Deutschland vs. Ukraine Prognose & Quoten EM 2016

10. Juni 2016

Deutschland vs. Ukraine EM 2016

Am Sonntag, den 12. Juni 2016, startet der amtierende Weltmeister Deutschland um 21:00 Uhr im Stade Pierre-Mauroy nahe Lille gegen die Ukraine in die EM 2016. Die ganze Nation ist dabei bis in die Haarspitzen gespannt, ob Jogi Löw an die zuletzt stets starken Leistungen bei großen Turnieren trotz der vielen Problemstellen wird anknüpfen können, oder ob eine etwaige Euphorie mit einem ernüchternden ersten Spiel gegen die Ukraine gar nicht erst aufkommen wird. Für die Osteuropäer ist nämlich gerade dieser Wettbewerb eine große Chance, von dem durch Krisen stark beeinträchtigten Alltag endlich mal ein wenig abzuschalten. So geht es nämlich gerade im Osten des Landes noch immer heiß her, was sich auch im Fußball bemerkbar macht, beispielsweise an dem Team von Schachtjor Donezk, das seine Spiele im ungefähr 1.000 Kilometer entfernten Lwiw austragen musste.

Der deutschen Fußballnationalmannschaft wird es nur recht sein, dass die Ukraine nicht nur politisch sehr gespalten ist, sondern sich auch innerhalb des Kaders zuletzt nicht gerade von ihrer Schokoladenseite präsentiert hat. Zumindest auf dem Platz konnte man seine Differenzen in der jüngsten Vergangenheit aber stets beiseite legen und hat alle vier Testspiele seit der erfolgreichen erstmaligen sportlichen Qualifikation für eine EM Endrunde gewinnen können. Weil auch die Deutschen durch die Verletzung von Mats Hummels sowie die Hiobsbotschaft, dass nun auch der Ersatzmann in der Innenverteidigung, nämlich der Römer Antionio Rüdiger, für die EM ausfallen wird, durchaus mit Problemen zu kämpfen habeb, wird das Spiel für den amtierenden Weltmeister sicherlich kein Selbstläufer.

Ob man sich trotzdem gegen den Außenseiter aus der Ukraine behaupten kann oder ob dem krisengebeutelten Land hier ein großer Coup gelingen könnte, haben wir in diesem Artikel eingehend hinterfragt.

Deutschland – Problemzone: Verteidigung

Vor allem die Abwehr ist es, die dem amtierenden Weltmeister nach wie vor große Sorgen bereitet. Seit dem Rücktritt aus der Nationalmannschaft von Per Mertesacker und Philipp Lahm nach dem Gewinn der WM 2014 haben sich hier große Lücken aufgetan, die nicht wirklich zufriedenstellend geschlossen werden konnten. Zumindest würden die beiden eben aufgelisteten Namen nun erheblich helfen. So musste Jogi Löw nach dem Kreuzbandriss von Antonio Rüdiger (AS Rom) den Leverkusener Jonathan Tah nachnominieren, mit dem allerdings wohl kaum in der Startelf zu rechnen sein dürfte. Links gilt Jonas Hector (1. FC Köln) als gesetzt und auch Jerome Boateng (Bayern München) wird mit Sicherheit in der Innenverteidigung stehen. Bleibt also die Frage, wer der zweite Innenverteidiger sein wird und wer auf Rechtsaußen zum Einsatz kommt. Die möglichen Lösungen Benedikt Höwedes (Schalke 04), Joshua Kimmich (Bayern München) oder auch Shkodran Mustafi (FC Valencia) entsprechen dabei allesamt nicht gerade der ersten Wahl. Umso wichtiger, dass die Offensive rund um den Starken Mario Gomez, der mit Besiktas Istanbul Meister wurde und in der Türkei überdies die Torjägerkanone holte, sowie das gut besetzte Mittelfeld nun aus seinen Chancen auch Tore macht, um etwaige Ausfälle hinten kompensieren zu können. Es gilt, so schnell wie möglich Konstanz zu finden und auf eine baldige Rückkehr von Mats Hummels (Borussia Dortmund, nächste Saison Bayern München) zu hoffen. Immerhin: nach der Niederlage gegen die Slowakei hat zumindest die Generalprobe in Gelsenkirchen gegen Ungarn (2:0-Sieg) geklappt.

Ukraine – Müssen auf dem Platz eine Einheit sein

Leider ist nicht nur die Ukraine als Land durch die politische Situation sehr gespalten, auch ein schlimmes Vorkommnis beim großen Derby zwischen Rekordmeister Dynamo Kiew und der mittlerweile auch europaweit bekannten Mannschaft Schachtjor Donezk (in der abgelaufenen Saison erst wieder im Halbfinale der Europa League zu finden) hat dazu beigetragen, dass selbst innerhalb der Nationalmannschaft alles andere als Einigkeit zu herrschen scheint. So hatte nämlich Stürmerstar Andrej Jarmolenko (Dynamo Kiew) seinen Konkurrenten Taras Stepanenko (Schachtjor Donezk) im Derby wüst gefoult, was für viel Unruhe im Umfeld der beiden großen Rivalen gesorgt hat, die sich letztendlich auch in die Nationalmannschaft übertragen hat. Trotzdem konnte sich der fußballerische Erfolg ansonsten weitestgehend sehen lassen. Lediglich eine bittere Heimniederlage am ersten Spieltag gegen die Slowakei verhinderte trotz insgesamt sechs Siegen die direkte Qualifikation. In den Play-offs setzte man sich dann allerdings gegen Slowenien durch. Eine zentrale Figur im Spiel der Ukrainer ist dabei Jewhen Konopljanka, der mit 32 Einsätzen beim FC Sevilla nun auch international den Durchbruch schaffte und in der abgelaufenen Saison die Europa League gewinnen konnte. Er gilt gemeinhin als der talentierteste ukrainische Spieler seit Superstar Andrij Schewtschenko, dem heutigen Co-Trainer. Neben ihm muss Deutschland allerdings auch auf die beiden eingangs erwähnten Streithähne aufpassen, die zu den Hauptabnehmern für Konopljanka Vorlagen gehören.

Bisherige Aufeinandertreffen von Deutschland und Ukraine

Erst fünf Mal hatte Deutschland es bisher mit der Ukraine zu tun. Obschon die Bilanz bei erst zwei Siegen und schon drei Unentschieden durchaus besser aussehen könnte, so hat man zumindest noch nie gegen den Gastgeber der EM 2012 verloren. Bei einer Endrunde eines großen Turniers begegnen sich die beiden Nationen dabei jetzt zum ersten Mal. Zuletzt trennte man sich am 11. November 2011 im bisher ersten und einzigen Freundschaftsspiel in Kiew mit 3:3.

Deutschland – Ukraine Prognose – EM 2016 Spiel am 12.06.2016

Eigentlich spielt es kaum eine Rolle, wie der Gegner heißt: In nahezu jeder erdenklichen Konstellation wäre der amtierende Weltmeister in seinem ersten Gruppenspiel bei der EURO 2016 nun nämlich der Favorit. Obwohl die Auftritte in letzter Zeit mit Ausnahme des beeindruckenden 4:1-Siegs über Italien hier und da deutlich zu wünschen übrig gelassen haben, ist man im Spiel gegen die Ukraine nur noch mehr ins einer Favoritenrolle bestärkt. In der vermeintlich leichten Gruppe C gibt es also keine Ausreden, auch wenn man sehr gespannt darauf sein darf, welche Lösung Jogi Löw für die Defensive findet und wie sich diese in der harten Praxis schlagen wird. Zudem wurde bekannt, dass in den kommenden Tagen verstärkt das Einüben verschiedener Standardsituationen auf der Tagesordnung steht, was durchaus Sinn macht, hat man doch schon auf dem Weg zum WM Titel 2014 beispielsweise das harte Viertelfinale gegen Frankreich durch einen eingeübten Freistoß entscheiden können. Damit es nun aber erneut überhaupt zu einem Spiel gegen eine Topnation kommen kann, ist der Sieg gegen die Ukraine Pflicht. Dieser ist den Deutschen definitiv auch zuzutrauen, so wäre alles andere als Tipp 1 doch schon eine faustdicke Überraschung.

Deutschland – Ukraine Quoten – EM 2016 Spiel am 12.06.2016

Tipp 1 (Deutschland): 1,57
Tipp X (Unentschieden): 4,00
Tipp 2 (Ukraine): 7,00

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