ATP Finals 2017 – Wetten, Favoriten & Quoten

10. November 2017

Tennis Wetten - © ZoranOrcik / Shutterstock.com

Am Sonntag, den 12. November 2017, starten die ATP World Tour Finals 2017 in London. Die aus Gründen des Sponsorings dieses Jahr offiziell als „Nitto ATP Finals 2017“ bekannte Weltmeisterschaft im Tennis der Herren findet dabei zum neunten Mal in Serie (und damit seit der Umbenennung des ehemaligen „Tennis Masters Cup“ zu den „ATP World Tour Finals“ im Jahr 2009) in der Hauptstadt des Vereinigten Königreichs statt – genauer gesagt in der Londoner „The O2 Arena“, die bis zu 20.000 enthusiastischen Fans Platz bietet. Es ist bereits die 48. Weltmeisterschaft im Herren Tennis und abermals wird auf Indoor Hartplätzen der Weltmeister ermittelt, indem zunächst die acht besten Spieler des Jahres in zwei Vierergruppen aufgeteilt werden. Nachdem jeder Spieler gegen jeden Kontrahenten einmal angetreten ist, wofür seit der Umbenennung des Turniers und dem Wechsel nach London inzwischen wieder der Modus „Best of 3“ genutzt wird und nicht mehr das vorherige „Best of 5“, wie man es beispielsweise von den Grand Slam Turnieren kennt, geht es dann schließlich für die beiden besten Spieler der „Pete Sampras Gruppe“ und „Boris Becker Gruppe“ im Halbfinale im K.-o.-System weiter.

So weit ist also alles beim alten geblieben. Neu sind derweil aber fast alle Namen, denn von den acht qualifizierten Spielern, die dieses Jahr um den 48. Weltmeistertitel konkurrieren, sind lediglich zwei Athleten schon letzte Saison bei den ATP Finals angetreten. Dies war neben dem Österreicher Dominic Thiem der Kroate Marin Cilic. Roger Federer und Rafael Nadal kehren dabei nach ihren sensationellen Comebacks in diesem Jahr wieder zu diesem Turnier zurück, in dem sie im Jahr 2010 sogar schon einmal das Finale hier in der O2 Arena gegeneinander bestritten haben – damals mit dem besseren Ende für den Schweizer, der mit sechs Weltmeisterschaftstiteln nicht nur der Rekordsieger bei diesem Turnier ist, sondern auch in diesem Jahr wieder ein brandheißer Favorit ist. Und während dabei die Chancen gar nicht mal so schlecht stehen, dass es letztlich wieder auf einen großen Showdown zwischen Roger Federer und Rafael Nadal hinauslaufen wird, die sich in der Saison 2017 alle vier Grand Slam Titel geteilt haben (jeder gewann zwei Turniere, wobei sie nur im Endspiel der Australian Open gegeneinander angetreten sind), geben vier Athleten in Abwesenheit der Dauerbrenner Novak Djokovic und Andy Murray hier nun ihr Debüt. So war David Goffin zwar letztes Jahr nur knapp an den besten acht Spielern vorbeigeschrammt und war immerhin als Ersatzmann mit nach London gereist, gespielt hat er aber nur außer Konkurrenz das dritte Gruppenspiel für den ausgefallenen und ohnehin vorzeitig ausgeschiedenen Franzosen Gael Monfils. Für ihn ist es somit nur eine Semi-Premiere, während Alexander Zverev, Grigor Dimitrov und Jack Sock hier zum ersten Mal um die Weltmeisterschaft antreten werden, ehe es anschließend in die wohlverdiente Winterpause gehen wird. Dies sind die beiden Gruppen, die die Auslosung für die Vorrunde dabei ergeben hat:

Pete Sampras Gruppe Boris Becker Gruppe
Rafael Nadal (1) Roger Federer (2)
Dominic Thiem (4) Alexander Zverev (3)
Grigor Dimitrov (6) Marin Cilic (5)
David Goffin (7) Jack Sock (8)

Während David Goffin und der erst durch den überraschenden Sieg bei den Paris Masters am vergangenen Sonntag noch in die Top acht gerutschte Jack Sock dabei als die beiden großen Underdogs gelten und es schwer bis unmöglich haben werden, unter den besten zwei ihrer Gruppen zu landen, da hat es auch den Österreicher Dominic Thiem in diesem Jahr faustdick erwischt. Als auf Sandplatz versierter Spieler dürfte es sehr schwer für ihn werden, an seinen Gegnern vorbeizukommen. Und selbst, wenn ihm das wider Erwarten gelingen sollte, so wäre das wahrscheinlichste Szenario ein Semifinale gegen Roger Federer, wo Endstation sehr sicher vorprogrammiert wäre.

Für die anderen drei Athleten neben den Topfavoriten Roger Federer und Rafael Nadal sehen wir jedoch unter bestimmten Bedingungen zumindest noch gewisse Chancen auf einen Überraschungserfolg. Dementsprechend werfen wir nun auf die folgenden fünf Spieler noch einen konkreteren Blick und besprechen dabei für Sie deren Siegchancen, ehe wir Ihnen für alle acht Profis aus der ATP World Tour die Topquoten für den Gesamtsieg präsentieren.

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Roger Federer – Die Krönung eines außergewöhnlichen Comebacks?

Dass der 36-jährige Schweizer Roger Federer bei einer Quote von 1,66 für den potenziellen Gesamtsieg der haushohe Quotenfavorit seitens der Buchmacher ist, liegt daran, dass er in der gesamten Saison 2017 gerade einmal vier Spiele verloren hat, während er sieben der elf Turniere, an denen er teilgenommen hat, kurzerhand gewinnen konnte (49 Einzelsiege insgesamt) – darunter zwei Grand Slam Turniere und drei Wettbewerbe aus der ATP World Tour Masters 1000er Serie. Dennoch hätte die Gruppenauslosung es etwas besser mit dem Schweizer meinen können, der noch zum Jahresbeginn nach langer Verletzungspause erstmals seit 15 Jahren außerhalb der Setzliste in ein Grand Slam Turnier gestartet war, das er dann in Melbourne auch gewonnen hat. Nun bekommt er es nämlich in Form von Alexander Zverev mit einem harten Konkurrenten zu tun, gegen den es in der Saison 2017 gleich zwei Niederlagen gab – im Endspiel vom Rogers Cup in Kanada (es war die einzige Finalniederlage der Saison für King Roger) und um unbedeutenden Hopman Cup am Jahresanfang (ungewertet). Und auch mit dem Hartplatz-Spezialisten Marin Cilic, gegen den der Federer-Express einst das Halbfinale der US Open 2014 mit 0:3 verloren hat, könnte er unter Umständen auf dem Belag hier in London Probleme bekommen, obschon das diesjährige Wimbledon-Finale gegen den Kroaten eine klare Nummer war. Lediglich Underdog Jack Sock, gegen den er am Sonntag auch die ATP World Tour Finals 2017 eröffnen wird, dürfte gegen den schweizerischen Superstar keinerlei Schnitte haben. Insgesamt war seine Saison aber viel zu überzeugend, als dass man hier auf ein Aus in der Round Robin des Schweizers spekulieren könnte. Überdies liegt ihm die Weltmeisterschaft, bei der er nicht nur mit sechs Titeln bereits alleiniger Rekordsieger ist, sondern bei der noch vier weitere Male im Endspiel gestanden war. Alles deutet dabei darauf hin, dass in einem Jahr der absolute Superlative Finale Nummer elf und Titel Nummer sieben daraus werden – eine gute Ausgangslage, um in 2018 vielleicht noch mal auf Platz eins der ATP Weltrangliste springen zu können. Trotz geringer Quote dementsprechend eine eindeutige Empfehlung.

Rafael Nadal – Klappt es nun auch noch mit dem letzten fehlenden Titel?

Der 31-jährige Spanier Rafael Nadal hätte die gesamte Saison in der ATP World Tour im Alleingang dominiert – wäre da nicht sein ewiger Rivale Roger Federer gewesen, der endlich mal den Spieß umdrehen konnte. War nämlich früher in der Regel der Stier von Manacor derjenige in diesem Duell, der dem Schweizer für gewöhnlich in die Suppe spucken konnte und zu dessen Nemesis wurde, so hat in 2017 der Basler alle vier Vergleiche mit Rafael Nadal gewonnen und ihn darunter in drei Endspielen den Titel gekostet. Vier von gerade einmal zehn Saisonniederlagen des Mallorquiners gehen damit auf das Konto des Schweizers. Umgekehrt ist Rafa dafür in allen anderen Belangen absolut Spitzenklasse. 67 gewonnene Spiele im Einzel reichten ihm für sechs gewonnene Turniere, während er mit seinen bärenstarken und vor allem auch über alle Beläge hinweg konstanten Performances zehn Endspiele erreichte, mehr als 10.000 Punkte im Ranking einfahren konnte, wodurch er in jedem Fall als Weltranglistenerster aus der Saison 2017 herausgehen wird – selbst, wenn er nun alle drei Gruppenspiele verlieren sollte –, und außerdem das mit Abstand höchste Preisgeld (inzwischen ca. 12,5 Millionen US-Dollar) eingestrichen hat. Umso motivierter wird er nun also in die ATP Finals gehen, die nach einer Knieverletzung, die sein Turnier in Paris letzte Woche vorzeitig hat enden lassen, kurzzeitig auf der Kippe standen. Ist der Mallorquiner jedoch fit genug, was dieser Tage zumindest offiziell verlautet worden war, so dürfte er in der Pete Sampras Gruppe der große Favorit sein und bringt alles mit, um seinem schweizerischen Langzeitrivalen ins Endspiel zu folgen. Dass die Quote für Rafas Gesamtsieg „nur“ bei 4,50 liegt, unterstreicht dabei, dass wegen seiner Verletzung letzte Woche ein leichtes Fragezeichen über ihm schwebt, während er nun einmal alle Vergleiche mit Roger Federer in diesem Jahr verloren hat. Dennoch: sollte der Schweizer vorzeitig stolpern, dürfte Rafael Nadal ähnlich wie zuletzt bei den US Open zur Stelle sein. Und schließlich hat der 16-fache Grand Slam Sieger und Goldmedaillengewinner bei den Olympischen Spielen in seiner Karriere alles erreicht – mit Ausnahme der Tennis Weltmeisterschaft, die er sich nun in einem ebenfalls bärenstarken Jahr noch holen könnte.

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Alexander Zverev – Braucht sich vor Niemandem verstecken

Eigentlich hätte der 20-jährige Deutsche Alexander „Sascha“ Zverev diese Woche schon bei den Next Gen ATP Finals in Mailand am Start sein sollen, wo die acht besten Spieler der Saison, die noch unter 21 Jahren alt sind, ein separates Turnier ähnlich den ATP World Tour Finals bestreiten. Sehr früh im Jahr war er dafür auch sicher qualifiziert, sagte nun aber logischerweise ab, um sich voll und ganz auf die ATP Finals konzentrieren zu können, für die er sich nach einer sensationellen Saison, die ihn bis auf Platz drei der ATP Weltrangliste hat klettern lassen, souverän qualifiziert hat. Abermals spielt er somit bei den Großen mit und braucht sich dabei vor Niemandem zu verstecken, denn schließlich hat er in Matches gegen Spieler aus den Top 10 im Jahr 2017 mehr Siege als Niederlagen geholt. Überhaupt brachte die sehr gute Jahresbilanz von 54 Siegen gegenüber 20 Niederlagen ihm fünf weitere Einzeltitel ein, wobei er in Rom und Montreal gleich zwei ATP World Tour Masters 1000er Turniere gewinnen konnte, die ihm keineswegs geschenkt worden sind. Während beispielsweise ein Jack Sock letzte Woche in Paris keinen einzigen Gegner aus den Top 20 der ATP Weltrangliste besiegen musste, da schlug Sascha im Finale von Rom einen Novak Djokovic, der damals noch fit war, klar mit 2:0, während er beim Rogers Cup das nächste 2:0 gegen Roger Federer einfahren konnte, der zu diesem Zeitpunkt zugegebenermaßen aber bereits angeschlagen war. Dennoch: die Leistungen von Alexander Zverev machen ihn bei seinen ersten ATP Finals auf Anhieb zum Topfavoriten, wofür auch die Quote von 8,50 seitens der Buchmacher spricht. Viel wird dabei vom Start gegen Marin Cilic abhängen, gegen den er den einzigen Vergleich in 2017 knapp mit 2:1 gewinnen konnte. Ab dem Halbfinale jedenfalls ist bei starken Tagen alles für ihn möglich. Status: Geheimfavorit.

Grigor Dimitrov – Bringt alles mit, was man braucht

Der 26-jährige Bulgare Grigor Dimitrov wird gerne auch als „Baby-Federer“ bezeichnet, was auf seine Spielweise anspielt, die der des schweizerischen Superstars stark ähnelt. Und tatsächlich bringt „Dimi“ grundsätzlich alles mit, was man braucht, um ein derartig großes Turnier zu gewinnen, obschon er mit Ausnahme des Jahresauftakts bei der ATP Brisbane 2017, als er Anfang Januar reihenweise Dominic Thiem, Milos Raonic und Kei Nishikori schlug, keinen einzigen weiteren Sieg gegen einen Top 10 Spieler mehr einfahren konnte. So verlor er unter anderem auch alle Vergleiche mit Roger Federer und Rafael Nadal, gegen den er im Semifinale der diesjährigen Australian Open aber einen Wahnsinnskampf über fünf Sätze hingelegt hatte. Nachdem er eine Woche danach noch die ATP Sofia gewann, wurde es jedoch einige Monate lang recht ruhig um den ehemaligen Lebensgefährten von Maria Sharapova, der inzwischen mit Pop-Ikone Nicole Scherzinger liiert ist. Zumindest aber bei den Western & Southern Open konnte er sich noch mal zurückmelden und sich seinen ersten Major-Titel bei einem ATP World Tour Masters Turnier sichern, wobei seine namhaftesten Gegner hier John Isner und Nick Kyrgios hießen und er von Duellen mit Top 10 Spielern gänzlich verschont geblieben war. In der Pete Sampras Gruppe dürfte er sich bei guten Leistungen jedoch wohl hinter Rafael Nadal fürs Semifinale qualifizieren können, weshalb die Buchmacher ihm zur Quote von 11,00 zumindest noch halbwegs nennenswerte Chancen auf den Gesamtsieg einräumen. Weil es bei normalem Turnierverlauf dort aber für Baby-Federer wohl wieder gegen das Original, nämlich Roger Federer höchstpersönlich, gehen dürfte, sehen wir das Semifinale aller Voraussicht nach als Endstation für Grigor Dimitrov an.

Marin Cilic – Ist der WM-Fluch gebrochen?

Nach 2014 und 2016 reist der 29-jährige Kroate Marin Cilic bereits zum dritten Mal zu den ATP World Tour Finals, bei denen er bisher bemerkenswert blass geblieben war. 2014 – also in dem Jahr, in dem er sich den Titel bei den US Open holen konnte, wofür er unter anderem Roger Federer überraschend mit 3:0 schlug – verlor er alle drei Gruppenspiele bei nur einem einzigen Satzgewinn. Und auch letztes Jahr startete Marin Cilic mit zwei 0:2-Pleiten ins Turnier und war erneut vorzeitig ausgeschieden, ehe er zumindest im letzten Gruppenspiel den WM-Fluch brechen konnte und in seinem sechsten Match bei den ATP Finals gegen Kei Nishikori seinen allerersten Sieg einfahren konnte. Somit ist er nicht nur der dritterfahrenste Spieler bei diesem Turnier hinter Federer und Nadal, sondern er kommt inzwischen auch mit der O2 Arena in London gut zurecht. Zudem hat Marin Cilic ein grundsolides Jahr hinter sich, in dem es zwar lediglich einen einzigen Turniersieg gab (ATP Istanbul), in dem er jedoch in Wimbledon sein zweites Grand Slam Finale der Karriere erreichte, wo gegen King Roger beim klaren 0:3 jedoch nichts zu machen war. Ähnlich dürfte es auch jetzt in der Boris Becker Gruppe laufen, wo er aber zumindest im Duell mit Alexander Zverev auf Platz zwei in der Gruppe hoffen dürfte. Anschließend müsste er jedoch klar über sich hinauswachsen. Gegen Rafael Nadal kommt ihm zwar der Hartplatz hier in London durchaus gelegen, in einem souveränen Jahr des Spaniers wäre ein Sieg von Cilic dennoch eine Überraschung. Und dann ginge es außerdem im Finale wohl noch einmal gegen den alles übertreffenden Schweizer. Kurzum: trotz tollem Jahr mit starker Bilanz von 44 Siegen gegenüber 19 Niederlagen sind das ein paar Konjunktive zu viel. Ein Marin Cilic, dem während des Turniers Flügel wachsen, darf zwar sicherlich als Geheimfavorit gelten, die Quote von 13,00 erscheint uns für einen ernsthaften Tipp jedoch zu gering zu sein.

Die Quoten für Gesamtsieger bei den ATP World Tour Finals 2017

Spieler Gesamtsieger Quoten
Roger Federer 1,66
Rafael Nadal 4,50
Alexander Zverev 8,50
Grigor Dimitrov 11,00
Marin Cilic 13,00
David Goffin 21,00
Dominic Thiem 23,00
Jack Sock 23,00

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