Frankreich vs. Island Prognose & Quoten EM 2016

29. Juni 2016

Frankreich vs. Island EM 2016

Am Sonntag, den 3. Juli 2016, trifft Gastgeber Frankreich um 21:00 Uhr in Saint-Denis auf Island, die Überraschungsmannschaft des bisherigen Turniers. Wie schon in der Qualifikation, als sich das kleine Land sensationell gegen Tschechien, die Türkei und die Niederlande behaupten konnte, arbeitete man nun auch bei der ersten Endrunde in der Geschichte des Verbands, in dem gerade einmal um die 100 Profifußballer und damit weniger als aktive Geysire in dem Land im Nordwesten Europas existieren, von Spiel zu Spiel. Nachdem man sich in der Gruppe mit Ungarn, Portugal und Österreich Platz 2 sichern konnte, hat man nun sicherlich den größten sportlichen Erfolg in Geschichte des Lands erreicht, als man mit England das Mutterland des Fußballs aus dem Turnier werfen konnte.

Die Franzosen, die ihrerseits einen 0:1-Rückstand gegen einen anderen Underdog, nämlich Irland, noch in einen 2:1-Sieg verwandeln konnten, werden definitiv gewarnt vor dem kampfbetonten Island sein, das sich gegen England nicht etwa durch eine Fehlentscheidung des Schiedsrichters oder anderweitiges Glück, sondern in allen Belangen hochgradig verdient durchsetzen konnte. Wer in der nächsten Neuauflage von „David gegen Goliath“ also abermals gegen die Isländer wetten möchte, der sollte sich zunächst etwas ausführlicher mit dem Überraschungsteam schlechthin der EURO 2016 auseinandersetzen. So sind die Franzosen hier nämlich keineswegs schon sicher im Halbfinale, sondern haben mit Sicherheit ihr bisher schwierigstes Spiel beim Turnier im eigenen Land vor der Brust, bevor man an Deutschland oder Italien denken darf, die im möglichen Halbfinale auf die Équipe Tricolore warten.

Zum Abschluss des Viertelfinales der Europameisterschaft 2016 haben wir uns genau aus diesem Grund mit den beiden Kontrahenten noch einmal in aller Ausführlichkeit auseinandergesetzt. Der Favorit auf den Einzug ins Semifinale mag nämlich zwar in Form der Franzosen schon feststehen, ob es am Ende aber tatsächlich auch eine so klare Angelegenheit werden wird, oder ob die Isländer erneut die Fußballwelt in Ekstase werden versetzen können, wird das mit Spannung erwartete Spiel im Stade de France zeigen müssen.

Frankreich – Das Tor zum Halbfinale steht weit offen

Bevor es am kommenden Sonntag zum letzten Viertelfinale zwischen Frankreich und Island kommen wird, werden beide Mannschaften schon wissen, wer sich in der Partie zwischen Deutschland und Italien am Vorabend durchgesetzt hat und damit der Gegner für den Gewinner dieses Spiels im Halbfinale sein wird. Eine der schwierigsten Aufgaben von Trainer Didier Deschamps besteht hierbei vor allem darin, den großen Namen, gegen den sein Land am Donnerstag, den 7. Juni 2016, in Marseille antreten könnte, umgehend aus den Köpfen seiner Spieler zu vertreiben. Spukt dieser der Équipe Tricolore nämlich zu sehr im Hinterstübchen rum, könnte man gegen die Überraschungsmannschaft aus Island buchstäblich sein blaues Wunder erleben. Genau wie Frankreich ist das kleine Land nämlich nach wie vor noch ungeschlagen bei der EM 2016, nur dass Island im Gegensatz zu den Franzosen nun schon den ersten Hochkaräter und Geheimfavoriten auf dem Gewissen hat, während die Franzosen gegen Irland ein verhältnismäßig einfaches Los im Achtelfinale hatten. Auch hier war allerdings ein heftiger Kampf zum Weiterkommen von Nöten, lag Frankreich nach dem verwandelten Elfmeter von Irlands Robbie Brady (Norwich City) doch bis in die zweite Hälfte hinein mit 0:1 in Rückstand. Erst dem immer mehr zum Star der EURO 2016 avancierenden Antoine Griezmann (Atlético Madrid) war es mit dem Doppelpack binnen drei Minuten zu verdanken, dass man das Spiel noch drehen konnte. Dabei wurden zur Abwechslung die Nerven der Fans etwas geschont, musste man für den Sieg doch nicht bis in die Nachspielzeit oder gar Verlängerung warten, sondern hatte man diesen allerspätestens ab der 66. Spielminute sehr sicher, als der Ire Shane Duffy (Blackburn Rovers) sich mit der ersten glatten roten Karte des Turniers vorzeitig in die Umkleidekabine verabschieden musste. Fest steht, dass die Franzosen gegen Island alles werden aufbieten müssen, was sie haben.

Island – Der Wahnsinn geht weiter

Wer im Vorfeld der EM darauf getippt hätte, dass Island nach den Begegnungen gegen Ungarn, Portugal und Österreich ohne Niederlage in die K.-o.-Phase einziehen würde, der hätte ganz sicher einen Haufen Geld gemacht. Wer allerdings dann noch auf dem Zettel gehabt hätte, dass man im Achtelfinale England in der regulären Spielzeit trotz frühem 0:1-Rückstand mit 2:1 aus dem Turnier befördert und damit den Rücktritt des Nationaltrainers Roy Hodgson bewirkt, der wäre vermutlich heute stinkreich. Zugegebenermaßen hatte Island in der EM Qualifikation schon für manche Überraschung gesorgt, wie bei den beiden Siegen über die nicht in Frankreich vertretene Niederlande sowie über Tschechien und die Türkei in Reykjavik. Spätestens aber beim Auftakt gegen Portugal schien das Glück des kleinen Landes endgültig aufgebraucht, als man in einem Spiel, in dem man haushoch unterlegen war, noch zum 1:1-Ausgleich gegen Portugal kam. Im zweiten Spiel gegen Ungarn wiederum waren dann die Isländer selbst die Unglücklichen, die eine 1:0-Führung durch ein Eigentor kurz vor Spielende sowie einen nicht gegebenen Elfmeter in der Nachspielzeit nicht über die Zeit retten konnten. Spätestens gegen Österreich platzte dann aber der Knoten. Rettete zunächst der Pfosten gegen starke Österreicher bei einem Elfmeter in der 37. Spielminute, so kam man in der Nachspielzeit gar zum ersten EM Sieg in der Geschichte. Das Trainergespann rund um den Schweden Lars Lagerbäck und den Isländer Heimir Hallgrímsson arbeitete akribisch von Spiel zu Spiel und die wohl bemerkenswerteste Steigerung überhaupt war im Spiel gegen England zu erkennen, als man nach einer sehr unglücklichen Figur von Torwart Hannes Þór Halldórsson (NEC Nijmegen, jetzt verliehen an FK Bodø/Glimt) einen Elfmeter kurz nach Anpfiff gegen sich bekam, den Wayne Rooney (Manchester United) in der 4. Spielminute souverän verwandelte, ehe Island sich mit den Toren von Man of the Match Ragnar Sigurðsson (FK Krasnodar) und Kolbeinn Sigþórsson (FC Nantes) zurückmeldete und die Partie vollkommen verdient gewinnen konnte. Aus Sigþórsson wurde damit im wahrsten Sinne des Wortes der „Siegtor“son. Sollte dem kampfstarken Team eine erneute Steigerung gelingen, muss Frankreich sich warm anziehen. Zumindest für das kleine Land, von dem gute 10 % der Bewohner sich momentan bei der EM in Frankreich vor Ort befinden und in dem der zuhause gebliebene Rest fast ausnahmslos das Spiel gegen England vor dem Fernseher verfolgte (Einschaltquote von 99 %) ist das Turnier schon jetzt ein riesiger Erfolg.

Frankreich – Island Bilanz – Bisherige Aufeinandertreffen

Schon elf Partien hat es zwischen Frankreich und Island gegeben und die Statistik der Franzosen könnte kaum besser aussehen. Acht der elf Spiele hat die Équipe Tricolore nämlich gewonnen, während lediglich drei Unentschieden den direkten Vergleich abrunden. Island wartet damit logischerweise noch auf seinen ersten Sieg gegen Gastgeber Frankreich, obschon dieser nun zweifelsfrei der wichtigste wäre. Zumindest Pflichtspiele gab es schon einige zwischen den beiden Nationen, befand man sich bei WM und EM Qualifikation schon so manches Mal in der gleichen Gruppe – zuletzt vor der EM 2000, die Frankreich später gewann. Einem 1:1 in Reykjavik folgte ein 3:2-Sieg der Franzosen in Saint-Denis.

Frankreich – Island Prognose – EM 2016 Spiel am 03.07.2016

Das Spiel gegen Island ist nun sehr undankbar, erwartet man von den Franzosen doch einen klaren Sieg, während Island schon jetzt der große Gewinner der Europameisterschaft ist und einmal mehr rein gar nichts zu verlieren hat. Besonders die auf dem Feld zurückgelegte Distanz der lauf- und kampfstarken „Wikinger“ verspricht gepaart mit den guten Zweikampfwerten ein sehr kräftezehrendes Spiel für den Gastgeber. Es steht jedoch außer Frage, dass das Ausscheiden im eigenen Land gegen einen Underdog dieses Kalibers eine handfeste Blamage wäre. Umso mehr gehen wir davon aus, dass man in Frankreich seine Hausaufgaben sorgfältig erledigen wird und Island nun die erste Niederlage in der EM Geschichte wird zufügen können. Mutige Tipper können hier logischerweise dennoch mit dem Außenseitertipp, der einmal mehr eine Sensation wäre, aber dennoch im Bereich des Möglichen liegt, groß rauskommen.

Frankreich – Island Quoten – EM 2016 Spiel am 03.07.2016

Tipp 1 (Frankreich): 1,40
Tipp X (Unentschieden): 4,75
Tipp 2 (Island): 10,00

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