Außenseiter Wetten – Strategie & Tipps zu Turnierformaten

20. Dezember 2017

Sportwetten Strategie - Tipps für erfolgreiches Wetten

Dass Wetten auf Außenseiter sich immer dann lohnen, wenn der Underdog aus vermeintlichen David gegen Goliath Situationen als Sieger hervorgeht und einen scheinbar übermächtigen Gegner entgegen aller Wahrscheinlichkeiten schlägt, dürfte hinreichend bekannt sein. Schnell verbreiten sich dann im Internet die erfolgreichen Tippscheine mancher verwegener Wetter wie ein Lauffeuer. So sind Sportwetten Freunde wie John Pryke zumindest temporär zu regelrechten Internet Phänomenen avanciert. Der britische Fan wettete im Vorfeld der Saison 2015/16 50 Pfund darauf, dass sein Herzensverein Leicester City englischer Meister werden würde – und verkaufte die Wette letztlich einige Spieltage vor Saisonende für einen hohen fünfstelligen Betrag seinem Anbieter.

Wann immer eine solche Wette auf einen Außenseiter aufgeht, ist der Gewinn in der Regel so richtig hoch. Schnell unter den Tisch fallen dabei aber all jene Tipper, die mitunter schmerzhaft hohe Beträge in diversen Märkten und bei den unterschiedlichsten Sportarten auf Außenseiter gesetzt haben und am Ende alles verloren haben. Am Ende gewinnt nämlich selbst bei gelegentlich astronomisch hohen Auszahlungen immer die Bank, bzw. die Sportwetten Plattform. Dass allerhöchstens 5% aller Sportwetter langfristig gesehen dazu in der Lage sind, haben wir Ihnen im Rahmen unserer Sportwetten Strategie Beiträge schon des Öfteren erklärt. Zum erfolgreichen Wetten gehört nämlich weitaus mehr als bloß Glück. Es geht dabei aber gar nicht darum, im richtigen Moment das richtige Händchen für den lukrativen Außenseitertipp zu beweisen, sondern vielmehr geht es darum, regelmäßig richtige Momente zu kreieren, um Wetten abzugeben, die einen positiven Erwartungswert bringen (lesen Sie hier, wie das geht). Wer nun noch das Bankroll Management aus dem Effeff beherrscht und stets die richtige Höhe seiner Einsätze wählt (hierzu gibt es diesen Beitrag), um nicht bei einer Pechsträhne an verlorenen Wetten, die im Leben eines Profis nun einmal dazugehört und vor der niemand gefeilt ist, der hat die perfekten Voraussetzungen dafür, langfristig erfolgreich zu wetten (vgl. dieser Beitrag).

Und weil zu diesem langfristigen Erfolg eben nicht nur das stete Wetten auf die Favoriten gehört (lesen Sie hier, weshalb das so ist), sondern gerade auch die Wetten auf Außenseiter in gewissen Konstellationen eben nicht gescheut werden dürfen, befassen wir uns im heutigen Beitrag der Kategorie Sportwetten Strategie mit exakt diesem Thema: Sportwetten auf den Underdog. Neben einer kurzen Wiederholung der wichtigen Grundvoraussetzungen zur Abgabe dieser Tipps liefern wir Ihnen dazu außerdem die Turnierformate, in denen solche Wetten sich besonders lohnen.

Außenseiter Wetten Strategie – das sollten Sie berücksichtigen

Wer mit einer Wette auf einen Außenseiter liebäugelt, der muss einen schmalen Grat zwischen drei wichtigen Eckpunkten beschreiten. Erstens darf man dem Underdog nämlich nicht zu große Chancen ausrechnen und sich somit nicht von ungewöhnlich hohen Quoten blenden lassen. Zweitens darf die Wette bei realistischem, positivem Erwartungswert aber auch nicht gemieden werden. Und drittens müssen Sie einkalkulieren, dass Wetten auf Außenseiter stets langfristige Investitionen sind. Denn angenommen, Sie haben eine Wette, die nur mit einer Chance von 20% auch wirklich aufgeht, in diesen Fällen aber immer einen positiven Erwartungswert bietet, dann werden Sie von 100 Wetten, die Sie abgeben, eben auch 80 Stück verlieren. Der Gewinn aus den 20 gewonnenen Wetten verschiebt die Bilanz aber langfristig auf die Haben-Seite. Umso wichtiger, dass Sie verinnerlichen, dass bei Wetten auf Außenseiter die Höhe des Wetteinsatzes elementar wichtig ist. Wir möchten Ihnen deshalb die jeweiligen Grundregeln, die Sie in den eingangs verlinkten Beiträgen in aller Ausführlichkeit nachlesen können, hier anhand einem griffigen Beispiel ein Mal kurz vorrechnen.

Gehen wir für unser Beispiel einfach mal davon aus, dass Sie 200 Euro Guthaben auf Ihrem Account haben und gerade über ein Spiel gestolpert sind, in welchem die Quote auf den Sieg des Außenseiters mit einem positiven Erwartungswert einhergeht. Sagen wir, Mannschaft A ist der haushohe Favorit und Mannschaft B der Außenseiter. Die Quoten sehen wie folgt aus:

  • Tipp 1 (Mannschaft A): 1,20
  • Tipp X (Unentschieden): 5,00
  • Tipp 2 (Mannschaft B): 10,00

Im allerersten Schritt klammern Sie die Quoten völlig aus, bzw. schauen sich diese am besten erst an, nachdem Sie ganz wertneutral unter Zuhilfenahme diverser Daten für die aktuelle Formkurve der Teams den Verletzungsstand, etwaige Sperren durch rote Karten oder auch den direkten Vergleich haben einfließen lassen. Sagen wir, Sie kommen zu der folgenden Verteilung:

  • Mannschaft A gewinnt zu 75% das Spiel.
  • In ca. 15% aller Fälle gibt es ein Remis.
  • Die restliche Eintrittswahrscheinlichkeit für Tipp 2 liegt dementsprechend bei 10%.

Im nächsten Schritt setzen Sie nun die Quoten ein und rechnen den Erwartungswert aus, so wie wir es Ihnen in diesem Beitrag (hier klicken) beigebracht haben. Anhand dieser Formel kommen die folgenden Ergebnisse raus:

  • Tipp 1: Bei zehn Euro Einsatz machen Sie einen Euro Verlust.
  • Tipp X: Bei zehn Euro Einsatz sind es hier sogar 2,50 Euro Verlust.
  • Tipp 2: Bei zehn Euro Einsatz wären es fünf Euro Gewinn.

Obschon also Mannschaft B der krasse Außenseiter sein mag, macht einzig und allein Tipp 2 Sinn – zumindest auf den ersten Blick. Es gilt also, bei solch positiven Erwartungswerten noch ein zweites Mal hinzusehen. Fragen, die Sie sich stellen sollten, lauten:

  • Wieso liegt die Quote für Mannschaft B im zweistelligen Bereich?
  • Sind meine Eintrittswahrscheinlichkeiten für die anderen Ergebnisse als den Favoritensieg zu positiv gewesen?
  • Habe ich bei meinen Berechnungen irgendetwas übersehen – beispielsweise eine Tendenz in der Mannschaft, gegen den Trainer zu spielen oder gedanklich schon beim nächsten Match zu sein, um die Kraftreserven einzuteilen?
  • Muss ich die Eintrittswahrscheinlichkeiten anpassen?

Spätestens bei einem „Ja“ bei der letzten Frage, sollten Sie wieder nach oben scrollen, die Eintrittswahrscheinlichkeiten neu anpassen und anschließend die Erwartungswerte neu berechnen. Solange, bis Sie sich sicher sind, dass diese Eintrittswahrscheinlichkeiten Sinn machen. Ein Tipp hierzu: Haben Sie immer im Hinterkopf, dass beispielsweise im Fußball selbst vermeintliche Übermannschaften wie Real Madrid, der FC Barcelona, Bayern München oder auch Paris Saint-Germain in ihren nationalen Ligen nur in absolute Ausnahmefällen am Saisonende mehr als 75% aller Spiele in der Meisterschaft gewonnen haben. 75% stellt einen absoluten Topwert da, der nur selten geknackt wird. Realistischer sind bei nationalen Meistern Werte wie 68% bis maximal 72% an gewonnenen Spielen. Das heißt also übertragen auf die Konstellation „David gegen Goliath“ beispielsweise im Fußball auch, dass die 75%, die in unsrem Beispiel für Tipp 1 angelegt worden sind, ein absolut vernünftiger Wert sind. Es sei denn, es sprechen vielleicht derartig krasse Statistiken, wie ein Head to Head Vergleich, in dem Mannschaft B von 50 Spielen noch nie auswärts bei Mannschaft A gewinnen konnte, dafür, dass Sie allen Grund dazu haben, diese 75% auf vielleicht 85 oder gar 90% auszubauen.

Lassen Sie uns aber bei den Zahlen bleiben. Es ergibt sich also ein Tipp 2 mit einem stark positiven Erwartungswert. Wählen wir also den richtigen Einsatz, wenn die Bankroll bei 200 Euro liegt. An dieser Stelle unserer Seite (hier klicken) haben wir Ihnen erklärt, was „Staking“ ist. Es geht hierbei nun darum, zu definieren, wie sicher Ihre Wette ist, was wir ja schon gemacht haben: Sie geht in 15% aller Fälle auf. Das heißt, dass Sie 85 Mal verlieren, wenn Sie diesen Tipp abgeben, und mit den 15 Malen, die Sie gewinnen, am Ende ein Plus erzeugen. Weil die Wahrscheinlichkeit aber kein Gedächtnis hat, müssen Sie hier die Einsatzhöhe so wählen, dass Sie auch 85 verlorene Scheine am Stück abfedern können. Setzen Sie jedes Mal zehn Euro, bräuchten Sie also möglicherweise 860 Euro Einsatz, nur um ein Mal zu gewinnen.

Bewährt hat sich das System, die Eintrittswahrscheinlichkeit in sogenannte Units zu übersetzen. Eine Unit entspricht dabei 0,5% Ihrer Bankroll. Bei 15% Eintrittswahrscheinlichkeit haben wir dementsprechend 1,5 Units, sprich 0,75% Ihrer Bankroll als die exakt richtige und vernünftige Höhe des Einsatzes. Es ergibt sich also, dass diese Wette bei 200 Euro Bankroll mit 1,50 Euro Einsatz zu spielen ist. Und genau hierin liegt auch die große Schwierigkeit bei Außenseiterwetten, wenn Ihre Bankroll eben noch nicht im vierstelligen Bereich angelangt ist: Es erfordert nun ein großes Maß an Disziplin, es auch wirklich bei diesen 1,50 Euro zu belassen und nicht dem Lockruf des großen Geldes zu erliegen und das Zehnfache an Einsatz abzugeben.

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Langfristiger Gewinn durch Wetten auf Außenseiter – nutzen Sie diese Turnierformate

Nachdem wir eben sehr ausführlich wiederholt haben, was es bei diesen Außenseiterwetten zu beachten gilt, geht es im nächsten Schritt darum, die Turnierformate ausfindig zu machen, in denen Außenseiterwetten am lukrativsten sind. Beachten Sie dabei gleich zu Beginn, dass sich nach streng mathematischer Berechnung, wie wir sie eben noch mal Schritt für Schritt wiederholt haben, in jeder Sportart und in jedem Turnierformat immer mal wieder ein positiver Erwartungswert finden lässt. Dennoch gibt es einige Turnierformate, die nahezu prädestiniert dafür sind, dass dem Sieg des Underdogs mit Fug und Recht der eine oder andere Prozentpunkt in der Eintrittswahrscheinlichkeit oben drauf gegeben werden kann, sodass positive Erwartungswerte sich nicht nur im ersten Blick auftun, sondern auch dem zweiten Blick Stand halten. Hervorheben möchten wir dabei die folgenden vier Formate:

  1. Pokalwettbewerbe im Fußball
  2. Freundschaftsspiele und Testspiele
  3. Die erste Runde im Tennis
  4. Gastgeber bei großen Turnieren

Pokalwettbewerbe im Fußball

Besonders im deutschen Fußball (DFB Pokal), aber auch im englischen FA Cup oder League Cup gibt es die Besonderheit, dass in einem einzigen Duell darüber entschieden wird, welcher Verein die nächste Runde erreicht. Ist dabei nach 90 Minuten noch keine Entscheidung gefallen, gibt es notfalls Verlängerung (DFB Pokal) oder sofort Elfmeterschießen (League Cup in England), während im Fall des Remis im FA Cup wiederum ein Rückspiel im Stadion der Auswärtsmannschaft angesetzt wird, was den ohnehin schon vollgepackten Spielplan der englischen Klubs noch zusätzlich aufplustert und selten im Interesse der beteiligten Klubs ist. Wie dem auch sei: solche Duelle, bei denen es in nur einem Spiel um Sieg oder Niederlage, Weiterkommen oder Ausscheiten, Erfolg oder Scheitern geht, sind scheinbar wie gemacht für Wetten auf Außenseiter, denn gerade im DFB Pokal, wo in der ersten Runde noch die Besonderheit herrscht, dass die Vertreter aus der Bundesliga gegen unterklassige Amateurvereine antreten, hat es bis heute noch nie jeder Favorit über das Auftaktmatch hinausgeschafft. In der aktuellen Saison scheiterten mit dem Hamburger SV und dem FC Augsburg zwar ausnahmsweise mal „nur“ zwei Mannschaften, in den heftigsten Jahren blieben aber schon mal sieben Bundesligisten in Runde eins auf der Strecke – und selbst zwei von 18 Teams ergeben 11%. Von zahlreichen weiteren Überraschungen mal ganz zu schweigen. So kann auch ein gestandener Zweitligist die Quote des Amateurvereins aus der fünften Liga in die Höhe treiben, aber dennoch mal scheitern.

Kurzum: die Ausgangslage hier ist bei nahezu allen Teams im DFB Pokal nahezu prädestiniert für sich aufbäumende Außenseiter. Warum? Ganz einfach: Obschon es „nur“ sechs Siege am Stück braucht, um den deutschen Vereinspokal am Ende zu gewinnen, ist es doch sehr schwer, ohne Niederlage durch dieses Turnier zu kommen, weshalb der Wettbewerb mitunter gerade von den durchschnittlichen Bundesligisten stiefmütterlich behandelt wird. Denn die Siegprämien für das Erreichen der nächsten Runden sind einerseits zu gering, um es interessant zu machen, und andererseits bekommt der Bundesligist in den ersten zwei Runden fast ausnahmslos nur Auswärtsspiele. Das heißt also, dass zusätzliche Reisestrapazen den Fokus auf den Ligabetrieb unterbrechen, während am Ende sogar noch allerhand Ausgaben für diese Reise anfallen und keine Einnahmen aus Ticketverkäufen verbucht werden können. Die Attraktivität hält sich also solange in Grenzen, ehe die Chancen auf den Gesamtsieg drastisch steigen, beispielsweise, weil Bayern, Dortmund, Schalke und Co schon vorzeitig gescheitert sind und es Raum für einen Überraschungssieger gibt.

Anders verhält es sich aber für den Außenseiter. Nicht selten ist es für Mannschaften aus Liga drei oder tiefer das absolute Spiel des Jahres, wenn ein Topteam aus der Bundesliga oder zweiten Liga zu Gast ist, was die Motivation in die Luft schraubt und den Einsatz dementsprechend anpasst. Eine undankbare Situation für das Profiteam, das auch kein Rückspiel hat, in dem etwaige Patzer ausgebügelt werden können. Und auch der Qualifikationsmodus spielt hier eine Rolle. Alle Außenseiter mussten zur Qualifikation für den DFB Pokal nämlich in der Vorsaison einen Verbandspokal gewinnen und haben dementsprechend gerade erst bewiesen, dass sie sich in einem K.-o.-Turnier behaupten können. Am Ende kommen Sie hier natürlich nicht drum herum, in jedem Spiel – wie aufgezeigt – die Eintrittswahrscheinlichkeiten und Erwartungswerte zu berechnen. Traditionell lassen sich aber im Pokal, der seine eigenen Gesetze schreibt, weitaus häufiger positive Erwartungswerte finden, die Sie für Wetten auf Außenseiter auch nutzen sollten.

Freundschaftsspiele und Testspiele

In einem anderen Sportwetten Strategie Artikel auf unserer Webseite haben wir uns mit den mannigfaltigen Besonderheiten von Freundschaftsspielen und Testspielen bereits intensiv auseinander gesetzt, auf die selbstverständlich ebenfalls gewettet werden kann. Die ausführliche Betrachtung dieser interessanten Konstellationen, in denen Wetten auf Außenseiter besonders lohnenswert sein können, finden Sie an dieser Stelle unserer Webseite (hier klicken).

Hier daher nur kurz einige Eckpunkte zusammengefasst:

  • In Freundschaftsspielen treten valide Daten (bspw. Head to Head Vergleich oder Form aus den letzten x Spielen) in den Hintergrund und es kommt auf andere Aspekte an.
  • Ansonsten eher wenig relevante Punkte, wie der Termin der Ansetzung, das Klima, die Situation, in der die Mannschaften gerade stecken, oder auch der Zustand des Rasens sind zu berücksichtigen.
  • Oft kann auch ein Freundschaftsspiel das „Spiel des Jahres“ aus Sicht des Außenseiters sein, was für zusätzliche Motivation sorgt.
  • Testspiele werden oft auch angesetzt, wenn es – wie das Wort verrät – etwas zu „testen“ gibt (zum Beispiel neue Spieler oder ein neues System. Trifft das nur auf eine Seite zu, könnte die Gegenseite ggf. im Vorteil sein.
  • Überbrückt ein Profiteam hier beispielsweise eine Länderspielpause, in der nahezu alle Stammkräfte bei ihren Nationalmannschaften sind, kann das wiederum gegen einen Außenseitertipp sprechen, da die zweite und dritte Garnison vermutlich Wochen, wenn nicht gar Monate, auf die Chance gewartet hat, sich dem Trainer in Abwesenheit der Stars nun zu beweisen und für zukünftige Aufgaben zu empfehlen.

Die erste Runde im Tennis

Gerade im Tennis bleibt kaum ein Profi aus ATP oder WTA davon verschont, nicht bei mindestens einem Turnier mal in Runde eins überraschend zu scheitern. Das ist vor allem deshalb bemerkenswert, weil das System in den Tennis Turnieren darauf ausgelegt ist, dass die Topstars in der Setzliste starten und anfänglich gegen Außenseiter starten, damit in den kommenden Runden möglichst die großen Namen (Favoriten) übrig bleiben und Spannung gewährleistet ist. Dennoch gibt es eine ganze Reihe von logischen Gründen, die man mit dem richtigen Riecher im Vorfeld für lukrative Außenseiterwetten ausfindig machen kann.

Erstens: Oft müssen die Topstars im Tennis schon Monate im Vorfeld ihre Teilnahme an den Turnieren ankündigen, da dort damit aktiv Werbung betrieben wird. Hiermit gehen auch in der Regel besondere Zusatzklauseln bei den Antrittsgeldern einher. Nun absolviert ein Profi bei ATP oder WTA aber selten weniger als 50 Pflichtspiele im Jahr, wobei die Saison zwischen Anfang November und Ende Dezember pausiert. 50 Spiele, die sich auf zehn Monate erstrecken, wobei die Top 10 Spieler noch mal gute ~30 Spiele mehr auf dem Konto haben am Ende. Das ergibt mitunter Intervalle von durchschnittlich einem Spiel alle zwei bis drei Tage. Hinzu kommen die raschen Wechsel der Zeitzonen und lange Reisen. 2016 musste Svetlana Kuznetsova nach ihrem Sieg bei einem WTA Turnier in Russland weiter nach Singapur reisen und dort postwendend am nächsten Tag im ersten Match antreten. Zwischen beiden Spielen lagen gerade einmal 20 Stunden – und obwohl dieses Beispiel besonders extrem ist, sind solche Phasen im Jahr nun einmal keine Ausnahme, in denen am Sonntagabend in Land X abgereist wird und in denen am Montagabend oder Dienstagmorgen – am besten noch in völlig anderer Zeitzone – das nächste Match ansteht. Kurzum: manchmal lässt sich gegen einen besonders aufstrebenden und motivierten Außenseiter die Leistung gerade in diesen tückischen ersten Runden nicht abrufen, zumal ein Erstrundenaus immer auch zur Folge hat, dass die Spielerin oder der Spieler anschließend mindestens fünf Tage zur Regeneration erhält.

Zweitens: Wie ein Profi aus ATP / WTA die jüngsten Reisen weggesteckt hat, wie er / sie das vorherige Turnier verdaut hat oder wie es um die aktuelle Form bestellt ist, offenbart sich in der Regel immer erst im zweiten oder dritten Match beim nächsten Turnier. Gerade in Runde eins sind die Stars dementsprechend angreifbar, was im allerersten Schritt den Favoritentipp so riskant wie nie im gesamten Turnierverlauf macht, und was im zweiten Schritt dem Underdog die Prozentpunkte bei der Eintrittswahrscheinlichkeit, die dem Favoriten abgezogen werden müssen, gutschreibt, woraus ein positiver Erwartungswert überhaupt erst entstehen kann.

Drittens: Nicht immer ist eine Spielerin / ein Spieler mit vermeintlicher Außenseiterrolle auch wirklich der Außenseiter / die Außenseiterin. Nehmen Sie US Open 2017 Siegerin Sloane Stephens. Die Amerikanerin war fernab der Top 100 der WTA Weltrangliste mit Protected Ranking gestartet, da sie von einer langwierigen Verletzungspause zurückgekehrt war. In den ersten Runden – und sogar ganz zum Schluss im großen Finale – war sie nahezu immer die Außenseiterin bei den Buchmachern – mal mehr und mal weniger lukrativ.

Viertens: Der Druck auf den Favoriten ist besonders groß, während die Underdogs gegen die Topstars am Ende nur gewinnen können. Und auch hier entscheiden schließlich – analog zum Pokalwettbewerb im Fußball in beispielsweise Deutschland und England – ein einziges Match darüber, wer weiterkommt.

=> Daher schauen professionelle Sportwetter nach Ende der Fußball Spieltage in den nationalen Ligen am Wochenende fast immer an den Montagen und Dienstagen ganz genau auf die Tennis Turniere rund um den Erdball, wenn hier die ersten Runden anstehen und sich mitunter Spots auftun, wo die Außenseiterwette mit attraktivem Erwartungswert einhergeht.

Gastgeber bei großen Turnieren

Last, but not least, ist es (fast) immer attraktiv, auf einen Außenseiter zu setzen, wenn es sich um den Gastgeber in einem großen Turnier handelt. Denken Sie nur daran, wie sich Katar bei der Handball Weltmeisterschaft der Herren im Jahr 2015 die Vizeweltmeisterschaft gesichert hat. Zugegebenermaßen mit gekauften Spielern, die kurzerhand dazu bereit waren, die Staatsbürgerschaft von Katar anzunehmen, allerdings dennoch mit einer Reihe an eindrucksvollen Siegen, in denen man klar als Underdog ins Match gegangen ist. Oder – um beim Handball zu bleiben – der WM Titel von Deutschland im Jahr 2007, als es im eigenen Land das sogenannte Wintermärchen gab, als die DHB Auswahl, die wirklich niemand auf dem Zettel hatte, die Sensation schaffte.

Auch jüngst sind wieder ein paar interessante Beispiele zu finden. Beispielsweise zwei Mal in Serie bei der FIFA Klub WM, wo zum Jahresende die sechs Titelträger der nach Verbänden geordnet bedeutendsten kontinentalen Titel für Vereinsmannschaften aufeinanderprallen. Erweitert werden diese Klubs auch stets um eine Mannschaft aus dem Austragungsland, das zwar keinen großen Titel im Austragungsjahr gewonnen hat, aber den Lokalfans zusätzlichen Anreiz geben soll. Und sowohl im Jahr 2016 als auch im Jahr 2017 kam eben jenes Lokalteam überraschend weit. Verloren 2016 die Kashima Antlers aus Japan erst im Endspiel nach Verlängerung gegen Champions League Sieger Real Madrid, so ging es für die Blancos aus Spanien dieses Jahr im Halbfinale gegen al-Jazira Club, der zuvor Auckland City und die Urawa Reds ausschalten konnte – ebenfalls als klarer Außenseiter.

Unterschätzen sollten Sie dabei nämlich nie, dass selbst die allerkleinsten Länder bei einem Turnier im eigenen Land noch mal ein paar nicht zu verachtende Prozentpunkte an Motivation und Einsatzwille hinzugewinnen. Das reicht einerseits, um in manchen Konstellationen gegen haushohe Favoriten auch für die Eintrittswahrscheinlichkeit des Sieges ein paar Extra-Prozent zu erhalten, und andererseits manchmal auch für die ganz großen Sensationen.

Fazit

In diesem Beitrag haben wir uns mit dem Konzept, auf Außenseiter zu wetten, in aller Ausführlichkeit beschäftigt. Nicht nur haben wir Ihnen noch einmal ganz anschaulich gezeigt, worauf es ankommt, damit diese Tipps letztlich wirklich in einen nachhaltigen Erfolg münden, sondern wir haben Ihnen auch eine Reihe an Turnierformaten gezeigt, auf die Sie für das Finden solcher lohnenswerten Wetten auf Außenseiter stets ein Auge gerichtet haben sollten.

Wir wünschen Ihnen viel Erfolg und immer den richtigen Riecher!




Die genannten Angebote sind möglicherweise auf Neukunden beschränkt oder nicht mehr gültig. Es gelten die AGB des Wettanbieters. Genaue Details ersehen Sie bitte direkt aus der Webseite des Wettanbieters. Alle Tipps basieren auf der persönlichen Meinung des Autors. Es gibt keine Erfolgsgarantie. Bitte wetten Sie mit Verantwortung. 18+

* Alle angegebenen Wettquoten waren zum Zeitpunkt der Erstellung des Artikels gültig. Jede Wettquote unterliegt Schwankungen. Bitte überprüfen Sie die aktuellen Quoten beim jeweiligen Wettanbieter!

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