Kombiwetten auf Favoriten – empfehlenswert oder nicht?

13. Oktober 2017

Sportwetten Ratgeber - Tipps & Strategien für erfolgreiches Wetten

Dieser Text basiert auf unseren persönlichen Erfahrungen mit Bet365 und stellt unsere Meinungen zu Bet365 dar.

Sie kennen das sicher: Man hat einen brandheißen Tipp, beispielsweise, weil man sich daran erinnert, dass Spieler A mit Spieler B schon immer Probleme hatte und meistens den Kürzeren gezogen hat, obschon A der klare Favorit ist. Oder weil aus irgendeinem Grund Mannschaft C seit geraumer Zeit zuhause kein Tor mehr erzielt hat und deswegen die Gäste, die offensiv sehr stark sind und somit immer für ein Tor gut sind, hinten aber ihre Schwächen haben, potenziell sehr gute Chancen auf einen Auswärtssieg haben. Nun loggen Sie also Ihren Expertentipp bei dem Sportwetten Anbieter Ihrer Wahl ein und sich enttäuscht: Die Quote von 3,x wirft bei zehn Euro Einsatz gerade einmal etwas mehr als 20 Euro Gewinn ab – und kommt dabei immer noch mit dem gewissen Risiko der Außenseiterwette.

Was macht man in diesem Fall also? Man wählt die Kombi-Wette! Je nach Plattform gibt es bereits ab fünf Kombinationen auf dem Schein den ersten Boost, anderswo bei sechs Tipps, wieder anderswo sogar schon ab dem dritten Tipp. Sollten Sie gar acht, neun, zehn oder mehr Tipps auf Ihrem Schein haben, entstehen nicht selten exorbitante Quoten, sodass Sie bei sehr wenig Einsatz bereits vierstellige Gewinne erwarten können. Und das, obwohl Sie zu Ihrem Expertentipp ausschließlich Favoritentipps hinzugefügt haben, um auf „Nummer sicher“ zu gehen.

Doch genau das ist die Preisfrage: Sind Favoritentipps wirklich diese „Nummer sicher“, für die man Sie auf den ersten Blick hält? Oder ist es mitunter vielleicht genau das, was uns der Sportwetten Anbieter signalisieren möchte: Schau her, dieses Spiel aus der dritten dänischen Liga mit den beiden Teams, deren Namen Du nicht aussprechen kannst, scheint sicher zu sein, denn die Heimmannschaft liegt bei 1,10 und die Gäste bei 7,00.

In unserem heutigen Sportwetten Ratgeber befassen wir uns deshalb für Sie mit der Frage, ob Kombiwetten auf Favoriten grundsätzlich empfehlenswert sind oder nicht, sodass Sie zukünftig für Ihr Wettverhalten einen wichtigen Wissensvorsprung erhalten. Denn ob Sie es glauben oder nicht: Wer die Regeln, Irrwege, Konventionen und Hintertürchen kennt, der macht langfristig gesehen Gewinn, während das Spielen „frei nach Schnauze“, wie der Berliner sagen würde, insgesamt in den Verlust führt.

Wie hoch ist die Trefferchance bei Favoritenwetten?

Um einen genauen Wert zu ermitteln, wie oft der Favorit sein Spiel am Ende auch tatsächlich gewinnt, müsste man zusätzlich zu den Statistiken und Datenbanken, die beispielsweise bei der Fußball Bundesliga von eigenen Statistik-Zentren erhoben werden, um eine Langzeitanalyse von Sportwetten Plattformen erweitern. Nur dann könnte man eine exakte Zahl ermitteln, die angibt, dass in soundsoviel Prozent aller Fälle der Favorit auch tatsächlich gewonnen hat. Sicherlich ein hochinteressantes Thema für die Abschlussarbeit eines Sportwissenschaftlers. Für unsere Belange jedoch braucht man diese Zahl gar nicht ermitteln, denn dass die Trefferchance recht hoch ist, dürfte als Aussage fast nicht zu bezweifeln sein. Dass der Favorit öfter gewinnt als Unentschieden spielt oder verliert, kann man tatsächlich als gegeben erachten. Die große Frage lautet daher vielmehr: Reicht diese Trefferchance aus, um sein Geld darin anzulegen?

Machen wir einfach mal ein ganz simples Beispiel und nehmen die erste Runde des DFB Pokals. 18 Bundesligisten werden hier in einen separaten Topf mit dem Großteil der zweiten Liga gepackt. Dementsprechend spielen die 18 Bundesligisten gegen in der Regel maximal drittklassige Teams, eher aber gegen komplette Amateure. Die Quoten bewegen sich bei 1,01 – beispielsweise, wenn Bayern bei einem Sechstligisten antreten muss – bis allerhöchstens 1,50, wenn ein eher schwächer eingestufter Bundesligist auswärts bei einem ambitionierten Drittligisten antreten muss. Dennoch ist die Favoritenrolle klar vergeben. Wissen Sie, wie viel Mal es seit der Saison 1963/64 vorgekommen ist, dass alle 18 Vertreter aus der Bundesliga die erste Runde überstanden haben? Null Mal!

Manchmal hat es zwar nur einen Favoriten erwischt, in besonders extremen Fällen wie in der Saison 1970/71 waren es aber beispielsweise acht Teams. Selbst in der jüngsten Vergangenheit waren es in der Saison 2012/13 sechs Mannschaften und 2014/15 immerhin fünf Vereine aus der Beletage des deutschen Fußballs, die in der ersten Runde an namenlosen Amateuren gescheitert sind, die Fußball mitunter nur als Hobby betreiben. Lange Rede, kurzer Sinn: Favoritenwetten sind immer auch ein Risiko, denn angenommen, Sie loggen auf einer Kombi-Wette einen Sieg aller 18 Bundesligisten in der ersten Pokalrunde ein, so fahren Sie zwar, wenn es aufgeht, einen stolzen Gewinn ein, gemessen daran, dass es aber noch nie aufgegangen ist, wird der Verlust erheblich sein!

Wieso Favoritentipps ein zweischneidiges Schwert sind

Wer seinen Tippschein erweitern möchte und nach Favoritenwetten sucht, der nimmt beispielsweise in der Fußball Bundesliga in der Regel welche Spiele dazu? Genau: Die von Dortmund und die der Bayern. Beides Teams, die nur ganz selten Quoten oberhalb von 1,50 bieten und sich oft irgendwo zwischen 1,01 und 1,20 bewegen. Schauen wir einfach Mal auf die abgelaufene Bundesliga Saison 2016/17:

Der FC Bayern München wurde mit großem Abstand und 15 Punkten Vorsprung auf den zweiten Platz überzeugend deutscher Meister und war in jedem Spiel hochfavorisiert. Doch wie viele der 34 Spiele hat der deutsche Rekordmeister letztlich gewonnen? Gerade einmal 25 Stück! Das entspricht 73,53%. Borussia Dortmund? Lediglich 18 Siege aus 34 Spielen, was am Ende dennoch für Platz drei gereicht hat. Der Prozentsatz an Siegen? Nur knapp über 50%. Die Rechnung ist nun denkbar einfach: Bei zehn Euro Einsatz machen Sie pro Sieg der Mannschaft zwischen ein paar Cent bis hin zu vielleicht zwei Euro Gewinn. Sagen wir als Durchschnittswert bei den Bayern einfach mal 1,50 Euro Gewinn. Sie setzen jeden Spieltag zehn Euro, sprich 340 Euro in der Saison. 25 Mal machen Sie 1,50 Euro Gewinn, das entspricht 37,50 Euro. Und neun Mal verlieren Sie zehn Euro. Das ist unterm Strich ein Verlust von 52,50 Euro. Bei Dortmund mit der deutlich schlechteren Siegquote fällt der Verlust sogar noch gravierender aus.

Und hier haben wir nur von Einzelwetten gesprochen! Bei Kombiwetten potenziert sich das Risiko, dass irgendein Favorit nun einmal so gut wie immer dabei ist, der letztlich dann doch überraschend patzt, ungemein. Zumal es in den anderen Ländern nicht wesentlich anders aussieht als in der Fußball Bundesliga. In der sehr einseitigen Primera División in Spanien ein sehr ähnliches Bild: Real Madrid in der Saison 2016/17: 29 Siege aus 38 Spielen. Obwohl es eine der besten Saisons der Königlichen war, in der mehrere Rekorde gebrochen worden sind, lediglich eine Siegquote von 76,32%! Barcelona währenddessen: 28 Siege – Siegquote: 73,69%. Atlético? „Nur“ 23 Siege – Siegquote: 60,53%.

Kurzum: Den Wert von einer Weltmannschaft wie Real Madrid erreicht im europäischen Vergleich kaum ein anderer Verein – und übersetzt heißen die gut 76% der Galaktischen halt auch bloß, dass von vier Spielen eines nicht gewonnen wird. Ein Schritt weitergedacht: Von vier Favoritentipps auf ihrem Kombi-Wettschein geht nach dieser Logik mindestens einer nicht auf.

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Wie Kombiwetten auf Favoriten erfolgreich gespielt werden könnten

Ganz einfach: Immer dann, wenn eine Vielzahl an wirklich sehr einseitigen Begegnungen stattfindet. Spielt beispielsweise in Deutschland der FC Bayern München zuhause gegen den Vorletzten der Tabelle, dürfte das Risiko, dass hier kein Heimsieg der Münchner stattfindet, recht gering sein. Spielt zeitgleich in England noch der Erste gegen den Letzten und hat dann vielleicht in Spanien noch Real Madrid ein Auswärtsspiel bei der Schießbude der Liga, die zudem schon lange kein eigenes Tor mehr erzielt hat, so entstehen insgesamt drei Partien, in denen die Quoten kaum höher als 1,10 sein dürften. Von diesem Richtwert ausgehend ist das in einer Kombi-Wette aber dann immerhin schon eine 1,331 – und damit eine recht attraktive Quote, bei der das Risiko, dass die Wette nicht aufgeht, unterhalb von zehn Prozent liegen sollte. Wenn Sie hier also beispielsweise die Wahrscheinlichkeit, dass der Schein aufgeht, bei 90% anlegen, so kämen Sie bei zehn Euro Einsatz auf einen positiven Erwartungswert (durchschnittlich 1,97 Euro Gewinn). Mehr zum Thema, wie Sie den Erwartungswert berechnen, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Aber Achtung: Dieser positive Erwartungswert ist sehr schnell obsolet, wenn Sie der typischen Verlockung erliegen und „nur noch diesen einen“ Tipp auf den Schein aufnehmen, der dann nicht mehr nahezu bombensicher ist. Bereits ein vierter Tipp, der mit einer Quote von beispielsweise 1,25 den Schein massiv boosten würde (die Quote würde auf ca. 1,66 steigen), würde den Erwartungswert ins Negative verschieben. Wie vorhin beschrieben, geht mindestens einer von vier Favoritentipps statistisch gesehen nicht auf. Zu sagen, Sie haben hier immer noch eine Wahrscheinlichkeit von 50%, würde implizieren, dass jeder zweite dieser Viererscheine aufginge, was aber nicht der Realität entspricht. Streng genommen müssen Sie daher eine weitaus niedrigere Wahrscheinlichkeit für Ihre Berechnung zu Grunde legen. Sagen wir aber, dass Sie wegen der drei extrem sicheren Tipps hier noch immer eine 60%ige Wahrscheinlichkeit hätten: Selbst bei diesen 60% kommen für Sie bei zehn Euro Einsatz am Ende durchschnittlich nur noch 9,96 Euro zurück, was bereits ein Verlust von vier Cent ist. Und wohlgemerkt sind diese 60% viel zu hoch angesetzt. Langfristig gesehen führt also bereits der eine, nicht mehr bombensichere Tipp, in den sicheren Verlust. Seriöse Sportwetten zu betreiben, heißt also auch, strikt nach mathematischen Berechnungen zu tippen.

Die Variante „Lotto“: Aus Eins mach Tausend

Last, but not least, möchten wir Ihnen noch die Variante „Lotto“ vorstellen, die horrende Gewinne verspricht, aber eben mit ähnlich geringen Wahrscheinlichkeiten daherkommt wie das Lotto. Analog dazu sollten Sie dieses System auch nur mit dem symbolischen einen Euro spielen, den Sie beim Lotto bezahlen.

Die Variante sieht dabei wie folgt aus: Nehmen Sie sich einen beliebigen Spieltag in einer nationalen Liga, beispielsweise die Bundesliga mit allen neun Spielen oder die Premier League / Primera División mit zehn Spielen. Hauptsache, Sie kennen sich in der Liga gut aus. Nutzen Sie nun Statistiken, Tabellenstände, Bilanzen und anderen Daten, die Ihnen zur Verfügung stehen und überlegen Sie sich nun ohne Blick auf irgendwelche Quoten, die zumindest unterschwellig immer auch tendenziös das Tippverhalten des Nutzers beeinflussen, welche Tipps Sie beispielsweise im klassischen 3-Weg-System für am realistischsten erachten. Erst dann loggen Sie sich beim Sportwetten Anbieter Ihrer Wahl ein und geben dort alle Tipps auf einem Schein ab. Erfahrungsgemäß gibt es für nur einen Euro Einsatz hier oftmals schon tausend Euro und mehr zurück.

Natürlich sollte klar sein, dass diese Kombi-Wette eine Chance von weniger als einem Prozent hat, aufzugehen. Dennoch ist der Gewinn, wenn es denn mal einen Glückstag gibt, hoch genug, sodass diese Variante tatsächlich einen positiven Erwartungswert mit sich bringt und gerechtfertigterweise gespielt werden kann. Auch hier gilt aber natürlich das Gesetz des exponentiellen Wachstums: Pro Tipp, den Sie aufnehmen, geht Ihre Gewinnchance rapide weiter in den Keller und verschiebt sich um weitere Nachkommastellen hinter der Null.

Fazit

In diesem Beitrag haben wir uns mit der Thematik der Kombiwetten auf Favoriten auseinandergesetzt und die Frage analysiert, ob sie empfehlenswert sind oder nicht. Am Ende bleibt die etwas ernüchternde Antwort: Es kommt darauf an! Und zwar vorrangig darauf, ob Sie dazu bereit sind, sich mit den mathematischen Aspekten der Disziplin Sportwetten auseinanderzusetzen. Gerade bei Kombi-Wetten ist die Berechnung von Eintrittswahrscheinlichkeiten, von einem positiven Erwartungswert und von den damit verbundenen durchschnittlichen Gewinnen für Ihren Einsatz der Schlüssel zum Erfolg.




Die genannten Angebote sind möglicherweise auf Neukunden beschränkt oder nicht mehr gültig. Es gelten die AGB des Wettanbieters. Genaue Details ersehen Sie bitte direkt aus der Webseite des Wettanbieters. Alle Tipps basieren auf der persönlichen Meinung des Autors. Es gibt keine Erfolgsgarantie. Bitte wetten Sie mit Verantwortung. 18+

* Alle angegebenen Wettquoten waren zum Zeitpunkt der Erstellung des Artikels gültig. Jede Wettquote unterliegt Schwankungen. Bitte überprüfen Sie die aktuellen Quoten beim jeweiligen Wettanbieter!

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