Italien vs. Spanien Prognose & Quoten EM 2016

26. Juni 2016

Italien vs. Spanien EM 2016

Am Montag, den 27. Juni 2016, kommt es bereits im Achtelfinale der EM 2016 zum Kracher, wenn Italien um 18:00 Uhr auf Spanien trifft. Bei der EM 2012 war es noch das große Endspiel, während eine der beiden großen Fußballnationen in diesem Jahr schon vor dem Viertelfinale die Heimreise wird antreten müssen. Ausgeschlossen war die Partie zu diesem frühen Zeitpunkt logischerweise nicht, damit es dazu kommen konnte, musste jedoch Italien seine Gruppe noch vor den Favoriten aus Belgien gewinnen, während die Spanier in der Todesgruppe D auf Platz 2 landen mussten – somit waren doch zwei mehr oder weniger große Überraschungen nötig, um im Achtelfinale ein echtes Highlight zu bekommen.

Als wäre die Neuauflage des Endspiels aus dem Jahre 2012 – damals siegte Spanien übrigens in aller Deutlichkeit mit 4:0, nachdem sich beide Teams im ersten Spiel der Gruppenphase bereits 1:1 trennten – nicht schon genug, so winkt dem Gewinner dieser Partie womöglich nur wenige Tage später das namhafteste Viertelfinale der EURO 2016, wenn es wohl gegen den amtierenden Weltmeister aus Deutschland gehen wird. Weil im Halbfinale anschließend Gastgeber Frankreich drohen könnte, ist also schon jetzt klar, dass Italien oder Spanien bei einem möglichen Einzug ins Endspiel der EM 2016 den wohl mit Abstand schwierigsten Weg zurücklegen musste, den es jemals bei einer Europameisterschaft gab.

Nachdem nun also im letzten Gruppenspiel die lange spanische Dominanz durch eine Niederlage gegen Kroatien endlich mal wieder gebrochen werden konnte und auch die Italiener sich mit dem beeindruckenden 2:0-Erfolg über Favorit Belgien wieder ganz oben auf die Liste der möglichen Kandidaten auf den EM Sieg spielen konnten, darf hier mit einer Begegnung der Superlative gerechnet werden. Im Vorfeld haben wir deswegen umso genauer hingesehen, wie es um die beiden Topnationen zurzeit bestellt ist, um den potenziellen Favoriten für den Einzug in die Runde der letzten acht Mannschaften ausfindig machen zu können.

Italien – Der große Vorteil ist die routinierte Defensive

Als im Vorfeld der EURO 2016 die Favoriten bestimmt worden sind, war Italien nicht einmal unter den darüber hinaus benannten Geheimfavoriten zu finden. Als zu alt galt die eine Hälfte des Kaders und als zu unerfahren der andere Teil. Tatsächlich stellte man im Auftaktspiel gegen Belgien sogar einen Rekord auf. So kamen die elf Spieler in der Startaufstellung der Squadra Azzurra auf ein durchschnittliches Alter von sage und schreibe 31,5 Jahren – die älteste EM Startelf aller Zeiten. Hauptsächlich die defensive Abteilung rund um die vier Weltmeister des Jahres 2006, Torwart Gianluigi Buffon sowie die Verteidiger Giorgio Chiellini und Andrea Barzagli (alle drei Juventus Turin) und Mittelfeldspieler Daniele De Rossi (AS Rom), hob diesen Schnitt maßgeblich an, obschon auch die spät berufenen Graziano Pellè (FC Southampton) und Éder Citadin Martins (Sampdoria Genua) als Neulinge in der Nationalelf mit 31, bzw. 29, bereits im gehobenen Fußballeralter sind. Dennoch sollte es sich als die richtige Wahl von Coach Antonio Conte herausstellen, vor allem auf die routinierten Verteidiger zu setzen, konnte man doch gegen Favorit Belgien in erster Linie im Spiel nach hinten die Basis für den Sieg schaffen. Dadurch, dass man in den brenzligen Situationen noch das nötige Quäntchen Glück hatte, dass Belgien seine Abschlüsse nicht im italienischen Tor unterbringen konnte, kam man so zu einem extrem clever herausgespielten 2:0-Sieg, den sicherlich kaum ein Experte in dieser Form auf dem Zettel hatte. Gegen die ohnehin enttäuschenden Schweden kam man im zweiten Spiel zu einem knappen 1:0-Erfolg, als Éder in der 88. Minute kurz vor Spielschluss den Siegtreffer markieren konnte. Nach hinten brannte allerdings gar nichts an, kam die Elf rund um Superstar Zlatan Ibrahimovic doch auf keinen einzigen Torschuss. Weil die Squadra Azzurra somit vorzeitig als Gruppensieger feststand, schonte man dementsprechend im Spiel gegen Irland fast die komplette erste Elf, wodurch auch der vermeintliche Nachfolger von Legende Buffon, Salvatore Sirigu (Paris Saint-Germain), im Tor der Italiener zu seinem ersten EM Einsatz kam. Die 0:1-Niederlage gegen leidenschaftlich kämpfende Iren ist vor diesem Hintergrund nicht überzubewerten. Spanien muss sich definitiv auf eine abermals starke und sehr konsistente italienische Defensive einstellen, wobei die frischen Offensivkräfte stets für einen eigenen Treffer gut sind.

Spanien – Nach 14 Spielen die erste Niederlage

Obwohl man vor dem letzten Gruppenspiel gegen Kroatien nach verhältnismäßig eindeutigen Siegen gegen Tschechien (1:0) und die Türkei (3:0) schon sicher für die K.-o.-Runde qualifiziert war, stellte Trainerlegende Vicente del Bosque seine beste Elf auf. Schließlich zeichnete sich bereits eine Tendenz ab, dass der obere Pfad des Baumes auf dem Weg ins Finale die wesentlich leichteren Lose vereinen würde. Auch war klar, dass der Verlierer des Spiels zwischen dem amtierenden Europameister und Kroatien sicher die Italiener abbekommen würde und anschließend vermutlich gegen Deutschland würde antreten müssen, bevor es im Halbfinale womöglich gegen den Gastgeber Frankreich gehen könnte. Alles in allem genug Gründe, um das letzte Gruppenspiel als eine Art vorgezogenes K.-o.-Spiel zu sehen, in welchem den Spaniern ein Unentschieden für den Gruppensieg reichen würde. Als schließlich Álvaro Morata (aktuell Juventus Turin, nächste Saison bei Real Madrid) in der siebten Spielminute seinen dritten Treffer markierte und Spanien auch im dritten Gruppenspiel 1:0 führte, schien die Sache eigentlich gegessen. Zwar kamen die Kroaten noch zum Anschlusstreffer, aber als in der 72. Spielminute der Elfmeterpfiff des Schiedsrichters (dazu auch noch unberechtigerweise) ertönte, gab es einen großen „Match Point“ für den Gruppensieg. Der Kapitän, Welt- und Europameister Sergio Ramos (Real Madrid), übernahm höchst persönlich die Verantwortung, scheiterte allerdings am kroatischen Keeper mit einem extrem schwach geschossenen Strafstoß. Wie so oft wackelte dann bei einer derartig vergebenen Großchance auch noch das so wichtige Unentschieden und in der 87. Minute gelang es den Kroaten, mit einem wundervollen Treffer von Ivan Perišić (Inter Mailand) den 2:1-Sieg perfekt zu machen, bei dem Torwart David de Gea (Manchester United), der unter viel Kritik den Platz von Legende Iker Casillas (FC Porto) bekam, alles andere als gut aussah. Spanien war damit erstmals seit 14 Spielen bei Europameisterschaften in Serie wieder besiegt worden, nachdem dieses Kunststück zuletzt den Portugiesen im Jahr 2004 gelang. Gegen Italien muss man sich unbedingt auf die starke Leistung gegen die Türkei besinnen. Immerhin: Stürmerstar Álvaro Morata kennt die fast ausschließlich aus Spielern von Juventus Turin bestehende Abwehr aus zwei gemeinsamen Spielzeiten bestens und hat möglicherweise ja eine zündende Idee, wie man dieser beikommen könnte…

Italien – Spanien Bilanz – Bisherige Aufeinandertreffen

Diesen Klassiker des europäischen Fußballs hat es schon 34 Mal in der Geschichte gegeben und bemerkenswerterweise ist die Statistik hier völlig ausgeglichen. So kommen sowohl Italien als auch Spanien auf insgesamt je zehn Siege, während 14 weitere Unentschieden den direkten Vergleich abrunden. Lediglich in der Tordifferenz steht es mit 40:36 etwas knapp zugunsten der Italiener. Nimmt man das schon angesprochene EM Finale 2012 hinzu, so begegnen sich die beiden renommierten Nationen nun bei der dritten EM in Serie. So führte Spaniens Weg zum Titel 2008 unter anderem im Viertelfinale über die Italiener. Ob das ein gutes Omen für die Spanier ist? Zumindest in den Spielen im Viertelfinale bei der WM 1934 und 1994 gewannen die Italiener. Im März trennten sich die beiden Teams, die es auch in der Qualifikation zur WM 2018 miteinander zu tun bekommen werden, übrigens mit einem versöhnlichen 1:1 in Udine.

Italien – Spanien Prognose – EM 2016 Spiel am 27.06.2016

Unterm Strich darf hier tatsächlich auch das spannende Spiel erwartet werden, das mit der Nennung der beiden großen Namen im Weltfußball einhergeht. Weil beide Mannschaften über gute Defensiven verfügen und sich dazu noch von etlichen gemeinsamen Duellen bestens kennen, vermuten wir hier zunächst eine lange Phase des Beschnupperns, kennt man doch die Stärken des Gegners nur allzu gut und wird es hier tunlichst vermeiden wollen, ins offene Messer zu laufen. Insgesamt ist das Potenzial einer Verlängerung hier ausgesprochen groß, weswegen wir es für am wahrscheinlichsten halten, dass es hier nach 90 Minuten noch immer 0:0 stehen könnte. Was danach passiert, steht in den Sternen. Nach zwei Titeln in Serie und auch wegen des hohen 4:0-Siegs gegen die Italiener im letzten Finale könnte aber nun die Squadra Azzurra mal wieder an der Reihe sein.

Italien – Spanien Quoten – EM 2016 Spiel am 27.06.2016

Tipp 1 (Italien): 4,33
Tipp X (Unentschieden): 3,00
Tipp 2 (Spanien): 2,15

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