Friedensnobelpreis 2017 Wetten & Quoten der Buchmacher

2. Oktober 2017

Angela Merkel - © 360b / Shutterstock.com

Traditionell am 10. Dezember 2017 wird der Friedensnobelpreis am Todestag vom schweizerischen Erfinder und Namensgeber Alfred Nobel verliehen. Schon zuvor, nämlich am Freitag, den 6. Oktober 2017, um 11:00 Uhr (MEZ) wird dabei bekannt gegeben, wer diesen Preis dieses Jahr in Empfang nehmen darf, wenn entweder eine Einzelperson oder gar eine Organisation zum bereits 131. Preisträger werden wird. Zwar wird der Nobelpreis, mit dem besonders Leistungen in der Friedensarbeit honoriert werden, erst seit 1901 vergeben, weil allerdings schon 29 Mal der Nobelpreis auf mehrere Personen aufgeteilt worden ist, kommt es dennoch zu einer so hohen Anzahl an ehemaligen Preisträgern.

Dabei ist in diesem Jahr die Chance so groß wie lange nicht mehr, dass der Preis mal wieder nach Deutschland wandert, ist mit Dr. Angela Merkel (im Bild) doch die deutsche Bundeskanzlerin wieder nominiert. Sie wäre die erste deutsche Preisträgerin seit 46 Jahren, als Willy Brand im Jahr 1971 für die Annäherung an den sogenannten Ostblock ausgezeichnet wurde. Experten vermuten allerdings, dass das Thema Atomwaffen auch dieses Jahr wieder das dominante Thema in dieser Preisverleihen werden wird. Mit dem zurzeit sehr besorgniserregenden Konflikt zwischen den USA und Nordkorea sind Atomwaffen jedenfalls wieder verstärkt auf der Agenda angelangt und auch der Iran, mit dem eigentlich ein Abkommen geschlossen war, scheint indessen Raketen zu haben, die Israel erreichen könnten. Als umso wichtiger erachten es Experten, dass der Friedensnobelpreis, der sicherlich auch eine sehr wichtige politische Funktion hat, als Zeichen für nukleare Abrüstung genutzt wird. So hat beispielsweise auch im letzten Jahr die Preisvergabe an den kolumbianischen Präsidenten Juan Manuel Santos entschieden dazu beigetragen, dass der Bürgerkrieg, der mehr als ein halbes Jahrhundert im Land tobte, endlich beendet werden konnte.

Weil dabei die potenziellen Preisträger bereits im Frühjahr nominiert worden sind – darunter mit Donald Trump und Kim Jong-un auch brisanterweise zwei der in den aktuellen Konflikt verstrickten Machthaber ihres jeweiligen Landes, die wohl keine Chance auf den Preis haben – könnte es letztlich aber auch ganz anders kommen, was Wetten auf den Friedensnobelpreis 2017 umso interessanter macht. In diesem Beitrag schauen wir uns die vier heißesten Kandidaten, bzw. Institutionen / Organisationen an und besprechen ihre jeweiligen Chancen, den Preis letztlich verliehen zu bekommen.

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American Civil Liberties Union

Die „American Civil Liberties Union“, kurz ACLU, versteht sich als eine Bürgerrechtsunion. Ihr Hauptaugenmerk liegt dabei auf den Werten der Freiheit, setzt sich die ACLU doch vorwiegend für Meinungsfreiheit und geschützte Privatsphäre ein. Im Jahr 1920 gegründet wurde die Organisation in kürzester Zeit für ihren Kampf bekannt, die Evolutionstheorie im amerikanischen Schulunterricht zu erhalten. Andere wichtige Themen waren unter anderem auch ihr Kampf im Umfeld der Terroranschläge vom 11. September, als es darum ging, die Befugnisse der Geheimdienste zu sehr auszuweiten und sich gegen die Abhörmaßnahmen der NSA einzusetzen. Brandaktuell hat sich die ACLU auf die Fahne geschrieben, dem neuen amerikanischen Präsidenten Donald Trump den Kampf anzusagen. So sind dessen Ideen von Todesstrafe, Abtreibung, genereller Meinungsfreiheit oder auch zur Abriegelung des Landes in keiner Weise mit den Werten der Organisation zu vereinbaren. Ganz konkret klagte man vor Gericht gegen Trump wegen dessen Maßnahmen zur Einreise von Ausländern in das Land. Nicht zuletzt, weil die ACLU auf der im Frühjahr veröffentlichten Liste auf Platz eins stand, sehen viele Experten große Chancen, dass der Friedensnobelpreis an die New Yorker Organisation geht. Die ACLU ist deshalb zu einer Quote von 4,00 auch führend bei den Buchmachern.

Papst Franziskus

Der 80-jährige Papst Franziskus, bürgerlich Jorge Mario Bergoglio, ist seit dem 13. März 2013 der offizielle Papst der römisch-katholischen Kirche. Dabei ist der argentinische Staatsbürger, der auf den Deutschen Joseph Aloisius Ratzinger folgte nicht nur der allererste südamerikanische Papst überhaupt, sondern auch das erste Kirchenoberhaupt, das dem Orden der Jesuiten angehört. Seine Reformen im Vatikan und sein Kampf gegen Armut und soziale Benachteiligung haben ihm ebenso viel Respekt eingebracht wie seine jüngst erst im Nachklang der Hurrikans Irma und Harvey gesprochenen Worte gegen die Leugnung des Klimawandels, mit der er zumindest im Subtext auch offen den amerikanischen Präsidenten Donald Trump kritisierte. Zwar hat bisher noch nie ein Papst den Friedensnobelpreis gewonnen, Experten sind sich jedoch darüber einig, dass es dieses Jahr erstmals dazu kommen könnte. Mit einer Quote von 5,00 ist Franziskus zumindest ein brandheißer Kandidat für die Preisvergabe.

Die Weißhelme

Die sogenannten Weißhelme sind der syrische Zivilschutz und wurden 2013 von dem ehemaligen britischen Soldaten James Le Mesurier gegründet, um den Kriegsopfern direkt in Syrien vor Ort humanitäre Hilfe anbieten zu können. Komplett mit Freiwilligen betrieben sind die Weißhelme nicht selten die Ersten vor Ort, wenn in den von der Opposition besetzten Gebieten des Landes Luftschläge stattgefunden haben, was bereits mehr als hundert Todesopfer in Reihen der Organisation gefordert hat. Nicht zuletzt wegen des massiven Konflikts in Syrien waren die Weißhelme dabei bereits im Jahr 2016 der brandheiße Favorit dafür, den Friedensnobelpreis zu erhalten, wurden am Ende allerdings nicht berücksichtigt, was möglicherweise auch einer mitunter kontroversen Berichterstattung geschuldet war. So sehen vor allem Unterstützer von Assad eine vermeintliche Nähe zum IS bei den Weißhelmen und argumentieren, die Organisation sei eine vom Westen verherrlichte und politisch klar motivierte Einrichtung, die in erster Linie für amerikanische Interessen innerhalb von Syrien stehe. Wurde dabei eine Dokumentation über die Weißhelme bereits bei der Oscarverleihung 2017 mit dem Oscar für den besten Dokumentationsfilm des Jahres ausgezeichnet, so ist der syrische Zivilschutz nun aber nach zunehmend positiver Berichterstattung auch für den diesjährigen Friedensnobelpreis wieder nominiert. Die Quote von 5,00 unterstreicht, dass es dieses Mal klappen könnte. In unseren Augen jedenfalls sind Sie hier bei dem aktuell sichersten Tipp zu einer sehr attraktiven Quote.

Angela Merkel

Die deutsche Bundeskanzlerin, die trotz massivem Stimmverlust bei der Bundestagswahl am 24. September 2017 mehr oder minder im Amt bestätigt worden ist – zumindest kann keine Regierung ohne ihre Beteiligung gebildet werden – war bereits im Jahr 2015 die ganz heiße Kandidatin für den Erhalt des Friedensnobelpreises, als ihre berühmte „Wir schaffen das“-Rede eine klare Positionierung in der Flüchtlingsfrage brachte. Eine Positionierung, die gerade auch für die europäischen Nachbarländer gleichermaßen Vorbildfunktion hatte wie sie auch die Europäische Union in die Pflicht nahm, klare Kante zu zeigen. Letztendlich brachte ihr die Flüchtlingswelle, in deren Rahmen Deutschland mehr als eine Million Menschen aufnahm, aber auch viel Kritik im eigenen Land ein, weswegen sie selbst erleichtert darüber war, den Preis nicht erhalten zu haben, fürchtete sie doch um einen negativen Effekt auf ihre Regierung. Experten sind sich 100%ig sicher, dass Angela Merkel den Friedensnobelpreis erhalten muss und auch wird. Die Preisfrage lautet bloß, wann dies soweit sein wird. Weil die generelle Prognose eher dahin geht, dass sie den Preis erst dann bekommen wird, wenn sie nicht mehr im Amt der Bundeskanzlerin sein wird, ist sie dieses Jahr nicht die allergrößte Favoritin. Weil aktuell aber kurz nach der Wiederwahl und zu Beginn der nächsten vierjährigen Legislaturperiode ein potenziell passendes Zeitfenster wäre, liegt die Quote der Buchmacher dennoch bei 7,50, was unterstreicht, dass es doch schon in 2017 zu der Honorierung ihres beispielhaften Umgangs mit der Flüchtlingskrise kommen könnte. Es wäre der erste an Deutschland vergebene Friedensnobelpreis seit 36 Jahren

Die Quoten für den/die Gewinner/in beim Friedensnobelpreis 2017

Gewinner/-in Quote
American Civil Liberties Union 4,00
Papst Franziskus 5,00
Die Weißhelme 5,00
Angela Merkel 7,50
Jo Cox 11,00
Raif Badawi 11,00
Edward Snowden 15,00
Nadia Murrad 15,00
Colin Kaepernick 21,00
Sadiq Khan 21,00
Joshua Wong 26,00
Michelle Obama 26,00
Daniela Vargas 31,00
Jacques Chirac 31,00
Barack Obama 51,00
Bernie Sanders 51,00
Hillary Clinton 51,00
Meryl Streep 51,00
Andrei Karlov 81,00
Narendra Modi 81,00
Donald Trump 101,00
Ivanka Trump 101,00
Rodrigo Duerte 101,00
Sergei Kislyak 101,00
Vladimir Putin 101,00
Kim Jong-un 251,00

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* Alle angegebenen Wettquoten waren zum Zeitpunkt der Erstellung des Artikels gültig. Jede Wettquote unterliegt Schwankungen. Bitte überprüfen Sie die aktuellen Quoten beim jeweiligen Wettanbieter!

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