Deutschland vs. Italien Prognose & Quoten EM 2016

29. Juni 2016

Deutschland vs. Italien EM 2016

Am Samstag, den 2. Juli 2016, kommt es um 21:00 Uhr im Viertelfinale der EM 2016 zum Klassiker zwischen Deutschland und Italien. Dabei ist es einmal mehr ein Spiel der Gegensätze. So trifft hier der amtierende Weltmeister auf den Finalisten der EURO 2012, gegen den bisher tatsächlich in acht Anläufen noch nie ein Sieg in einem Pflichtspiel geglückt ist. Durch das bittere Aus im Halbfinale bei der letzten Europameisterschaft hat übrigens neben Trainer Jogi Löw auch ein Großteil des Kaders der DFB Auswahl noch eine Rechnung mit den Italienern offen.

Ein weiterer Gegensatz ist aber ohnehin auch in der Zusammensetzung der jeweiligen Teams zu finden. So spielt hier nämlich die jüngste Elf der Europameisterschaft (Deutschland) gegen die mit Abstand älteste Mannschaft (Italien). Gerade im Auftaktspiel gegen Belgien lautete der Altersdurchschnitt Italiens 31,5 Jahre, was alle 15 Europameisterschaften, die es jemals gegeben hat, übergreifend ein absoluter Höchstwert ist. So gehören auf deutscher Seite schon Routiniers wie der 31-jährige Kapitän Bastian Schweinsteiger (Manchester United) zum alten Eisen, während Italien noch vier Weltmeister aus dem Jahr 2006 in seinen Reihen hat, als man Deutschland im Halbfinale der WM 2006 im eigenen Land eine besonders bittere Niederlage zufügen konnte. Neben Schweinsteiger, dessen Debüt in der Startelf weiterhin fraglich ist, stand damals schon Lukas Podolski (Galatasaray Istanbul) im deutschen Aufgebot. Vor zehn Jahren noch Sturmpartner von Miroslav Klose wird der heutige Reservist, der gegen die Slowakei zu seinem ersten Einsatz bei der EM 2016 kam, sich noch bestens daran erinnern, wie schwer es ist, der Abwehr der Italiener beizukommen, stand der spätere Gewinner der Kategorie „Bester Junger Spieler“ (damals übrigens noch vor dem gleich alten Cristiano Ronaldo) doch die gesamten 120 Minuten auf dem Feld.

Die Liste der Rechnungen, die man mit Italien noch zu begleichen hat, ist demnach sehr lang. In diesem Artikel beschäftigen wir uns daher mit den Chancen der beiden Mannschaften, sich in diesem Klassiker gegen einen alten Bekannten behaupten zu können und aus der sicherlich schwersten der vier Partien im Viertelfinale gestärkt in das Halbfinale einziehen zu können.

Deutschland – Nach Galavorstellung gegen die Slowakei wieder der Topfavorit

Obwohl die Vorrunde bei der EM 2016 für Deutschland keineswegs schlecht verlaufen ist – so stand immerhin der Gruppensieg bei sieben Punkten und keinem einzigen Gegentor zu Buche –, hielten sich die internationalen Lobeshymnen über den amtierenden Weltmeister doch stark in Grenzen. Zu schwach war das Spiel nach vorne in den ersten beiden Partien und zu schlecht die Chancenverwertung im Spiel gegen Nordirland. Nun gegen die Slowakei hat Deutschland es aber einmal mehr allen Kritikern gezeigt und überzeugte bei dem 3:0-Erfolg, der zu keinem Zeitpunkt auch nur ansatzweise gefährdet schien, durch eine der stärksten und souveränsten Leistungen der verbliebenen Mannschaften. Besonders hervorzuheben ist dabei sicherlich der später von der UEFA zum Man of the Match gewählte Julian Draxler (VfL Wolfsburg), der nicht nur das 2:0 durch Mario Gómez (Beşiktaş Istanbul) vorbereitete, sondern später gar das 3:0 selbst erzielte. Leidtragender ist dabei einmal mehr der WM Held und Siegtorschütze gegen Argentinien aus dem Finale 2014, Mario Götze (FC Bayern München), der nicht nur nach den ersten zwei Partien als „falsche Neun“ noch den Platz im Sturm an Mario Gómez verloren hat, sondern jetzt auch die Position im linken Mittelfeld an den dribbelstarken Draxler abgeben musste, die er gegen Nordirland im letzten Gruppenspiel noch bekleiden durfte. Einmal mehr hat sich ein Experiment von Jogi Löw damit gelohnt und auch Joshua Kimmich (FC Bayern München) erfüllte die Rolle als Rechtsverteidiger erneut eindrucksvoll und fehlerfrei. Es scheint also fast so, als hätte die „Turniermannschaft“ einmal mehr die beste Startelf genau zur rechten Zeit gefunden, bevor gegen Italien nun der erste richtige Härtetest bevorsteht. Bei sechs Toren und noch keinem einzigen Gegentreffer im bisherigen Turnierverlauf hat der dreifache Europameister im Duell mit seinem Angstgegner dabei einiges in die Waagschale zu werfen. Schon jetzt darf man sich also auf ein Spiel der Superlative freuen.

Italien – Schlägt der Favoritenschreck im Viertelfinale erneut zu?

Schon zwei Mal bei der laufenden Europameisterschaft ist es den Italienern gelungen, als vermeintlicher Außenseiter in eine Partie zu gehen und den im Vorfeld definierten Favoriten mit 2:0 in aller Deutlichkeit zu schlagen. War dieses Kunststück der Squadra Azzurra noch im Auftaktspiel gegen Belgien geglückt, für die mittlerweile vor dem Spiel gegen Wales ebenfalls das Tor zum Halbfinale weit offen steht, so konnte man nun den amtierenden Europameister Spanien im Achtelfinale aus dem Turnier befördern und dafür Sorge tragen, dass es erstmals seit 2004 wieder einen Sieger der EM geben wird, der nicht Spanien heißt. Nur allzu gerne würde die älteste Elf, die es bei einer Europameisterschaft jemals gegeben hat (Altersdurchschnitt von 31,5 Jahren bei der Startelf im Auftaktspiel gegen Belgien), sich dabei höchst persönlich den erst zweiten Titel bei einer EM nach 1968 sichern. War man 2008 und 2012 noch am späteren Europameister Spanien gescheitert, so hat man im dritten Anlauf zumindest dieses Trauma nun erfolgreich überwinden können. Dabei war es abermals bemerkenswert, wie clever Italien sich bei dem riesigen Erfolg verhalten hat. Die Führung durch den 31-jährigen Giorgio Chiellini (Juventus Turin) war dabei hochverdient, hatte man zuvor schon hochkarätige Chancen liegen gelassen. Fast schon wie gegen Favorit Belgien musste man zwar bis zur Nachspielzeit warten, das alles entscheidende 2:0 durch Graziano Pellè (FC Southampton) war allerdings die logische Konsequenz des dominanten italienischen Spiels. Nicht nur am Ergebnis, sondern auch an der Spielweise konnte man die Cleverness jedoch ablesen. So gingen in das Spiel gegen Spanien gleich sieben Spieler mit gelben Karten vorbelastet. Erst kurz vor Spielende war es schließlich der eingewechselte Thiago Motta (Paris Saint-Germain), der sich durch die zweite gelbe Karte eine Sperre für das Spiel gegen Deutschland eingefangen hat. Abermals kann Coach Antonio Conte also seine beste Elf ins Rennen schicken und muss lediglich auf einen Reservisten verzichten.

Deutschland – Italien Bilanz – Bisherige Aufeinandertreffen

Insgesamt 33 Mal hat Deutschland bisher schon gegen Italien gespielt und die Statistik könnte in allen Belangen wesentlich besser aussehen. So hat die DFB Auswahl lediglich acht der 33 Spiele gewinnen können, während Italien bei zehn Unentschieden mit 15 Partien den Großteil der bisherigen Aufeinandertreffen für sich entscheiden konnte. Zwar holte sich Jogi Löw gerade erst beim Testspiel im März einen souveränen 4:1-Sieg über Italien, in Pflichtspielen stellt die Squadra Azzurra allerdings einen waschechten Angstgegner der Deutschen dar, kam man in acht Partien bei je vier Unentschieden und vier Siegen der Italiener noch auf keinen einzigen Sieg. So musste man gegen die Mannschaft von Antonio Conte unter anderem auch bei der EM 2012 wieder das Ausscheiden hinnehmen wie schon sechs Jahre zuvor, als Deutschland bei der WM 2006 im eigenen Land im Halbfinale vom späteren Sieger kurz vor dem Ende der Verlängerung ausgebremst worden ist. Das verlorene WM Finale 1982 und das als „Jahrhundertspiel“ in die Geschichte eingegangene dramatische Halbfinale der WM 1970 reihen sich nahtlos in Deutschlands ernüchternde Bilanz gegen Italien mit ein.

Deutschland – Italien Prognose – EM 2016 Spiel am 02.07.2016

Schon jetzt darf man sich auf ein echtes Fußballfest freuen, wenn hier die beiden womöglich besten Mannschaften des bisherigen Turniers im Viertelfinale aufeinanderprallen. Was zweifelsfrei ein würdiges Endspiel gewesen wäre, wird nun aber dafür sorgen, dass eine Mannschaft nach starkem Turnierverlauf vorzeitig die Heimreise wird antreten müssen. Insgesamt wird es sehr stark darauf ankommen, wie die jeweils sehr starken Defensiven mit dem gegnerischen Angriff umgehen werden. Sollte Deutschland ähnlich risikobereit sein wie gegen die Slowakei, als man Julian Draxler vorrangig in Eins-gegen-Eins-Situationen schickte, so könnte der amtierende Weltmeister womöglich mit dem ersten Pflichtspielsieg gegen Italien belohnt werden. Auf keinen Fall darf man jedoch in einen Konter laufen, weswegen wir es durchaus für wahrscheinlich halten, dass beide Mannschaften mit Fokus auf ihre Verteidigung nach dem Prinzip Sicherheit spielen werden. Ein 0:0 nach der regulären Spielzeit ist deswegen unser Tipp für diesen mit Spannung erwarteten Klassiker.

Deutschland – Italien Quoten – EM 2016 Spiel am 02.07.2016

Tipp 1 (Deutschland): 2,25
Tipp X (Unentschieden): 3,00
Tipp 2 (Italien): 4,00

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