Nobelpreis für Literatur 2017 Wetten, Favoriten & Quoten der Buchmacher

2. Oktober 2017

Nobelpreis - © superjoseph / Shutterstock.com

Ganz offiziell wird der Nobelpreis für Literatur 2017 am 10. Dezember 2017 durch den schwedischen König in Stockholm vergeben. Zu diesem Zeitpunkt ist allerdings schon bekannt, wer den Preis erhalten wird, was am kommenden Donnerstag, den 5. Oktober 2017, geschehen wird. Aus den Reihen der Schwedischen Akademie werden dabei alle drei Jahre fünf Mitglieder in ein Nobelpreiskommittee gewählt, die sich untereinander für eine Preisträgerin oder einen Preisträger entscheiden – ganz wie es im Testament des Preisstifters Alfred Nobel einst hinterlegt worden ist. Inzwischen gehören Auszeichnungen an Schriftstellerinnen und Schriftsteller außerhalb von Europa zwar zur Tagesordnung, dass die Jury ausschließlich aus Skandinaviern besteht, führte allerdings trotzdem immer mal wieder zu Unmut über den Stellenwert dieses Preises, der nicht selten vorwiegend an Mittel- oder Nordeuropäer vergeben worden ist, deren Werke logischerweise einen gesteigerten Bekanntheitsgrad aufweisen.

Dabei geht der Nobelpreis für Literatur nicht nur mit viel Ruhm einher, sondern auch mit einem großen Batzen Geld, denn dem Gewinner winken nicht weniger als umgerechnet ca. 850.000 Euro – zumindest seit dem Jahr 2012. Zuletzt nahm den Preis im Vorjahr der amerikanische Sänger Bob Dylan in Empfang, was ebenfalls für viel Verwunderung gesorgt hatte und die Debatte, inwiefern Liedtexte als Literatur gelten können. Umso gespannter darf man darauf sein, wen die Schwedische Akademie sich für dieses Jahr ausgeguckt hat, wenn am Donnerstag die Entscheidung offiziell bekannt gemacht wird.

Weil selbstverständlich auch darauf gewettet werden kann, wer den Nobelpreis für Literatur 2017 letztendlich erhalten wird, haben wir in diesem Beitrag für Sie schon mal auf die vier brandheißen Kandidaten, unter denen die Entscheidung wohl fallen wird, geblickt und ihre jeweiligen Chancen auf die Auszeichnung genauer durchleuchtet.

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Haruki Murakami

Oft nominiert, aber erstaunlicherweise noch nie berücksichtigt, wurde der 68-jährige Japaner Haruki Murakami, dessen Oevre vorwiegend durch die westliche Popkultur geprägt worden ist. In mehr als 40 Sprachen wurden seine Bücher dabei bereits übersetzt und mit einem Werk wie 1Q84 setzte er einst seinem Vorbild George Orwell ein literarisches Denkmal. Analog zu dem Vorbild, das eine Zukunftsdystopie über das Jahr 1984 zeichnet, blickt Haruki Murakami aus der Gegenwart auf dieses Jahr zurück und zeichnet eine Dystopie, wie das Jahr hätte gewesen sein können. Nicht zuletzt wegen dieses Werks ist der Japaner nunmehr seit fünf Jahren ununterbrochen ganz weit oben auf der Liste der Favoriten für den Literaturnobelpreis, hat ihn aber bisher noch nicht verliehen bekommen. Auch dieses Jahr schreiben die Buchmacher mit der Quote von 3,50 wieder seinen Namen ganz weit oben an Platz eins der Favoriten, was ein Stück weit wie Leonardo di Caprio und die Oscars wirkt. Dass Haruki Murakami den Nobelpreis für Literatur verdient hat, steht sicherlich außer Frage. Weil der Japaner, zu dessen Motiven oft auch das Surreale zählt, mitunter stark polarisiert, könnte er auch dieses Jahr wieder leer ausgehen. Angesichts der Quote, die keinen allzu großen Gewinn verspricht, wäre uns der Tipp zu riskant.

Ngugi wa Thiong’o

In der neuerlichen Tradition, den Literaturnobelpreis verstärkt an Nicht-Europäer zu vergeben, könnte die Auszeichnung dieses Jahr zum allerersten Mal überhaupt nach Kenia gehen. Dort gilt der 79-jährige Ngugi wa Thiong’o nämlich als einer der bedeutendsten Schriftsteller des Landes, bzw. gemeinhin sogar als einer der wichtigsten Schreiberlinge aus ganz Ostafrika. Die Romane, die er in seiner kenianischen Muttersprache verfasst (Kikuyu) und die in viele Sprachen der Welt übersetzt worden sind, handeln dabei vorwiegend von der Kolonialisierung Afrikas durch Großbritannien, wobei sich Ngugi wa Thiong’o dabei als entschiedener Gegner der britischen Kolonialpolitik versteht und mitunter auch sehr explizit wird. Wegen seiner Werke, die überdies stark an die traditionelle Erzählform Afrikas angelehnt sind und die deshalb auch kulturell als ausgesprochen bereichernd aufgenommen werden, wurde Ngugi wa Thiong’o in den 70er Jahren sogar mal inhaftiert, da sich sein Oevre nicht selten auch gegen die eigene Landesregierung gerichtet hat. Nun könnte er der 114. Preisträger des Nobelpreises für Literatur werden, wofür ihn die Buchmacher zu einer Quote von 5,50 ganz hoch im Kurs sehen. Wir würden Ihnen dabei alleine schon wegen eines kuriosen Faktums empfehlen, auf den Kenianer zu tippen: Seit 2012 ist jedes Jahr Haruki Murakami der Topfavorit bei den Buchmachern gewesen, letztlich gewonnen hat jedoch fast immer der Name, der in der Liste umgehend auf den Japaner gefolgt ist – und das wäre in diesem Jahr Ngugi wa Thiong’o

Amos Oz

Der 78-jährige Israeli Amos Oz ist nicht nur Mitbegründer der „Peace Now“ Bewegung, sondern auch ein weltweit gefeierter Autor. Als einer der bekanntesten Befürworter einer Zweistaatenlösung im Nahostkonflikt zwischen Israel und Palästina handeln viele seiner Romane von den politischen Spannungen, in denen der in Jerusalem geborene ehemalige Literaturprofessor selbst aufgewachsen ist. Zahlreise Preise hat Amos Oz für seine Werke schon erhalten – darunter auch etliche Auszeichnungen in Deutschland, wo er sehr berühmt ist. Beispielsweise 2008 den Heinrich-Heine-Preis oder 2013 den Franz-Kafka-Literaturpreis. Unter anderem hat er auch den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels schon bekommen, wofür in erster Linie auch die zahlreichen Essays verantwortlich waren, die Amos Oz verfasst hat. Mit Werken wie „Der dritte Zustand“ hat er sich auch für den Nobelpreis für Literatur schon vor 25 Jahren erstmals empfohlen, könnte den Titel nun aber endgültig erhalten, wofür die Buchmacher in ihm zur Quote von 7,50 durchaus einen Favoriten im engen Kreis sehen. Zu einer attraktiven Quote ist Amos Oz diesen Tipp sicherlich wert, schlug doch sein jüngster Roman namens „Judas“ ebenfalls wieder voll ein und erhielt in deutscher Übersetzung unter anderem den Preis der Leipziger Buchmesse. Nach Samuel Agnon (1966) wäre er überdies erst der zweite israelische Preisträger.

Margaret Atwood

Die einzige Dame im Kreis der Topfavoriten auf den diesjährigen Literaturnobelpreis ist die 77-jährige Kanadierin Margaret Atwood. Erst vor vier Jahren hatte ihre Landsfrau Alice Munro den Preis nach Kanada geholt und nun sehen viele Experten in Margaret Atwood gleich die nächste brandheiße Anwärterin aus Kanada. Erst recht, weil sie am 15. Oktober 2017 in der Frankfurter Paulskirche offiziell schon eine sehr wichtige Auszeichnung in Empfang nehmen wird, wurde ihr doch in diesem Jahr bereits der Friedenspreis des Deutschen Buchhandels verliehen, was Mitte Juni diesen Jahres publik gemacht worden war. Der Oevre der Schriftstellerin, die seit inzwischen 50 Jahren im Geschäft ist, ist regelrecht gigantisch und behandelt vorwiegend wichtige Themen wie Gesellschaftskritik und die Rolle der Frau, bzw. deren Recht auf Selbstbestimmung. Mit ihrem jüngsten Werk namens „Hexensaat“ gelang ihr ein gleichermaßen satirisches wie auch auf mehreren Ebenen spielendes Meisterstück, für das sie nun auch in Hinblick auf den Nobelpreis für Literatur ganz hoch im Kurs steht. Für eine sehr attraktive Quote von 7,50 sollte man Margaret Atwood definitiv in Erwägung ziehen, zumal sie aus dem Kreis der vier Topfavoriten, die wir hier vorgestellt haben, im aktuellen Diskurs sicherlich die meiste Aufmerksamkeit erhält.

Die Quoten für den/die Gewinner/in beim Nobelpreis für Literatur 2017

Gewinner/-in Quote
Haruki Murakami 3,50
Ngugi wa Thiong’o 5,50
Amos Oz 7,50
Margaret Atwood 7,50
Adunis 13,00
Yan Lianke 13,00
Claudio Magris 15,00
Javier Marias 18,00
Jan Fosse 18,00
David Grossman 21,00
Ismail Kadare 21,00
Tom Stoppard 21,00
Gerald Murnane 26,00
Ko Un 26,00
Joyce Carol Oates 31,00
Laszlo Krasznahorkai 31,00
Philip Roth 31,00
Doris Kareva 34,00
Dubravka Ugresic 34,00
Jeanette Winterson 34,00
John Le Carre 34,00
Peter Handke 34,00
Tahar Ben Jelloun 34,00
Kjell Askildsen 41,00
Peter Nadas 41,00
Adam Zagajewski 51,00
Cees Nooteboom 51,00
John Banville 51,00
Leonard Nolens 51,00
Michel Houellebecq 51,00
Mircea Cartanescu 51,00
Sirkka Turkka 51,00
Ursula Le Guin 51,00
Jaan Kaplinski 67,00
Jussi Adler-Olsen 67,00
Tua Forsström 67,00
Karl Ove Knausgaard 81,00
Mia Couto 81,00
Olga Tokarczuk 81,00
Kamau Brathwaite 101,00
Salman Rushdie 101,00
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