12. Oktober 1902 (5:0-Sieg für Österreich) nämlich das allererste offizielle Länderspiel im Fußball überhaupt, das zwischen zwei nicht-britischen Mannschaften stattgefunden hat. Zahlreiche weitere Spiele sollten noch folgen, so hat es die Begegnung nämlich schon sage und schreibe 136 Mal gegeben. Ging der direkte Vergleich dabei, wie eben angesprochen, noch ganz gut los für Österreich, so war Ungarn unterm Strich doch wesentlich erfolgreicher. 66 Siege haben die Ungarn schon erzielt, während Österreich bei 30 Unentschieden erst auf 40 Siege gegen sein Nachbarland kommt. Das letzte Spiel ist dabei schon fast zehn Jahre her. Im August 2006 unterlagen die Österreicher ihren Gegner mit 1:2 in Graz. Bei einer Weltmeisterschaft war die Begegnung 1934 übrigens das Viertelfinale, in welchem sich Österreich mit 2:1 durchsetzen konnte. Nun treten sie bei ihrer langen gemeinsamen Geschichte erstmals bei einer Europameisterschaft Endrunde gegeneinander an.

Österreich – Ungarn Prognose – EM 2016 Spiel am 14.06.2016

Wie aus den Beobachtungen der beiden Teams bereits hervorgeht, spricht hier sehr vieles für die Österreicher, die wir demzufolge als Favorit in dieser Begegnung mit Ungarn sehen. Zwar müssen sie den Beweis auf der großen Bühne in Frankreich noch erbringen, dass sie nicht nur in der Theorie, sondern auch in der Praxis der großen Erwartungshaltung entsprechen, in Form des Außenseiters der Gruppe haben sie allerdings auch ein dankbares Los erhalten, um mit einem Erfolgserlebnis in die EURO 2016 starten zu können. Ein Sieg der Ungarn käme zumindest ausgesprochen überraschend.

Österreich – Ungarn Quoten – EM 2016 Spiel am 14.06.2016

Tipp 1 (Österreich): 1,72
Tipp X (Unentschieden): 3,70
Tipp 2 (Ungarn): 5,75

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