ATP Finals 2018 – Wetten, Favoriten & Quoten

9. November 2018

Novak Djokovic - © mooinblack / Shutterstock

Am Sonntag, den 11. November 2018, starten die ATP Finals 2018. Es handelt sich bei der bereits 49. Austragung des Einzels um die offizielle Tennis Weltmeisterschaft um das letzte Turnier der Saison 2018, ehe es für die acht Teilnehmer, die sich mit starken Leistungen in dem sich dem Ende entgegen neigenden Jahr ihren Platz in London erkämpft haben, in den wohlverdienten Winterurlaub geht. Lediglich für den Kroaten Marin Cilic, der sein Land mit starken Leistungen bis ins Davis Cup Finale befördert hat, könnte noch ein oder gar zwei Einzel vor sich haben, sofern er seinem Team in der darauffolgenden Woche in Frankreich auch zur Verfügung stehen wird.

Dabei haben sich für die ATP World Tour Finals 2018 einmal mehr die besten acht Spieler des Jahres qualifiziert, die allerdings nicht den derzeitigen Top acht der ATP Weltrangliste entsprechen. So musste der Weltranglistenzweite Rafael Nadal seine Teilnahme an der Weltmeisterschaft ebenso absagen wie die Nummer vier, Juan Martin del Potro. Wurde der Stier von Manacor wegen einer Verletzung im abdominalen Bereich zum Rückzug gezwungen, so war besonders die Absage vom Turm von Tandil höchst tragisch. Der Argentinier, der sich nach tollem Jahr, in dem er endlich mal verletzungsfrei geblieben war, erstmals seit 2013 wieder für die ATP Finals qualifizieren konnte, hat dann doch seine Pechsträhne wieder aufleben lassen. Mit einer Knieverletzung fällt Delpo abermals aus, wodurch Nutznießer John Isner als Weltranglistenzehnter noch ins Teilnehmerfeld gerutscht ist. Der amerikanische Hüne wird auf den Indoor-Hartplätzen der O2 Arena in London ebenso sein Debüt bei den ATP World Tour Finals geben wie Kevin Anderson.

Nicht mit dabei ist ansonsten brisanterweise der Titelverteidiger. Grigor Dimitrov, der 2017 Nutznießer von der Tatsache geworden war, dass sowohl Rafael Nadal als auch Roger Federer an David Goffin gescheitert waren, während Novak Djokovic verletzungsbedingt fehlte, ist nach enttäuschendem Jahr wieder in der Versenkung verschwunden und wird die Saison nur als Nummer 19 der ATP Weltrangliste beenden. Sein Finalgegner vor einem Jahr, der Belgier David Goffin, ist ebenfalls auf Position 22 gefallen und blieb genau wie Dimi in der gesamten Saison 2018 titellos. In jedem Fall wird es bei den 2018 Nitto ATP Finals, wie das Turnier aus Gründen des Sponsorings hochoffiziell heißt, somit ein gänzlich neues Finale geben, obschon mit der Partie zwischen Novak Djokovic und Roger Federer theoretisch ein Match möglich wäre, das bereits 2012, 2014 und 2015 das Finale der ATP World Tour Finals war – jeweils auch in der O2 Arena im Herzen des Vereinigten Königreichs.

Werden die beiden Topfavoriten und Routiniers ihrer Favoritenrolle gegen sechs hungrige Spieler, die allesamt noch nie im Finale der ATP Finals gestanden sind, allerdings letztlich auch treu? Oder könnte die Weltmeisterschaft der Herren ähnlich wie vor zwei Wochen bei den Damen mit einer großen Überraschung enden? In diesem Beitrag haben wir für eine potenzielle Antwort die acht Teilnehmer an dem letzten Einzelturnier der Tennis Saison 2018 etwas genauer ins Visier genommen. In diesem Zusammenhang liefern wir Ihnen in Verbindung mit den aktuellen ATP Finals Gesamtsieger Wettquoten auch stets eine Einschätzung, wie gut diese Tipps gespielt werden können.

Novak Djokovic – Krönt er sich die fast perfekte zweite Jahreshälfte?

Mit einem Wahnsinnslauf ist der 31-jährige Serbe Novak Djokovic in der vorletzten Woche auf Platz eins der ATP Weltrangliste zurückgekehrt. Beginnend mit den Western & Southern Open, bei denen er nicht nur den amtierenden Weltmeister Grigor Dimitrov schlug, sondern auch seine beiden Mitreisenden zu den ATP Finals 2018, Roger Federer und Marin Cilic, gewann der serbische Superstar sage und schreibe 22 Matches in Serie. Das brachte ihm neben den US Open 2018 auch den Gesamtsieg bei den Rolex Shanghai Masters 2018 ein, ehe er vergangene Woche in Paris – auch hier schlug er übrigens King Roger und Mrnja auf dem Weg ins Endspiel – vom überraschend ins Rampenlicht getretenen Karen Khachanov ausgebremst werden konnte. Der einzige Makel in einer ansonsten perfekten zweiten Jahreshälfte, in der der Djoker ja auch noch die Wimbledon Championships geholt hat. Seit dem bedeutenden Tennis Turnier im All England Lawn Tennis and Croquet Club ebenfalls hier in London stand Nole somit in jedem einzelnen Major der ATP World Tour in der zweiten Saisonhälfte im Endspiel. Kein Wunder also, dass der 14-fache Grand Slam Champion bei seiner Rückkehr zu den ATP World Tour Finals erneut zu den ganz großen Favoriten der Buchmacher gezählt wird. Die Quote von 1,61*, die für seinen Gesamtsieg derzeit ausgeschrieben ist, mag zwar gering klingen, insgesamt ist der Djoker aber als Spieler der Stunde völlig zurecht der haushohe Favorit auf den Gesamtsieg, weshalb die Wette darauf definitiv gespielt werden kann.

Roger Federer – Titel Nummer 100 ausgerechnet in London?

Als Weltranglistendritter und Zweiter der Setzliste führt der 37-jährige Schweizer Roger Federer die Lleyton Hewitt Gruppe bei den ATP Finals 2018 an und hat ebenfalls hervorragende Chancen darauf, es einmal mehr in ein großes Endspiel bei der Tennis Weltmeisterschaft der Herren zu schaffen, wo er mit sechs Gesamtsiegen nach wie vor der Rekordsieger ist. Die letzten drei Endspiele jedoch mündeten allesamt nicht mehr in einen Titelgewinn, obschon er 2014 kampflos zurückziehen musste wegen einer Verletzung im Semifinale. Der Gegner, an dem für King Roger in der O2 Arena in London allerdings partout kein Vorbeikommen mehr war, hieß dennoch in allen drei Fällen Novak Djokovic. Sollte das Turnier also überraschungsfrei verlaufen, so gäbe es die Paarung zwischen den beiden Titanen nun zum bereits vierten Mal auf dieser großen Bühne im Endspiel. Ein Match, in dem der Federer-Express zuletzt vier Mal in Serie das Nachsehen hatte – unter anderem bei den Western & Southern Open 2018 sowie gerade erst letzte Woche im Halbfinale der Rolex Paris Masters. Folgerichtig ist die Quote für seinen Gesamtsieg deutlich höher und liegt derzeit bei 3,25*. Ein Tipp darauf würde also entweder implizieren, dass der Schweizer dieses Mal wieder die Oberhand im Vergleich mit dem Serben behält, oder dass Nole vorzeitig ausscheidet und dieser Kampf der Giganten gar nicht erst zu Stande kommt. Wenn Sie eines der beiden Szenarien sehen, können Sie diese Wette gewiss spielen. Dass Roger Federer aber ausgerechnet hier in London seinen 100. Einzeltitel in der ATP World Tour erzielt, erscheint uns in der Summe eine etwas zu riskante Angelegenheit dafür zu sein, dass die Quote eine Eintrittswahrscheinlichkeit von 31% voraussetzt, damit hier ein positiver Erwartungswert entsteht.

Alexander Zverev – Gute Auslosung für den Shootingstar

Dem 21-jährigen Deutschen Alexander Zverev gehört zweifelsfrei die Zukunft. In fünf Jahren wäre Roger Federer 42, Novak Djokovic 36 und Rafael Nadal 37. Er selbst könnte dann einer der dominantesten Herren der ATP World Tour werden. So hat der Hamburger es dieses Jahr schließlich schon zum zweiten Mal zu den ATP Finals geschafft und die Saison in den Top fünf der ATP Weltrangliste beendet. Zwar waren es in 2018 „nur“ drei Einzeltitel, ein Major-Titel bei den Madrid Masters war dennoch darunter. Interessant dabei: genau wie in 2017 startet der Deutsche in seiner Gruppe im ersten Spiel gegen Marin Cilic – eben jener Spieler, gegen den ihn sein bislang einziger Sieg bei den Finals gelang. Nach zwei Niederlagen gegen Roger Federer und Jack Sock war anschließend nämlich in der Round Robin Endstation für den Vielspieler, dem auch in 2018 wieder anzumerken ist, dass er sich trotz seiner jugendlichen Unbeschwertheit vielleicht die eine oder andere Auszeit zukünftig doch gönnen sollte. Müde und noch immer unter den Nachwehen der Probleme leidend, die er sich bei den Rolex Paris Masters an seinem Rücken zugezogen hat, wird er gegen Mrnja am Montag zum bereits 77. Mal in einem Einzel in der Saison 2018 auf dem Platz stehen. Die Auslosung in der Guga Kuerten Gruppe hat es dafür grundsätzlich recht gut mit ihm gemeint. Marin Cilic schlug er letztes Jahr schon (Gesamtbilanz: 5:1), gegen Novak Djokovic geht er mit einer ausgeglichenen Bilanz aufs Feld (je ein Sieg und eine Niederlage) und gegen John Isner verlor er lediglich eines der bisherigen fünf Duelle. Dieses zwar ausgerechnet im großen Finale der Miami Masters 2018, dennoch bleibt die Bilanz auch hier klar positiv. Ein Weiterkommen sollte grundsätzlich machbar sein. Wird er am Ende sogar Gruppenerster, könnte er zudem Roger Federer im Semifinale umgehen. Zur Quote von 11,00* darf auf den Geheimfavoriten also grundsätzlich schon gewettet werden. Viel wird aber daran hängen, wie stark ihn seine Rückenbeschwerden noch belasten. Spätestens der Auftakt gegen Marin Cilic sollte hier Aufschluss geben.

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Marin Cilic – Zur Stelle, wenn die Etablierten patzen?

Eigentlich spricht eine Zahl glasklar gegen einen potenziellen Erfolg des 30-jährigen Kroaten Marin Cilic. Seine durchweg schlechte Bilanz in direkten Vergleichen mit anderen Top 10 Spielern. Von insgesamt 107 Vergleichen mit Athleten aus diesen Gefilden gewann er gerade einmal 31 Matches. Eine dürftige Siegquote von nur 29%. Gemessen an der Tatsache, dass er hier für den Gesamtsieg nicht nur ein Spiel gegen einen Gegner aus den Top 10 der ATP Weltrangliste schlagen müsste, sondern in der Vorrunde optimalerweise zwei von drei Begegnungen sowie anschließend im Semifinale und Endspiel zwei weitere Partien, dürften seine Chancen, sich hier zum Weltmeister zu krönen, überschaubar bleiben. Dennoch könnte Mrnja zur Stelle sein, falls die Etablierten patzen sollten. Ähnlich wie vor einem Jahr Grigor Dimitrov zum großen Nutznießer avanciert war. Zumindest rechnen die Buchmacher dem Kroaten durchaus Potenzial dazu aus, was sich in der Quote von 13,00* für seinen Gesamtsieg widerspiegelt. Und wer weiß, was möglich ist, wenn Mrnja im Auftaktspiel von einem angeschlagenen Alexander Zverev profitiert und ausnahmsweise mal gut in das Turnier startet, das er nach 2014, 2016 und 2017 nun zum bereits vierten Mal besucht. Bei nur einem Sieg aus neun Duellen bei den ATP World Tour Championships ist er bislang stets nach zwei Spielen vorzeitig ausgeschieden gewesen. Wird es dieses Jahr anders? Geheimtipp ist er angesichts einer Bilanz von 7:3 gegen John Isner gewiss, obschon für seinen Gesamtsieg eben viel zusammenlaufen müsste.

Ein Blick auf die „Underdogs“ bei den ATP Finals 2018

Die restlichen Herren im Feld der Teilnehmer haben von den Buchmachern deutlich geringere Chancen auf den Gesamtsieg zugeschrieben bekommen. Und gerade auch bei dem großen Underdog John Isner, der als Zehnter der ATP Weltrangliste von gleich zwei Verletzungen profitieren musste, um erstmals an den ATP Finals teilnehmen zu dürfen, trifft das gewiss auch zu. Der Aufschlagriese hat zwar ein tolles Jahr hinter sich mit erstmaligem Masters-Sieg in Miami und erstmals erreichtem Halbfinale bei einem Grand Slam Turnier (Wimbledon), hat aber gegen alle drei Gegner in seiner Gruppe eine klar negative Bilanz. Dass er es über die Round Robin hinaus schafft, gilt als sehr unwahrscheinlich.

Gerade aber in der Lleyton Hewitt Gruppe bleibt es vollkommen spannend. Mit Kei Nishikori kehrt ein Spieler nach einem Jahr Pause zu den ATP Finals zurück, der zwischen 2014 und 2016 schon drei Mal teilnahm und davon zwei Mal die Vorrunde heil überstanden hat. Mit ordentlich Momentum versehen könnte ihm das hier durchaus erneut gelingen. In der Außenseiterrolle ist er in der zweiten Lleyton Hewitt Gruppe lediglich gegen Roger Federer im Auftaktspiel. Auf dem Zettel haben sollte man aber auch Dominic Thiem, der in 2018 erstmals in einem Grand Slam Finale zu finden war (French Open) und der nach kleiner Verschnaufpause im Sommer dieser Tage bestens im Saft steht, was er mit dem Viertelfinale bei den US Open sowie dem Gesamtsieg bei der ATP St. Petersburg vor sechs Wochen auch bewiesen hat. Bislang ist der Österreicher zwar bei zwei Anläufen noch nicht über die Round Robin hinausgekommen, so gut wie dieses Jahr standen seine Karten dafür allerdings noch nie. Last, but not least, darf auch Debütant Kevin Anderson nicht außer Acht gelassen werden. Gerade erst vorletzte Woche gewann er auf dem Indoor-Hartplatz die Erste Bank Open in Wien, wo er seinen Gruppengegner Kei Nishikori mit 2:0 im Finale schlagen konnte. Nishikori hatte zuvor Thiem rausgehauen, gegen den der Südafrikaner eine starke Bilanz aus sechs Siegen bei nur zwei Niederlagen vorzuweisen hat. Zwischen diesen drei Athleten wird sich ein Mann hervortun müssen, der Roger Federer ins Semifinale folgt. Und ab dann ist bekanntermaßen alles möglich. Alle drei Spieler liefern attraktive Quoten zwischen 23,00* bis 26,00* für den Gesamtsieg, was nur wenige Prozent an Eintrittswahrscheinlichkeit erfordert, um lukrativ zu sein. Sie glauben an eine Überraschung bei den ATP World Tour Finals 2018? Dann könnte Dominic Thiem hier ein brandheißer Tipp sein.

Die Quoten für Gesamtsieger der Herren bei den ATP Finals 2018

Spieler Gesamtsieger Quoten
Novak Djokovic (SER) 1,61
Roger Federer (CH) 3,25
Alexander Zvever (GER) 11,00
Marin Cilic (KRO) 13,00
Kei Nishikori (JAP) 23,00
Kevin Anderson (ZAF) 26,00
Dominic Thiem (AUT) 26,00
John Isner (USA) 29,00

Alle Wettquoten von Bet365 – abgerufen am Freitag, den 9. November 2018, um 13:10 Uhr (MEZ).

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* Alle angegebenen Wettquoten waren zum Zeitpunkt der Erstellung des Artikels gültig. Jede Wettquote unterliegt Schwankungen. Bitte überprüfen Sie die aktuellen Quoten beim jeweiligen Wettanbieter!

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