England vs. Island Prognose & Quoten EM 2016

26. Juni 2016

England vs. Island EM 2016

Am Montag, den 27. Juni 2016, wird um 21:00 Uhr zwischen England und Island der letzte Teilnehmer für das EM Viertelfinale gesucht. Dass hier im wahrsten Sinne des Wortes David gegen Goliath antritt, lässt sich auch mit Zahlen belegen. Alleine in der englischen Hauptstadt London leben nämlich ungefähr 8,5 Millionen Menschen, was mehr als 25x so viele sind, als auf der kompletten Insel Island. So gibt es hier insgesamt gerade einmal 335.000 Menschen. Umso bemerkenswerter ist es, was dem kleinen Land bei seinem EM Debüt gelungen ist, ist die Mannschaft des schwedischen Trainers Lars Lagerbäck doch nach den ersten drei Spielen noch immer ungeschlagen bei Europameisterschaften – eine Tatsache, die England alleine durch die regelmäßigen Teilnahmen logischerweise nicht von sich behaupten kann.

Was nämlich vielleicht schon etwas verwunderlicher ist, ist der Punkt, dass England – immerhin das Mutterland des Fußballs – es bei den vergangenen 15 Europameisterschaften noch nie geschafft hat, den großen Titel auch zu gewinnen, geschweige denn überhaupt mal im Endspiel zu stehen. So haben die „Three Lions“ nämlich lediglich zwei Mal in der Geschichte ein Halbfinale erreicht. In Sachen Titeln bei Europameisterschaften braucht sich der engagierte Neuling auf der Gegenseite, der sich nicht zuletzt auch durch die Gefühlsausbrüche des Kommentators Gudmundur Benediktsson in die Herzen der gesamten Fußballwelt gespielt hat, vor seinem Gegner im Achtelfinale nicht zu verstecken. So haben nämlich beide Kontrahenten bisher recht ähnliche Werte zu verzeichnen und sind bei der EURO 2016 noch ungeschlagen, haben fünf Punkte in der Vorrunde erzielt sowie eine Tordifferenz von +1 (England: 3:2 / Island: 4:3). England gegen Russland und Island gegen Ungarn verspielten darüber hinaus in einem Spiel eine 1:0-Führung erst kurz vor dem Abpfiff und holten sich in einem Spiel selbst durch ein Last-minute-Tor den bisher einzigen Sieg – England gegen Wales und Island gegen Österreich.

Bei all den Gemeinsamkeiten liegen fußballerisch allerdings dennoch Welten zwischen den beiden Nationalmannschaften, was sich alleine schon an den jeweiligen Kadern abzeichnet. Ob England also seiner Favoritenrolle gerecht werden kann und sich in ein mögliches Viertelfinale gegen Gastgeber Frankreich wird spielen können, oder ob Island einmal mehr für eine Sensation wird sorgen können, das haben wir in diesem Artikel genauer unter die Lupe genommen.

England – Folgt auf den Brexit nun auch der EM-exit?

Bereits außerhalb des Fußballs sorgte England sicherlich für die Neuigkeit der Woche, war das Ergebnis des vom mittlerweile zurückgetretenen Premierministers des Vereinigten Königreichs, David Cameron, einberufenen Referendums zum Verbleib in der Europäischen Union doch zur Überraschung der restlichen Welt negativ beantwortet worden. Es folgt nun also in den kommenden zwei Jahren der sogenannte Brexit, bei dem Großbritannien die EU verlassen wird. Da wäre es doch ganz gewiss eine weitere Sensation, wenn die englische Fußballnationalmannschaft ebenso entgegen aller Erwartungen nun gegen den Außenseiter Island den „EM-exit“ hinlegen würde. Zumindest passen würde es zu den bisherigen Leistungen der Engländer, die bisher zwar noch nicht verloren haben, allerdings weit hinter den eigenen Ansprüchen zurückhinkten. So schloss man die Gruppe B nicht nur nicht als Gruppensieger ab, sondern blieb auf Position 2 liegend ausgerechnet noch hinter Nachbar Wales zurück, was man doch als kleine Blamage werten durfte. Gerade die hochdekorierte Offensive der Engländer, die in der Qualifikation zur EURO 2016 bei zehn Siegen in zehn Spielen stolze 31 Treffer erzielte, während die Defensive nur drei Gegentore zuließ, überzeugte in der Vorrunde überhaupt nicht. Dabei sah es in der ersten Halbzeit im Auftaktspiel gegen Russland noch so gut aus. Ein paar wenige Umstellungen des überraschend vorzeitig als Gruppenletzter ausgeschiedenen ehemaligen Europameisters reichten aber, um den „Three Lions“ sämtlichen Wind aus den Segeln zu nehmen. Gegen Wales gelang es zwar, ein 0:1 zur Pause noch in einen 2:1-Sieg umzudrehen, was vor allem dem frischen und eingewechselten Jamie Vardy (Leicester City) zu verdanken war, der den absolut farblosen Harry Kane (Tottenham Hotspur) – immerhin Torschützenkönig in der abgelaufenen Premier League Saison – ersetzte, beim 0:0 gegen die Slowakei im letzten Gruppenspiel konnte man aber insgesamt 28 Torversuche in keinen Treffer mehr ummünzen. Gegen Island muss sich die Elf von Roy Hodgson daher in allen Belangen steigern.

Island – Das Wunschspiel einer gesamten Nation

Obwohl Island in erster Linie mit Skandinavien in Verbindung gebracht wird, so schlägt das fußballerische Herz des kleinen und einwohnerarmen Landes doch ganz klar für England. Ein jeder Isländer hat nämlich neben seiner lokalen Fußballmannschaft aus dem Großraum Reykjavik für gewöhnlich noch eine Lieblingsmannschaft aus der englischen Premier League, die von vielen Einwohnern der nördlichen Insel sehr intensiv im Fernsehen verfolgt wird. Umso mehr hat man sich nun gefreut, bei dem völlig überraschenden Einzug in die K.-o.-Phase der EURO 2016, der von isländischen Journalisten als noch höher bewertet wird, als das Erreichen der Bronze-Medaillie der isländischen Handball-Herren bei der EM 2010, die so stark bewunderten Engländer zum Gegner erhalten zu haben. Alle Spieler sind motiviert bis in die Haarspitzen und nachdem man bisher bemerkenswerterweise gegen Portugal und Ungarn die ersten zwei Spiele nicht verloren hatte, kam man jüngst gegen Österreich durch das goldene Tor von Arnór Ingvi Traustason (IFK Norrköping), der ausgerechnet nächste Saison sogar nach Österreich wechseln wird (SK Rapid Wien), zum ersten EM Sieg in der Geschichte des Landes. Ungeschlagen als Gruppenzweiter muss man sich vor Goliath England nun ganz sicher nicht verstecken, überzeugte man durch Leidenschaft und Kampf gepaart mit einer sicheren Defensive bisher doch in Frankreich wie schon in der Qualifikation, als man die Türkei und die Niederlande hinter sich ließ, auf der ganzen Linie.

England – Island Bilanz – Bisherige Aufeinandertreffen

Zwischen England und Island hat es bisher lediglich zwei Länderspiele gegeben. Neben einem Freundschaftsspiel, in dem man sich vor 34 Jahren am 2. Juni 1982 1:1 in Reykjavik trennte, begegnete man sich noch einmal vor zwölf Jahren am 5. Juni 2004 im FA Summer Tournament in Manchester. England setzte sich mit einem 6:1 hier in aller Deutlichkeit durch. Wie gegen so viele Nationen warten die bei EM Endrunden noch immer ungeschlagenen Isländern damit auch gegen England noch auf ihren ersten Sieg.

England – Island Prognose – EM 2016 Spiel am 27.06.2016

Sind wir ganz ehrlich: Streng genommen kann es in dieser Partie keinen anderen Favoriten geben als die Engländer. Weil diese allerdings mit Ausnahme vielleicht von der ersten Halbzeit gegen Russland weitestgehend unkreativ und ideenlos bei der EM 2016 agierten, könnte es hier womöglich zu einer der größten Überraschungen seit Griechenlands EM Sieg im Jahr 2004 kommen, als die ähnlich defensivstarke Elf unter Führung von Otto Rehhagel zum Auftakt der K.-o.-Phase völlig unerwartet den amtierenden Europameister Frankreich aus dem Turnier befördern konnte. Zweifelsfrei würde man den Isländern im Spiel gegen die ohnehin durch den Brexit in der Beliebtheitsskala stark gesunkenen Engländern die Sensation von ganzem Herzen gönnen. Sicherlich birgt das Spiel auch ein gewaltiges Potenzial, zum Abschluss des erstmals ausgespielten Achtelfinals noch mal für eine faustdicke Überraschung zu sorgen. Dennoch sieht die Realität nun einmal anders aus, weswegen wir also davon ausgehen, dass das isländische Märchen im Spiel gegen England sein jähes Ende nehmen wird. Wir tippen demnach auf einen englischen Sieg in der regulären Spielzeit.

England – Island Quoten – EM 2016 Spiel am 27.06.2016

Tipp 1 (England): 1,53
Tipp X (Unentschieden): 3,90
Tipp 2 (Island): 8,50

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