Biathlon WM 2017 Verfolgung der Damen – Favoriten & Quoten, Hochfilzen 12.02.2017

10. Februar 2017

Laura Dahlmeier - © Petr Toman / Shutterstock.com

Am Sonntag, den 12. Februar 2017, geht es um 10:30 Uhr (MEZ) um die nächsten drei Medaillen bei der Biathlon WM 2017, wenn die Verfolgung der Damen (10 km) auf dem Programm steht. Nach der Mixed-Staffel, in welcher sich mit Vanessa Hinz und Laura Dahlmeier bereits die ersten beiden deutschen Frauen gemeinsam mit ihren Teampartnern Arnd Peiffer und Simon Schempp die erste Goldmedaille bei der diesjährigen Biathlon Weltmeisterschaft sichern konnten, geht es nun im zweiten der insgesamt vier Einzelwettbewerbe bei dem großen Turnier in Hochfilzen, Österreich, für die besten Biathletinnen der Welt darum, ihre individuelle Klasse zu zeigen.

Mit dabei ist dann natürlich auch wieder die deutsche Medaillenhoffnung Laura Dahlmeier, die hier als Titelverteidigerin an den Start geht, konnte die inzwischen dreifache Goldmedaillengewinnerin bei Biathlon Weltmeisterschaften doch bereits letztes Jahr in Oslo die Verfolgung (10 km) der Damen mit haushohem Vorsprung (48,3 Sekunden auf die Zweitplatzierte Dorothea Wierer) für sich entscheiden. Konkurrenz bekommt sie nun nicht nur von der letztjährigen Gewinnerin der Bronzemedaille, der extrem erfolgreichen Französin Marie Dorin Habert, sondern auch von den beiden Damen, die momentan im Gesamtweltcup auf den Plätzen zwei und drei liegend die schärfsten Konkurrentinnen der Deutschen sind: Kaisa Mäkäräinen und Gabriela Koukalova, die außerdem auch im Verfolgungsweltcup nach fünf von neun Rennen die Ränge eins und drei belegen und gemeinsam mit Marie Dorin Habert Laura Dahlmeier nur auf den fünften Rang verweisen.

Die Ausgangslage ist also zwischen diesen vier Damen, die vermutlich die ersten vier Plätze bei der Verfolgung der Frauen (10 km) komplett unter sich ausmachen werden, extrem spannend. Grund genug für uns, auf die vier heißesten Anwärterinnen auf die nächste Goldmedaille bei der diesjährigen Biathlon WM im österreichischen Hochfilzen einen genaueren Blick zu werfen, um die Favoritin ausfindig machen zu können.

Laura Dahlmeier – Der erste Streich ist bereits geglückt

Die 23-jährige Deutsche Laura Dahlmeier war ohnehin mit sehr viel Vorschusslorbeeren in die Biathlon WM 2017 gestartet, führt sie doch momentan nach 15 von 26 Rennen überraschend, aber völlig verdient, im aktuellen Weltcupstand der Frauen den Gesamtweltcup an. Vier Siege in der aktuellen Saison hat sie dabei bereits erzielt – darunter auch ein gewonnenes Rennen in der Disziplin Verfolgung, als sie im 2. Weltcup am 10. Dezember 2016 vor Kaisa Mäkäräinen siegte. Bereits letztes Jahr holte sie sich sensationell die Goldmedaille bei der Biathlon WM in Oslo in dieser Disziplin, was in erster Linie daran lag, dass ihr in keinem einzigen der vier Durchgänge ein Schießfehler unterlief. Mit einem wirklich perfekten Rennen war der schon angesprochene Abstand von 48,3 Sekunden am Ende ungewohnt groß. So kann man nun vollkommen zurecht davon sprechen, dass der in Garmisch-Partenkirchen geborenen Zollbeamtin innerhalb dieses letzten starken Jahres der endgültige Durchbruch geglückt ist mit dem Sprung bis nach ganz oben. Bei den Buchmachern wird sie mit einer Quote von 2,70 auf den erneuten Gewinn der Goldmedaille in der Verfolgung der Damen (10 km) erneut als Topfavoritin geführt. Eine Einschätzung, der wir uns bedingungslos anschließen möchten, obschon sie nicht so ganz makellos in das Turnier gestartet ist. Zwar holte sie sich in der deutschen Mixed Staffel denkbar knapp vor Frankreich mit ihren Partnerinnen und Partnern die Goldmedaille, allerdings hatte sie jeweils zwei Nachlader gebraucht, was ihre Mannschaft bei dem am Ende nur hauchdünnen Vorsprung von gerade einmal 2,2 Sekunden auf die Franzosen um ein Haar den Gesamtsieg gekostet hätte. Dennoch: der erste Streich ist ihr bereits geglückt. Nun soll die Titelverteidigung her.

Gabriela Koukalova – Will an den Sieg im Gesamtweltcup anknüpfen

Die 27-jährige Tschechin Gabriela Koukalova hat bereits in den letzten drei Saisons ihre Leistungen und Ergebnisse kontinuierlich steigern können, was letztendlich am Ende des Biathlon Weltcups 2015/16 in ihren bisher größten Karriereerfolg gemündet ist, nämlich den Sieg im Gesamtweltcup. Dafür sicherte sie sich neben dem Sprintweltcup auch noch den Massenstartweltcup und eben auch in den Verfolgungsweltcup, in dem sie nun neben Laura Dahlmeier zu den ganz großen Favoritinnen auf die erste Goldmedaille bei einer Biathlon Weltmeisterschaft gilt, die sie individuell gewinnen könnte. So steht für Gabriela Koukalova bisher nämlich „nur“ die Goldmedaille bei der WM 2015 in Kontiolahti in der Mixed Steffel zu Buche. Auch im Moment sieht es jedenfalls wieder sehr gut aus für die Tschechin, die genau wie Laura Dahlmeier vier Weltcupsiege aus den bisher 15 der 26 Rennen der aktuellen Saison holen konnte. Mit nur 17 Punkten Rückstand auf die Deutsche belegt sie im Gesamtweltcup damit zurzeit den zweiten Rang und kann im Massenstart immerhin eine von vier Disziplinen auf Platz eins liegend anführen. Aber auch im Verfolgungsweltcup ist sie nach einem Sieg (im ersten Weltcup in Östersund gewann sie vor Laura Dahlmeier und Dorothea Wierer) bei lediglich 15 Punkten Rückstand auf Platz drei und hat hier nach wie vor alle Optionen, ihren ersten Platz aus dem Vorjahr erfolgreich zu verteidigen. All diese Konstanz und guten Ergebnisse spiegeln sich in einer Quote von 2,80 für den potenziellen Gewinn der Goldmedaille wider. Sollte Dahlmeier wie schon in der Mixed Staffel kein komplett perfektes Rennen abliefern, dürfte die Tschechin definitiv zur Stelle sein. In dem ersten Wettbewerb musste sie zumindest drei Mal seltener nachladen als die Deutsche…

Kaisa Mäkäräinen – Kann sie ihren größten Erfolg hier wiederholen?

Die 34-jährige Finnin Kaisa Mäkäräinen gehört zu den alten Hasen im Biathlon und konnte ist in der laufenden Weltcup Saison nach einer durchwachsenen Vorsaison wieder stärker denn je, womit sie sämtliche Gerüchte über ein baldiges Karriereende zerstreuen konnte. Nun möchte Finnlands Sportlerin des Jahres 2011 – die erste Biathletin überhaupt, der diese Ehre zuteil geworden ist – an eben jenen größten Erfolg ihrer Karriere aus dem Jahr 2011 anknüpfen, als sie sich in Chanty-Mansijsk bei der Biathlon WM die Goldmedaille in Verfolgung holte und zusätzlich noch Silber in Sprint mitnehmen konnte. Es folgte außerdem der erste ihrer insgesamt zwei gewonnenen Gesamtweltcups, seit dem Kaisa Mäkäräinen von der Spitze der Welt kaum noch wegzudenken ist. Besonders gut ist sie dabei nun in das Jahr 2017 gestartet, wo sie sich in Ruhpolding zunächst mit dem Sieg im Sprint am 14. Januar im 5. Weltcup das erste gewonnene Rennen im Weltcup der aktuellen Saison sichern konnte, ehe sie am Tag darauf auch die Verfolgung (10 km) der Damen für sich entscheiden konnte. Diese beiden Siege haben gereicht, sie im Gesamtweltcup auf Platz drei zu pushen, während sie sowohl im Sprintweltcup als auch im Verfolgungsweltcup aktuell nach jeweils fünf von neun Rennen sogar den ersten Platz belegt. Das zeigt sich auch in den Quoten von 5,50 für die erneute Goldmedaille in Verfolgung, die sie exakt sechs Jahre nach dem großen Coup nun liebend gerne wiederholen würde. Das ist der routinierten Finnin trotz ebenso wie Laura Dahlmeier je zwei Nachladern in der Mixed Staffel definitiv zuzutrauen. Wir glauben dennoch, dass sie hier auf Patzer der Konkurrenz angewiesen sein wird.

Marie Dorin Habert – Die Überfliegerin des Vorjahres hat schon wieder zugeschlagen

Bei der Biathlon WM 2016 in Oslo war die 30-jährige Französin Marie Dorin Habert bereits die große Überfliegerin, als sie sich sage und schreibe drei Goldmedaillen sichern konnte. Das war einerseits das Einzel und der Massenstart und andererseits die Mixed Staffel, während es in Sprint und Staffel zwei weitere Male Silber und in der Verfolgung immerhin noch Bronze gab. Bereits im Jahr zuvor räumte sie in Kontiolahti vier Medaillen ab – darunter je zwei Mal Gold (Sprint und Verfolgung) und zwei Mal Silber (Mixed Staffel und Staffel). Damit zählt die in Lyon geborene Französin zu den erfolgreichsten aktiven Biathletinnen, obschon ihr zumindest in Weltcups bisher der ganz große Erfolg stets verwehrt geblieben ist. Immerhin: 2015/16 gab es erstmals einen zweiten Platz im Gesamtweltcup zu feiern, den sie am Ende in allen vier Disziplinen ebenfalls erreichte – bis auf die Verfolgung, wo sie Dritte wurde. Zumindest dieses Jahr ist aber in dieser Kategorie mindestens ihr womöglich erster zweiter Platz noch drinnen, belegt sie diesen doch momentan nach fünf der neun Rennen. Dafür hat sie gerade erst am Jahresanfang beim vierten Weltcup in Oberhof am 7. Januar in der Verfolgung der Damen (10 km) Gabriela Koukalova und Kaisa Mäkäräinen auf die Plätze zwei und drei verweisen können. Stark präsentierte sich Marie Dorin Habert auch schon in der Mixed Staffel, wo sie sich aktuell ihre schon 18. Medaille (Silber) bei einer Biathlon WM sichern konnte. Grundsätzlich spricht nichts dagegen, dass die Französin, für deren Sieg eine Quote von 5,50 ausgeschrieben ist, sich nun ihre nächste Goldmedaille holt, dennoch bleibt unsere Topfavoritin die Deutsche Laura Dahlmeier.

Die Wettquoten der Teilnehmerinnen an der Verfolgung der Damen bei der Biathlon WM 2017

Biathletin Gesamtsieger Quoten
Laura Dahlmeier 2,70
Gabriela Koukalova 2,80
Kaisa Mäkäräinen 5,50
Marie Dorin Habert 5,50
Darya Domracheva 21,00
Dorothea Wierer 21,00
Franziska Preuss 34,00
Tatiana Akimova 51,00
Anais Chevalier 51,00
Franziska Hildebrand 51,00

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