ATP World Tour Finals 2016 Wetten, Favoriten & Quoten

14. November 2016

Sportwetten, Prognosen & Quoten

Am Sonntag, den 13. November 2016, beginnen in London die ATP World Tour Finals 2016. Bis zum großen Finale am darauffolgenden Sonntag, den 20. November 2016, duellieren sich hierbei die besten acht Spieler der Welt um den letzten großen Pokal in der sich dem Ende neigenden Tennis Saison. Dabei ist für den Gewinner nicht nur inklusive der Siegprämien aus der Vorrunde ein astronomisches Preisgeld von bis zu zwei Millionen US-Dollar erreichbar, vielmehr ist es die Aussicht, sich ganz offiziell Weltmeister der Herren nennen zu dürfen, die für die ohnehin bestens situierte Crème de la Crème der ATP hier der eigentliche Antriebsmotor ist. Die 2016 Barclays ATP World Tour Finals, wie das Turnier aus Gründes des Sponsorings vollständig heißt, finden dabei inzwischen zum achten Mal in Serie in der O2 Arena in London statt. Es ist insgesamt schon die 47. Austragung der offiziellen Weltmeisterschaft.

Jetzt schon klar ist, dass es einen Neuling im Endspiel der ATP World Tour Finals geben wird, denn in Form von Titelverteidiger Novak Djokovic gibt es nur einen einzigen Spieler unter den acht qualifizierten Spielern, der schon einmal das Finale dieses Turniers erreicht hat, bzw. es bekanntermaßen schon fünf Mal gewinnen konnte – zuletzt vier Mal in Serie. Von seinen bisherigen Endspielgegnern Nikolay Davydenko (2008), Roger Federer (2012, 2014 und 2015) sowie Rafael Nadal (2013) konnte sich nämlich lediglich der spanische Sandplatzexperte für die ATP World Tour Championships qualifizieren, musste jedoch seinen Startplatz verletzungsbedingt aufgeben, wodurch mit der aktuellen Nummer neun der ATP Weltrangliste, dem Österreicher Dominic Thiem, erstmals seit 1997 (Thomas Muster) wieder ein Spieler aus der Republik Österreich zu dem großen Turnier zum Jahresabschluss geschafft hat. Am Modus der ATP World Tour Finals hat sich derweil aber nichts geändert. So treten auch dieses Jahr wieder die acht qualifizierten Spieler, die sich auf zwei Vierergruppen verteilen, zunächst an drei Spieltagen gegen jeden Gruppengegner im „Best of 3” an, ehe es für die beiden besten Spieler aus der John McEnroe Gruppe und der Ivan Lendl Gruppe im Halbfinale im klassischen K.-o.-System weitergehen wird.

Die beiden Gruppen sind bereits ausgelost und die ersten Paarungen stehen dementsprechend schon fest. Grund genug also für uns, auf die in unseren Augen fünf vielversprechendsten Kandidaten bei den mit Spannung erwarteten diesjährigen ATP World Tour Finals einen genaueren Blick zu werfen, um den Favoriten auf den Turniersieg ausfindig machen zu können.

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Andy Murray – Die neue Nummer eins der Welt

Der 29-jährige Schotte Andy Murray hat im Jahr 2016 nahezu alles erreicht, was man im Tennis erreichen kann. In Wimbledon holte er sich den dritten Grand Slam Pokal seiner Karriere und in Rio de Janeiro, Brasilien, gewann er im Rahmen der Olympischen Spiele 2016 zum zweiten Mal die Goldmedaille, womit er den 2012 ebenfalls in London erreichten Coup sogar wiederholen konnte. Weil er über das Jahr verteilt in sage und schreibe zwölf Endspielen bei großen Turnieren stand (Rekord) und davon acht Mal am Ende den Siegerpokal in die Luft stemmen durfte (ebenfalls Rekord), ist er jüngst sogar mit dem Triumph bei den ATP Paris Masters auf Platz eins der ATP Weltrangliste gesprungen. Seine schier unglaubliche Jahresbilanz zählt damit bei gerade einmal neun Niederlagen sage und schreibe 73 Siege. Keine Frage: der Brite geht als absoluter Topfavorit in seine inzwischen achten ATP World Tour Finals. In den letzten beiden Jahren ist er vor heimischem Publikum in London jedoch in der Vorrunde ausgeschieden, ein Schicksal, das er in der schweren Gruppe mit Stan Wawrinka, Kei Nishikori und Marin Cilic nun unbedingt abwenden möchte. Bis jetzt hat noch nie ein Spieler aus dem Vereinigten Königreich die Weltmeisterschaft holen können. Der zweifache Sportler des Jahres Großbritanniens (2013 und 2015), dem dieser Titel ohnehin noch in der ansonsten nahezu vollständigen Sammlung fehlt, brennt also darauf, in einem Jahr der Superlative erneut Geschichte zu schreiben…
Andy Murray Quoten
Turniersieg: 2,20

Novak Djokovic – Schafft er in London das Comeback?

Der 29-jährige Serbe Novak Djokovic wurde gerade erst am vergangenen Montag von Andy Murray nach 122 Wochen Regentschaft vom Spitzenplatz in der ATP Weltrangliste entthront. Trotz seiner nicht minder beeindruckenden Jahresbilanz von 61 Siegen bei nur acht Niederlagen waren es dabei vor allem die ungewohnt schwachen Auftritte in der zweiten Jahreshälfte, die dem Djoker den Absturz beschert haben. So konnte der Schützling von Boris Becker nämlich seit dem Rogers Cup (Kanada Masters) im Juli kein einziges Turnier mehr gewinnen und verlor zu allem Überfluss gar völlig überraschend das Finale der US Open gegen Underdog Stan Wawrinka, dessen Saison alles andere als rosig verlief. Von Verletzungen zurückgeworfen wollte Nole dann zumindest bei den beiden ATP World Tour Masters 1000 Turnieren in Shanghai und Paris noch einmal voll angreifen, nachdem er aber in China noch im Halbfinale in zwei Sätzen gegen den Spanier Roberto Bautista-Agut verlor, musste er im Viertelfinale der BNP Paribas Masters in Frankreich im 15. Spiel seine erste Niederlage gegen den Kroaten Marin Cilic hinnehmen – ebenfalls in zwei Sätzen. Keine Frage: der Djoker steckt seit Sommer in einer handfesten Krise. Nichtsdestotrotz könnte er mit einem Triumph in London das Blatt wieder zu seinen Gunsten wenden. Nicht nur würde er nämlich den fünften Titel in Serie holen (Rekord), er würde mit dem insgesamt sechsten Sieg bei der Weltmeisterschaft auch mit dem bisherigen Rekordsieger und Langzeitrivalen Roger Federer gleichziehen. Darüber hinaus wäre es auch für Novak Djokovic der bereits achte Turniersieg im Jahr 2016, mit dem er wohl den ersten Platz in der ATP Weltrangliste zurückerobern würde und in puncto Turniersiegen mit Andy Murray gleichziehen könnte. Obschon er durch die letzten Auftritte seinen Status als Favorit Nummer eins an seinen schottischen Rivalen abtreten musste, hat er es nun noch einmal in der Hand, vor der verdienten Winterpause mit einem Paukenschlag wieder dahin zurückzukehren, wo er hingehört.
Novak Djokovic Quoten
Turniersieg: 2,50

Stan Wawrinka – Durchwachsenes, aber dennoch erfolgreiches Jahr

Der 31-jährige Schweizer Stanislas Wawrinka belegt im Vorfeld er ATP World Tour Finals den dritten Platz in der ATP Weltrangliste und hat damit seinen Höchststand, den er erstmals im Januar 2014 inne hatte, erneut erreicht. Umso erstaunlicher, hat das „Stanimal“ doch ein eigentlich eher schlechtes als rechtes Jahr gespielt. So ist seine Jahresbilanz von 45 Siegen bei 16 Niederlagen allerhöchstens gehobener Durchschnitt, aber keinesfalls eines Top 3 Spielers würdig, wenn man die Vergleiche zu Andy Murray und Novak Djokovic ziehen möchte. Nichtsdestotrotz hat Stan the Man vier Einzeltitel im laufenden Jahr gewinnen können und sicherte sich darüber hinaus in seiner Sternstunde bei den US Open 2016 mit Finalsieg über den großen Novak Djokovic seinen schon dritten Grand Slam Pokal. Nach den Australian Open 2014 und den French Open 2015 ist er demnach nur noch einen Triumph in Wimbledon von dem Karriere Grand Slam entfernt, der ihn endgültig in den Olymp des Herrentennis aufsteigen lassen würde. Obwohl er mit vier seiner 15 gewonnenen Einzeltiteln in 2016 an seine ebenfalls vier Turniersiege des Vorjahres noch sehr gut anknüpfen konnte, musste er bei den letzten Turnieren doch eine bittere Niederlage nach der nächsten hinnehmen. Wurde er bei der ATP St. Petersburg doch noch vom deutschen Senkrechtstarter Alexander Zverev im Endspiel um Titel Nummer fünf im laufenden Jahr gebracht, so folgte in Shanghai eine Niederlage in der dritten Runde gegen den Franzosen Gilles Simon. Noch bitterer wurde es bei den Swiss Indoors, als er als Lokalmatador dem deutschen Underdog Mischa Zverev unterlag, ehe er zuletzt bei den Paris Masters in seinem ersten Spiel vom deutschen Qualifikanten Jan-Lennard Struff in einem knappen Spiel düpiert worden ist. Nicht zuletzt diesen vielen bitteren Niederlagen, die sich wie ein roter Faden durch sein nur mäßiges Jahr hindurchziehen, ist es geschuldet, dass wir in Stan Wawrinka, der bei seinen letzten drei Teilnahmen an den ATP World Tour Finals stets die Vorrunde überstanden und das Halbfinale erreicht hat, keinen Anwärter auf den Gesamtsieg sehen.
Stan Wawrinka Quoten
Turniersieg: 11,00

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Marin Cilic – Nach Endspurt mit dem Momentum auf seiner Seite

Zum erst zweiten Mal in seiner Karriere nach 2014 konnte sich der 28-jährige Kroate Marin Cilic nach tollem Endspurt zum Saisonende hin überraschend noch für die ATP World Tour Finals qualifizieren. Hierfür holte er sich zunächst bei den Swiss Indoors in Basel seinen erst zweiten Einzeltitel des Jahres nach einem Finalsieg über den Japaner Kei Nishikori, auf den er auch jetzt in der John McEnroe Group in London in der Round Robin wieder treffen wird, und war anschließend noch dazu gezwungen, bei den Paris Masters gut zu performen. Genau dies gelang Marin Cilic abschließend auch, brauchte er doch zunächst einen Sieg über den Belgier David Goffin, den er zuvor noch nie in seiner Karriere bezwingen konnte, und anschließend noch – für die ganz sichere Qualifikation – einen Sieg gegen Novak Djokovic. Durch das gleichzeitige Ausscheiden seiner restlichen Konkurrenz wäre Marin Cilic zwar auch im Falle einer Niederlage gegen den Djoker sicher bei der Weltmeisterschaft in London dabei gewesen, dass sich der Kroate hier aber gar im 15. Aufeinandertreffen seinen ersten Sieg überhaupt gegen Nole holen konnte, hat das Momentum umso mehr auf seine Seite gezogen. In seiner insgesamt soliden, aber eben auch nur durchschnittlichen Jahresbilanz von 47 Siegen bei 21 Niederlagen lässt sich neben dem glorreichen Sieg über die ehemalige Nummer eins der ATP Weltrangliste allerdings auch noch ein extrem wichtiger Sieg gegen die neue Nummer eins der Welt finden. So besiegte Marin Cilic im August diesen Jahres bei den Western & Southern Open 2016 im Finale seinen jetzigen Gruppengegner Andy Murray in zwei Sätzen und konnte sich damit in Cincinnati erstmals in seiner Karriere einen Turniersieg bei einem ATP World Tour Masters 1000 Turnier sichern. Gewiss hat er mit Andy Murray, Stan Wawrinka und Kei Nishikori drei schwierige Gegner vor der Brust, dennoch hat er im Verlauf des Jahres gezeigt, dass er mit diesen Gegnern fertig werden kann. Wer weiß, was möglich ist, wenn er die Vorrunde übersteht. Für uns ist Marin Cilic hinter Andy Murray und Novak Djokovic jedenfalls der Geheimfavorit Nummer eins.
Marin Cilic Quoten
Turniersieg: 18,00

Dominic Thiem – Der verdiente Lohn für ein tolles Jahr

Ganz gewiss gehört der 23-jährige Österreicher Dominic Thiem zu den großen Gewinnern der sich dem Ende neigenden Tennis Saison 2016. Nahezu nahtlos konnte er nämlich an die ersten drei gewonnenen Einzeltitel des Jahres 2015 anknüpfen und seinen Counter mit vier weiteren Pokalen aus dem laufenden Jahr inzwischen auf sieben Einzeltitel in seiner noch jungen Karriere erhöhen. Highlight war dabei die ATP Acapulco, als er sich in Mexiko erstmals auf Hartplatz behaupten konnte, gilt der talentierte Rechtshänder doch vorrangig als versierter Sandplatzspieler. Das insgesamt gute Abschneiden bei den vier Grand Slam Turnieren, wo er bei den French Open sogar bis ins Halbfinale kam, trug außerdem dazu bei, dass der Wiener erstmals die Top 10 der ATP Weltrangliste erstürmte. Stieg er dabei im Sommer bis auf den siebten Platz auf, so waren es allerdings auch die dürftigen letzten zwei Monate, durch die er bis zum Schluss um seinen Platz bei den ATP World Tour Finals zittern musste. So hätte er es sich um einiges leichter machen können, wenn er zuletzt bei den ATP Paris Masters zumindest ein einziges Spiel gewonnen hätte. Stattdessen war er auf Schützenhilfe der Konkurrenz angewiesen und durfte sich letztendlich bei Marin Cilic bedanken, der das Turnier von David Goffin beendete, sowie bei Andy Murray, der Tomas Berdych im Halbfinale stoppte. Auf Position neun liegend ist es also Dominic Thiem, der trotz nur fünf Siegen bei ebenfalls fünf Niederlagen seit den US Open 2016 nun zum ersten Mal in seiner Karriere an der Weltmeisterschaft teilnehmen darf. Er ist damit der erste Österreicher bei diesem Turnier seit Thomas Muster, der 1997 zum letzten Mal unter den acht besten Spielern der Welt stand. Sollte er dabei an seine eigentlich starke Jahresbilanz von 57 Siegen bei 22 Niederlagen wieder anknüpfen können, so ist er sicherlich ein gefährlicher Spieler für seine Gruppengegner. Am Sonntag wird ihm zudem die Ehre zuteil, das Turnier gegen Titelverteidiger Novak Djokovic eröffnen zu dürfen. Sollte ihm gegen den zuletzt verwundbaren serbischen Superstar eine Überraschung gelingen, so wird man definitiv mit ihm zu rechnen haben. Auch so hat er im Duell mit Milos Raonic und Gael Monfils aber gute Chancen, auf Anhieb auf die Vorrunde zu überstehen, was Thomas Muster in vier Anläufen nie geglückt war. Genau wie bei Marin Cilic ist ab dann auch für Dominic Thiem alles möglich. Er ist neben dem Kroaten unser zweiter Geheimfavorit.
Dominic Thiem Quoten
Turniersieg: 41,00

Die Siegesquoten der restlichen Teilnehmer und Alternativen

Kei Nishikori: 17,00
Milos Raonic: 21,00
Gael Monfils: 29,00
David Goffin: 81,00

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