Deutschland vs. Polen – Prognose & Quoten, Olympia 2016 Handball Spiel um Bronze

20. August 2016

Sportwetten (Tennis, etc.) - Prognosen & Quoten

Am Sonntag, den 21. August 2016, geht es zwischen Deutschland und Polen um 15:30 Uhr (MEZ) im Handball Turnier der Männer bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro, Brasilien, um die Bronzemedaille. Beide Mannschaften verloren davor ihr Halbfinale mit 28:29 denkbar knapp gegen die Finalisten Frankreich und Dänemark, die nur dreieinhalb Stunden später das Handball Finale in der Future Arena in Rio de Janeiro gegeneinander bestreiten werden. Für die Polen, für die die Niederlage per Verlängerung besonders bitter und schmerzvoll war, könnte es dabei 40 Jahre nach der bisher ersten und einzigen olympischen Medaille (1976 holte man Bronze in Montreal) endlich mal wieder einen Erfolg zu feiern geben, während Deutschland, die neben einer Goldmedaille (1936) bei Olympia immerhin schon zwei Mal Silber geholt haben (1984 und 2004) nun ihre Sammlung mit Bronze vervollständigen könnten.

Brisant: beide Teams standen sich bereits in besagtem olympischen Spiel um Bronze im Jahr 1976 gegenüber, bei dem sich die Polen damals durchsetzten. Dafür konnte Deutschland allerdings seinen dritten Weltmeister Titel im Jahr 2007 im eigenen Land gegen Polen feiern, die bisher noch keinen einzigen großen Titel gewinnen konnten. Bei Weltmeisterschaften holten sie aber neben dieser Silbermedaille zumindest noch drei weitere Male Bronze – zuletzt bei der WM 2015 in Katar durch einen 29:28-Sieg gegen Favorit Spanien. Auch damals begegneten sich beide Mannschaften allerdings in der Gruppenphase, wo sich Deutschland klar mit 29:26 durchzusetzen vermochte.

Die Fans dürfen sich im Spiel um Bronze also auf einen echten Klassiker des Handballs freuen, in welchem der amtierende Europameister aus Deutschland, der den Titel im Januar ausgerechnet in Polen holte, nun in der Ära von Coach Dagur Sigurðsson den nächsten Erfolg feiern möchte. Wir haben auf die beiden Teams einen genaueren Blick geworfen, um den Favoriten auf die Bronzemedaille ausfindig machen zu können.

Deutschland – Nach Krimi gegen Frankreich das Minimalziel noch erreichen

Wenn man das Halbfinale bei den Olympischen Spielen erreicht, dann ist der vierte Platz sicherlich das Undankbarste, was passieren kann. Schließlich bedeutet dieser, dass sowohl der erste „Matchball“ für eine sichere Medaille, nämlich das gewonnene Halbfinale mit dem damit verbundenen Endspiel, ebenso vergeben worden ist, wie das Spiel um Bronze, in welchem der Verlierer nun einmal gänzlich mit leeren Händen nach Hause fahren muss. Umso mehr wird man sich nach dem Krimi im Halbfinale gegen Titelverteidiger Frankreich nun ärgern, muss sich die deutsche Handballnationalmannschaft hier doch voll und ganz an die eigene Nase fassen. Nach verschlafenem Start, bei dem rein gar nichts klappen wollte und bei dem Torwartlegende Andreas Wolff (THW Kiel) bei einem Katastrophentag sogar durch den Reservisten Silvio Heinevetter (Füchse Berlin) ersetzt werden musste, lag die DHB Auswahl zwischenzeitlich mit sage und schreibe sieben Toren hinten (15:22 eine gute Viertelstunde vor Schluss). Was dann passierte, war allerdings Wahnsinn. Tatsächlich konnte der isländische Kulttrainer Dagur Sigurðsson noch einmal die richtigen Knöpfe bei seinen Bad Boys drücken, die in der letzten Spielminute tatsächlich den Ausgleich zum 28:28 schafften. Mit dem Schlusspfiff setzte Daniel Narcisse (Paris Saint-Germain HB) allerdings den Schlusspunkt, durch den es nun eben nur um die Bronzemedaille geht. Hätten die Deutschen allerdings von Anfang an ihre Leistung gegen Frankreich abgerufen, so wäre die Sensation definitiv möglich gewesen. Sichtlich erleichtert waren nämlich die französischen Überflieger, denen man anmerkte, wie sehr sie hinten raus noch ins Schwimmen geraten waren. Gegen Polen ist es nun umso wichtiger, von Anfang an das volle Potenzial abzurufen, um an den 32:29-Sieg aus der Vorrunde anknüpfen zu können. Schließlich haben sich die Polen seitdem auch von Spiel zu Spiel steigern können. Hoffnung macht aber der starke Uwe Gensheimer (Paris Saint-Germain HB), dem stolze elf Treffer gegen die Franzosen gelangen. Der gebürtige Mannheimer und Kapitän der deutschen Nationalmannschaft jedenfalls ist heißt auf die Bronzemedaille, verpasste er beim großen Coup der Deutschen, als man sich im Januar in Polen die Europameisterschaft holte, doch verletzungsbedingt das Turnier…

Polen – Nach 40 Jahren endlich wieder eine olympische Medaille

Obwohl Polen im Handball durchaus schon ein paar bemerkenswerte Erfolge feiern konnte, so hat man doch erst an vier Olympischen Spielen teilgenommen. Dort konnte man allerdings immerhin schon ein Mal eine Medaille gewinnen, nämlich ausgerechnet bei den Olympischen Sommerspielen 1976 in Montreal gegen die deutsche Auswahl, gegen die es bereits vor 40 Jahren um die Bronzemedaille ging. Wie die folgende Bilanz noch zeigen wird, macht das Los gegen das Nachbarland den Polen ansonsten allerdings keine gesteigerten Hoffnungen, musste man doch gerade erst 2007 in Deutschland die sicherlich bitterste Niederlage des polnischen Verbands hinnehmen, als man den Deutschen im bisher ersten und einzigen WM Finale mit polnischer Beteiligung am Ende mit 24:29 doch recht klar unterlag. Auch dieses Mal wird es somit wieder nicht mit einem Turniersieg klappen, die Bronzemedaille wäre für den russisch-spanischen Trainer Talant Dujshebaev – seinerseits Goldmedaillen Gewinner 1992 sowie Inhaber der Bronzemedaille in den Jahren 1996 und 2000 – dennoch ein toller Erfolg. Ohnehin haben sich die Polen bei dern knappen 28:29-Niederlage nach Verlängerung gegen Dänemark nur wenig vorzuwerfen. Superstar Karol Bielecki (KS Vive Kielce), der schon im Viertelfinale gegen Kroatien mit zwölf Treffern fast im Alleingang den sensationellen Einzug in die Runde der letzten vier Teams besiegelte, wurde mit sieben Treffern erneut zum Man of the Match auf polnischer Seite. Obschon sich die Polen in der Vorrunde bei nur zwei Siegen und drei Niederlagen (darunter 29:32 gegen Deutschland am zweiten Spieltag) nur gerade noch so als Gruppenvierter durchsetzen konnten, haben sie ihre Leistung von Spiel zu Spiel steigern können. Ohne Zweifel wird man auch den deutschen Handballern im Spiel um die Bronzemedaille alles abverlangen.

Deutschland – Polen Bilanz – Bisherige Aufeinandertreffen

Insgesamt 62 Mal standen sich die Handball Nationalmannschaften von Deutschland und Polen bisher gegenüber und mit 36 Siegen feierte die DHB Auswahl dabei in weit mehr als der Hälfte aller Spiele einen Sieg. Bei fünf Unentschieden konnten die Polen bisher erst 21 Mal gegen den amtierenden Europameister gewinnen, der sich beim Turnier in Polen noch zum Jahresbeginn seinen zweiten EM Titel sichern konnte. Bei den Olympischen Spielen 2016 standen sich beide Teams übrigens am zweiten Spieltag gegenüber. Dort gab es übrigens gerade erst am 9. August 2016 einen 32:29-Sieg für Deutschland.

Deutschland – Polen Prognose – Olympia 2016 Handball Spiel um Bronze am 21.08.2016

Alles in allem ist nicht davon auszugehen, dass Deutschland sich erneut mit mehr als 30 Treffern gegen Polen wird durchsetzen können, wie zuletzt in der Vorrunde. Dafür hat sich vor allem die polnische Defensive rund um die beiden guten Rückhalte Sławomir Szmal (KS Kielce) und Piotr Wyszomirski (Pick Szeged) nun zu sehr gegenseitig hochgepusht. Nichtsdestotrotz halten wir die erste deutsche Bronzemedaille im Handball der Herren in der Geschichte der Olympischen Spiele hier für recht wahrscheinlich – zumindest dann, wenn man sich auf seine Stärken besinnt und den Start nicht ähnlich verschläft, wie im verlorenen Halbfinale gegen Frankreich. Und auch dort kam Deutschland noch einmal erstaunlich gut zurück ins Spiel. Wir tippen daher auf einen Sieg der DHB Auswahl.

Deutschland – Polen Quoten – Olympia 2016 Handball Spiel um Bronze am 21.08.2016

Tipp 1 (Deutschland): 1,55
Tipp X (Unentschieden): 9,00
Tipp 2 (Polen): 3,50

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